Wiesenlandschaft




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Eine große grasbedeckte Ebene, durch die der Stone River fließt; ein breiter Fluss, der in den Bergen entspringt und sich über eine Klippe in Form eines Wasserfalls ins Meer ergießt. In der Mitte der Wiese liegt ein großer See, der Blue Lake, der vom Stone River gespeist wird.

Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Fr 18. Jun 2021, 19:43

(nee, das Wetter war jetzt die letzten Tage schuld x.x xD)

Farûna schien es ebenfalls vorzuziehen, zu schweigen und auch kein neues Gesprächsthema zu suchen, während wir unterwegs waren. Da ich nicht ermüdete - und nicht durstig war und wurde -, brauchte ich keine Pause und lief einfach weiter neben ihr her. Einmal schlug ich einen Bogen ein, um auf einen nahegelegenen Hügel hinaufzusteigen, der sich etwas weiter in den Himmel erhob als die anderen, in der Hoffnung, etwas Interessantes und Hilfreiches zu entdecken. Was auch immer das hätte sein sollen. Natürlich sah ich nichts. Von dem Hügel aus kam mir das Gebirge sogar noch weiter weg vor als von unten, weil ich von dort aus sehen konnte, wie viele Hügel und wie viel Fläche mehr noch dazwischen lag als von den Senken aus. Es war frustrierend. Immer noch. Aber es machte mich nicht mehr reizbar oder wütend.
Ich fühlte mich vom Kopf her noch immer irgendwie leer und resigniert, und so lief ich einfach weiter neben Farûna her, auf die Berge zu.
Sie hatte zwischendurch etwas getrunken und als die Sonne langsam merklich dem Horizont entgegensank, brach sie die Stille zwischen uns. "Irgendeine Idee, wie der aussehen sollte?", fragte ich, weil ich ringsum mal wieder nichts anderes entdeckte als Erhebungen und Senken, unterbrochen von ein par Bäumen und Gebüsch, hier und dort Steine oder kleinere Felsen. Farûna kannte sich auf der Insel besser aus - auch wenn mir klar war, dass diese Wiese so riesig war, dass sie die wohl kaum kannte wie ... na ja, nicht ihre Westentasche, aber das war ja nur ein Sprichwort.
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von Anzeige » Fr 18. Jun 2021, 19:43

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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Sa 19. Jun 2021, 22:19

(XD mich macht das Wetter derzeit richtig Matsch x.x)

Ich seufzte bei Darts Gegenfrage, weil er natürlich Recht hatte mit dem was er damit implizierte. Nämlich dass es hier nicht wirklich viel anderes gab als Gras, Büsche, ein paar Bäume und Steine.
"Keine Ahnung... Wenigstens eine Baumgruppe oder sowas, viel mehr kann man hier wohl nicht erwarten...", antwortete ich. Inzwischen war ich auch nicht mehr ganz so überzeugt davon, dass diese Reise eine gute Idee gewesen war - aber ich wusste auch nicht, was wir sonst hätten tun können, außer weiter im Dorf rumzuhocken und zu warten, bis mir das Essen ausging oder die Monster mich doch erwischten.
Und das kotzte mich schon wieder ziemlich an. Ich hatte genug davon, das Opfer zu sein und vom Schicksal hin und her geschleudert und zerquetscht zu werden. Ich wollte auch gern mal zurückschlagen... Mein Kampfgeist war zwar auch ziemlich angeschlagen, aber... hach. Es war ein einziges Auf und Ab in meinem Inneren.
Naja... Ein wenig Zeit hatten wir ja noch bis Sonnenuntergang, um ein wenig Schutz zu finden, wenn auch nicht mehr viel. Aber ich biss die Zähne zusammen und ging weiter. Auch wenn Dart den besseren Überblick hatte, hielt ich trotzdem nach einem passenden Ort für den Sonnenuntergang Ausschau und steuerte dafür auch wieder einen kleinen Hügel an, von dem aus wir vielleicht eine etwas bessere Sicht hatten.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Mo 21. Jun 2021, 20:00

(ja, mich auch, jetzt geht es einigermaßen)

Eine Baumgruppe - ja, was anderes würden wir hier wohl aktuell echt nicht finden. Ich fragte mich sowieso schon, wie Farûna und Niban es die letzte Nacht geschafft hatten, zu überleben, ein Auge zugetan hatten sie jedenfalls bestimmt nicht, und ich ging nicht davon aus, dass es hier auf der Wiese überhaupt einen wirklichen Platz gab, wo man total sicher war. Wär ja auch zu schön gewesen. Eine kleine Höhle oder sowas, wo man sich durch einen Spalt quetschen musste, um hineinzugelangen und den man superleicht verteidigen konnte, wäre ideal gewesen. Oder eine Winzinsel im Fluss, weit genug von beiden Uferseiten entfernt, dass kein Scheißvieh mit einem Satz hinübergelangen konnte.
Aber wer interessierte sich schon für unser Glück und unsere Wünsche?
Ich hatte Farûna nur einen Blick zugeworfen, weil sie eine Zustimmung oder ein verstehendes Nicken wohl kaum brauchte, immerhin war meine Frage eher rhetorischer Natur gewesen, und lief ansonsten schweigend weiter. Wir erklommen einen nahen Hügel, um uns besser umschauen zu können, doch alles, was ich in erreichbarer Ferne entdeckte, war tatsächlich eine simple Baumgruppe, die uns lediglich Deckung gab, aber keinen Schutz, wenn die Monster uns aufgestöbert hatten. Ich deutete dorthin.
"Wir können es da versuchen." Ich hielt inne und ließ den Arm nachdenklich wieder sinken. Einer der Bäume war besonders groß. Sie hatten hier auf der Wiese viel Platz und strengten sich daher nicht so wie die Bäume im Wald mit dem Wachsen in die Höhe an, sondern wurden ausladender und dafür nicht so schnell so groß, aber der dort wirkte recht stattlich. "Hast du bei den Viechern welche erlebt, die gut klettern können?", fragte ich die Füchsin, woran man vielleicht schon erkennen konnte, woran ich dachte.
Vielleicht könnten wir in der Nacht auf dem Baum Schutz suchen. Egal, ob in Fuchs- oder Menschengestalt, ich bekam sie schon irgendwie da hoch, wenn sie sich an mir festhielt, und ich konnte auch aufpassen, dass sie nicht herunterfiel, wenn sie erschöpft war und schlafen musste. Ob sie das auf einem dicken Ast überhaupt konnte, wusste ich nicht, aber ich wollte es ja auch erst mal nur vorschlagen.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Di 22. Jun 2021, 17:58

(ja, hier hats auch ordentlich abgekühlt und ist deutlich angenehmer^^)

Ich hob den Kopf, als wir auf dem Hügel angekommen waren, der auch nicht gerade der höchste in der Umgebung war, aber immerhin etwas Übersicht bot. Die Berge schienen jedenfalls noch meilenweit entfernt zu sein, aber ich versuchte nicht daran zu denken, sondern mich auf das zu konzentrieren, was vor uns lag, und das war erstmal die nächste Nacht.
Auch mir fielen die Bäume auf, die nicht mehr allzu weit entfernt waren - und viel mehr zu sehen gab es hier auch nicht gerade - und folgte Darts Geste in die Richtung. Mit einem zustimmenden Nicken wollte ich mich dann auch gleich wieder auf den Weg machen. Verstecken konnten wir uns da zwar auch nicht, aber es war allemal besser als die offene Wiese.
Als Dart aber noch etwas weiteres fragte, warf ich ihm einen skeptischen Blick zu und drehte ein Ohr zur Seite, da ich mir gleich schon dachte worauf er hinaus wollte. Seh ich aus als könnte ich klettern? Den Kommentar verkniff ich mir aber tatsächlich, denn abgesehen davon war es grundsätzlich natürlich nicht so dumm, sich auf einem Baum in Sicherheit zu bringen. Das wusste jeder, der schonmal versucht hatte ein Eichhörnchen zu jagen.
"Es gab schon welche im Wald, die waren auch ziemlich flink. Aber nicht die ganz großen, wie hier auf der Wiese oder im Dorf", antwortete ich stattdessen, auch wenn ich von der Idee immer noch nicht wirklich überzeugt war. Das sah man mir auch an, auch wenn ich nichts dazu sagte. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie darüber nachgedacht, auf einen Baum zu steigen. Ich war eben ein Fuchs und kein... Eichhörnchen. Ich zweifelte auch nicht daran, dass ich in meiner normalen Gestalt geschickt genug war, um auf einem Ast zu stehen, wenn ich erstmal oben war, aber naja, mit Händen und Füßen...?
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Fr 25. Jun 2021, 17:53

Ich sagte einfach mal nicht, dass Farûna als Fuchs ja Flügel hatte, die groß genug waren, um sie zu tragen. Sie müsste also nicht mal zwangsweise klettern. Was ihren menschlichen Körper anging... Aber wie gesagt, ich konnte sie auch irgendwie anders den Baum hinaufbringen, sie müsste sich nur gut festhalten. Irgendwie.
"Hmm...", ein nachdenklicher Laut drang aus meiner Kehle. Wir hatten natürlich leider keine Garantie dafür, dass nur größere Viecher auftauchen würden, die nicht auf Bäume klettern konnten. Aber wenn nicht direkt eine ganze Horde über den Baum herfiel, könnte ich sie von einem Ast aus besser mit dem Schwert in Schach halten. Vermutlich. Und vor den anderen wären wir sicher - es sei denn, es tauchte ein riesiges auf, das den Baum fällte. Oder eins mit einem Keulenschwanz, das den Baumstamm zertrümmerte. Wenn ich so drüber nachdachte, war ich nicht sicher, wie gut meine Idee am Ende wirklich sein würde, doch Farûna hatte sich ohnehin noch nicht zustimmend oder ablehnend dazu geäußert.
"Fürs Erste können wir zumindest schon mal hingehen...", sagte ich, statt noch etwas auf ihre Worte zu erwidern, und setzte mich wieder in Bewegung, immer auf die Baumgruppe zu.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Do 1. Jul 2021, 11:26

Dart sagte erst nichts zu meiner Antwort, und auch ich schwieg erstmal und wandte den Blick nur wieder in Richtung der Bäume, ehe ich Dart mit einem Nicken zustimmte, als er meinte, dass wir hingehen könnten. Das auf jeden Fall. Ich zögerte auch nicht weiter, sondern stapfte mit ihm zusammen den Hügel wieder hinab und in Richtung der Bäume.
Vor allem einer von ihnen war tatsächlich ziemlich groß und ausladend, wie man sehen konnte, je näher wir kamen. Genug Äste schien es auch zu geben, wenn man erstmal auf ihre Höhe hinauf kam. Da die untersten Äste auch nicht groß bewachsen oder eng verzweigt waren, gab es auch genug Platz für mich um hinaufzufliegen, ohne mich in Zweigen und Blättern zu verfangen, jedenfalls wenn ich mich geschickt anstellte, und das sollte kein Problem sein. Das war es aber auch nicht, was mich der Idee mit Skepsis begegnen ließ.
Der dicke Baum schien jedenfalls recht stabil zu sein und bot bestimmt Schutz vor den kleinen Biestern, die es manchmal gab. Wenn sie hier denn auftauchten.
"Ich hab den Eindruck, da wo viel Platz ist, tauchen mehr von den größeren Viechern auf. Im Wald waren sie viel kleiner als hier auf der Wiese", sagte ich, als wir näher zu den Bäumen kamen. Auch im Dorf waren wir meistens eher größeren Viechern begegnet. Von der Wiese hatte Dart ja bisher noch nicht wirklich etwas mitbekommen, nicht in der Nacht jedenfalls.
Zuletzt geändert von Farûna am Fr 9. Jul 2021, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Mi 7. Jul 2021, 19:28

Die Baumgruppe näherte sich bald, oder vielmehr kamen wir bald näher und wir konnten uns ein besseres Bild davon machen. Der größte der Bäume sah tatsächlich ganz vielversprechend und zuverlässig aus, aber ich war immer noch nachdenklich und hatte einfach keine Ahnung, wie sicher es auf ihm war.
Mein Blick wanderte zu Farûna, als sie meinte, dass die Viecher auf der Wiese größer waren als im Wald. Mit dem Platz das konnte schon sein. Aber wenn wir hoch genug kletterten, sollte zumindest so ein großes Monster nicht mehr an uns rankommen. Außer eben, es konnte klettern.
"Aber die großen waren bisher nicht so geschickt gewesen. Jedenfalls habe ich im Dorf keins auf den Dächern gesehen..." Generell hatte ich noch keins von denen fern des Bodens gesehen. Auch keins, das fliegen konnte. Verlassen wollte ich mich darauf jedoch nicht. "Also, was sagst du? Sollen wir später hoch oder lieber am Boden bleiben?"
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Sa 10. Jul 2021, 11:27

Ich nickte zu Darts Worten, den Blick immer noch auf den großen Baum gerichtet. Ja, ich hatte auch noch keins gesehen, das gut klettern konnte, nicht von den großen jedenfalls. Und die kleineren sollten deutlich besser abzuwehren sein. Auch wenn ich nicht wusste, wie gut Dart da oben zwischen den Ästen mit seinem Schwert hantieren konnte. Oder Niban - wer auch immer von beiden.
Ich war trotzdem noch nicht so ganz überzeugt von der Idee, was aber hauptsächlich an meiner Verwandlung lag, denn als Fuchs hätte ich tatsächlich nichts dagegen, es oben auf dem Baum zu versuchen. Ich war zwar kein Tier für Bäume, aber ein gut genutztes Versteck oder Deckung war nie verkehrt.
Ich zögerte noch ein wenig und wog die Möglichkeiten ab, gab mir aber schließlich einen Ruck. War ja nicht so dass ich Angst hatte. Wahrscheinlich war ich mir einfach nur meiner eigenen Schwäche bewusst und hasste mich dafür.
"Ja, gut. Lass es uns versuchen. Aber erst wenn die Nacht da ist." Da oben auf den Ästen wollte ich mich nicht verwandeln, dabei würde ich bestimmt runterfallen. Das konnte ich nicht kontrollieren. Ich wusste zwar noch nicht, wie ich auf zwei Beinen da hinaufkommen sollte, aber ich hoffte einfach mal, das würde schon irgendwie gehen. Außerdem hatte ich langsam wirklich die Nase voll davon, so eingeschränkt zu sein.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Di 13. Jul 2021, 18:27

Ich konnte Farûnas Zögern schon verstehen und ich würde sie auch zu nichts überreden, da ich selbst nicht wusste, wie sicher wir auf dem Baum am Ende wirklich sein würden. Oder ob ich überhaupt da sein würde, um es herauszufinden. Ob Niban klettern konnte, keine Ahnung. Es gab Baumschlangen und alles, aber sie war ja wahrscheinlich nicht mal mit einer normalen Schlange zu vergleichen und hatte scheinbar die meiste Zeit auch eine menschliche Gestalt, wenn sie bei Farûna war. Ob sie in der klettern konnte? Farûna hatte nichts davon gesagt, dass sie sich ungeschickt bewegte, und mit Niban hatte sie sich auf den Weg über die Wiese gemacht.
Aber Laufen und Klettern waren zwei sehr unterschiedliche Dinge.
Als sie sich einen Ruck gab, zuckte mein linker Mundwinkel leicht, es formte sich dann aber doch kein wirkliches Lächeln. Dafür nickte ich. Damit, dass sie nicht gleich auf den Baum wollte, war ich einverstanden, auch wenn ich gerne ausprobiert hätte, wie leicht sie sich oder ich sie hinaufbefördern konnte. Aber wenn es dämmerte, würden ja auch nicht mit einem Fingerschnips tausend Monster angestürmt kommen, die uns am Ausprobieren hinderten, also...
"Willst du ein Feuer machen?", fragte ich sie und warf ihr noch einen Blick zu, schaute mich ansonsten aber schon mal nach einem geeigneten Plätzchen zum Hinsetzen und Ausruhen um.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Mi 21. Jul 2021, 15:30

Dart sagte nichts mehr, sondern nahm meine Antwort nur mit einem Nicken hin und wechselte das Thema. Wir würden ja schon sehen, wie es in der Nacht werden würde. Nach Regen sah es im Moment jedenfalls nicht aus, auch wenn es etwas bedeckt war.
Ich lächelte leicht, etwas schief auf Darts Frage hin. "Ein Feuer ist immer gut", meinte ich und warf einen Blick zu ihm hinauf, sah mich aber dann auch nach einem geeigneten Platz um. Genug trockenes Holz sollten wir hier bei den Bäumen finden können, und es hatte ja auch schon ein paar Tage nicht geregnet.
In der Nähe des ausladenden Baums war das Gras auch nicht ganz so hoch wie auf dem Rest der Wiese, und zur Not konnte ich noch etwas davon abbrennen und eine sichere Feuerstelle schaffen. Außerdem war ich ja auch noch da, um auf das Feuer aufzupassen. Auch herabgefallene Äste gab es hier.
"Wie wär's hier?", fragte ich, als wir bei einer Stelle angekommen waren, wo in einer kleinen Mulde gut ein Feuer reinpassen würde. Wir standen schon im Schatten des großen Baumes
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Sa 24. Jul 2021, 15:17

Ich zeigte ein leichtes Lächeln bei ihrer Erwiderung, sagte aber nichts mehr. Ja, ein Feuer war immer gut, das stimmte schon. Ich mochte Feuer auch, auch wenn ich es nicht kontrollieren konnte und es mich verbrannte, wenn ich es berührte. Aber es war das Gegenteil von Eis und Schnee, gegen die ich eine absolute Abneigung hatte, und die Hitze machte mir nichts. Außerdem hatte es eine wunderbare Zerstörungskraft und das Flackern, Knacken und Knistern hatte etwas Beruhigendes an sich, wenn man daneben saß.
"Bietet sich an", sagte ich mit einem weiteren Nicken, als sie eine Feuerstelle vorschlug, und machte mich daran, einige herumliegende alte Äste oder Holzstücke einzusammeln, damit ihr Feuer genug Nahrung hatte. Es dauerte nicht lange, aber es war außerdem eine angenehme Tätigkeit, über die man nicht nachdenken musste. Ich häufte das Holz in der kleinen Kuhle ein wenig zu einer Feuerstelle zusammen, und trat dann etwas zurück.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Sa 31. Jul 2021, 10:20

Während Dart sich aufmachte, um Holz zu sammeln, beschloss ich dann auch tatsächlich, erstmal die Feuerstelle ein wenig "aufzuräumen", indem ich das Gras in einem kleinen Umkreis abbrannte, damit das Feuer sich gar nicht erst verbreiten konnte und wir eine kleine freie Fläche hatten. Für mich war es nicht schwer, das Feuer zu rufen, heiß auflodern zu lassen um das Gras zu verzehren, und es dann wieder wegzuschicken, sodass nichts mehr davon übrig blieb als auf einer kleinen Fläche verbranntes Gras. Dann half auch ich dabei, etwas Holz zu sammeln, auch wenn ich dabei nicht so effektiv war wie Dart, der deutlich mehr tragen konnte. Aber bevor ich nur herumsaß und auf ihn wartete, machte ich lieber mit.
Wir hatten auch recht schnell einen kleinen Haufen beisammen, den Dart aufstapelte, und mit einem Wink meiner Schnauze und energischem Schlenker meines Schwanzes züngelte bald ein kleines Flämmchen zwischen den dünneren Ästchen empor. Ich half ihm auf, aber ich gab ihm die Zeit, sich selbst am Holz festzusetzen und zu wachsen. Vielleicht fiel Dart hierbei auch auf, dass ich nun, in meiner normalen Gestalt, das Feuer mit deutlich mehr Leichtigkeit rufen konnte als die letzten Male, als ich es getan hatte. Es war ja das erste Mal, dass ich es als Fuchs tat. Und obwohl es sehr viel leichter war, war es auch jetzt noch nicht wieder normal, so wie früher.
Der Himmel hatte sich inzwischen leicht rosa verfärbt und ich ließ mich in der Nähe der Feuerstelle nieder, während ich weiter auf das Feuer aufpasste. Es beruhigte mich. Und trotz dem was bald kommen würde, drängte es doch die innere Unruhe ein wenig in den Hintergrund.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » So 1. Aug 2021, 13:45

Ich beobachtete Farûna dabei, wie sie das Feuer rief. Ich hatte vorher nur mit kurzen Blicken registriert, wie sie etwas von dem Gras abgebrannt hatte, um eine Feuerstelle zu erschaffen, sodass die Flammen nicht ungefragt auf Wanderschaft gehen konnten und von Erde eingekreist waren. Jetzt sah ich ihr genauer zu. Und ja, mir fiel sofort auf, dass es ihr in ihrer Fuchsgestalt viel leichter fiel, das Feuer zu rufen. Es sah einfacher und entspannter aus. Aber es wunderte mich eigentlich auch nicht. Der menschliche Körper war nicht ihr echter. Das merkte das Feuer entweder oder auch ihre Kräfte veränderten sich beziehungsweise wurden schwächer, immer wenn sie den falschen Körper trug. Das war zumindest für mich ziemlich klar.
Ich sagte nichts. Mein Blick hing erst noch in den Flammen, als sie so weit angewachsen waren, dass die Füchsin sie in Ruhe lassen konnte, dann auf ihr. Erst dann setzte ich mich etwas seitlich von ihr hin, sodass Platz zwischen uns war, aber niemand durchs Feuer schauen musste, um den anderen zu sehen. Es dämmerte mittlerweile merklich und würde nicht mehr lange dauern, bis die nächste Nacht uns auf die Nerven gehen konnte. Lust hatte ich keine. Ich hätte mich gerne einfach mal ausgeruht und nichts getan, vielleicht in den Himmel gesehen oder mit geschlossenen Augen dagelegen. Jedenfalls so lange noch ging, bevor ich wieder die Plätze mit Niban tauschte. Ob das sein würde, wenn Farûna wieder die Gestalt wechselte, ich wusste es nicht. Aber ich wollte nicht. Noch weniger als eine ätzende Nacht voller Monster hinter mich zu bringen.
Ich hing meinen Gedanken nach und mir fiel gar nicht so wirklich auf, dass ich nichts zu ihr sagte.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Di 3. Aug 2021, 16:18

Mein Blick schweifte zu Dart und ich erwiderte den seinen einige Momente lang, als er sich in meiner Nähe ans Feuer setzte und wir beide es uns mehr oder weniger bequem machten. So wie jetzt konnten die Dinge gern bleiben. Noch besser wäre es natürlich, Dart würde sich wieder an mich erinnern... Aber trotzdem gab ich mich gern der Illusion hin, wie angenehm es war, hier mit ihm zusammen einfach zu sitzen. Ohne Probleme, ohne die Monster, ohne... Nun ja.
Leider wusste ich nur zu gut, dass die Dinge so einfach nicht waren. Aber so lange das hier andauerte, versuchte ich es zu genießen, soweit es ging.
Ich schwieg ebenfalls und hatte auch nicht das Bedürfnis, die Stille zwischen uns zu unterbrechen. Es war keine unangenehme oder geladene Stille. Wenn nicht der drohende Schatten unserer tausend Probleme über uns hängen würde, wäre es sogar eine friedliche, angenehme Stille. Aber so wie die Dinge nunmal standen, konnte ich bald den Gedanken an die Nacht nicht mehr beiseite schieben und nahm mit wachsender innerlicher Unruhe das Schwinden des Tages wahr. Ich war ein wenig müde, aber ich wusste, dass ich jetzt nicht schlafen konnte. Außerdem meldete sich mein Hunger langsam deutlicher, aber auch das war jetzt keine gute Idee mehr, das wusste ich. Jetzt gab es leider nur noch das Warten. Das was ich am meisten hierdran hasste.
Als die Sonne begann hinter dem Horizont zu verschwinden, stand ich auf und warf Dart einen Blick zu, ehe ich ein paar Schritte vom Feuer wegtrat. Meine Schwanzspitze zuckte unruhig. Ich konnte nicht länger stillsitzen, und außerdem war es keine gute Idee, so nahe beim Feuer zu bleiben. Und ich konnte auch darauf verzichten, dass Dart mir bei der Verwandlung zusah, auch wenn das natürlich nicht zu vermeiden war.
Ich schlenderte ein wenig vom Feuer weg und ein Stück um den großen Baum herum, sodass ich immer noch in dessen Nähe blieb, aber nicht mehr ganz so nah beim Feuer und bei Dart, sofern er denn dort blieb. Diese letzten paar Minuten waren immer am schlimmsten. Wenn ich wusste, dass es jeden Moment soweit sein konnte, dass es gleich schrecklich und unerträglich werden würde, und ich doch nichts dagegen tun konnte. Mir wäre es lieber, nicht zu wissen wann es passierte. Die Erwartung machte alles noch schlimmer.
Und letztendlich war es dann soweit. Ich spürte es ein paar Augenblicke bevor es losging; bevor ich ins Gras sank und begann zu keuchen und mich bald vor Schmerzen auf dem Boden wand und zusammenkrümmte, als sich mein Körper zu verändern begann, während gleichzeitig um uns herum die Portale geöffnet wurden und die Ungeheuer in unsere Welt entließen. Doch davon bekam ich nichts mehr mit.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Do 12. Aug 2021, 19:34

Die Stille zwischen Farûna hielt an und irgendwann fiel sie auch mir auf. Doch als ich den Kopf und den Blick etwas hob und sah, dass die Füchsin selbst entspannt dort saß, blieb am Ende mein Schweigen, weil es in Ordnung so war, sogar halbwegs angenehm. Zumindest solange meine Gedanken sich nicht in eine bestimmte Richtung bewegten und ich zu genau darüber nachzugrübeln begann, was als nächstes geschehen würde.
Oder vielmehr als übernächstes, denn was als erstes kam, war klar. Farûna würde ihre Gestalt wechseln und vielleicht würde auch ich dann wieder verschwinden. Die Monster würden mit der herannahenden Nacht wieder auftauchen und die nächste dunkle Phase der Tage würde unsere nächsten Stunden nicht gerade angenehm und ruhig gestalten. Erneut sah ich auf, als Farûna aufstand und sich vom Feuer entfernte. Ihre innere Unruhe war ganz leicht zu spüren. Ich wusste, warum sie um den Baum herum ging und aus meinem Blickfeld verschwand. Sie wollte alleine sein, wenn es passierte. Wahrscheinlich war das nicht mal unbedingt nur ein Instinkt, den jedes Tier hatte; sich zurückziehen, wenn es geschwächt und verwundet war oder sich in eine Situation begeben musste, in der es verwundbar war. Sicher wollte niemand, dass andere ihm bei so etwas zusahen, während er am Boden lag und sich in Schmerzen wand.
Es reichten schon die Geräusche, die sie wenig später hören ließ, um alles auszusagen. Es musste höllisch wehtun. Aber ich wusste, dass Farûna niemanden dabeisitzen haben wollte, der ihr gut zuredete oder ihr den Kopf und die Schulter tätschelte. Deshalb blieb ich sitzen und lauschte nur. Auf sie, aber auch auf die Umgebung, um vorgewarnt zu sein, falls eins oder mehrere von den Viechern in der Nähe auftauchen und eine unmittelbare Gefahr für sie darstellen sollte. Doch die Geräusche von irgendwelchen Monstern schienen weiter weg zu sein und die von der Füchsin verstummten bald, sodass ich mich dann doch erhob. Ich kramte ihre Kleidung hervor und ging zu ihr, hockte mich neben sie und wartete, bis sie wieder soweit beisammen war, dass sie sich bewegen konnte.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Fr 13. Aug 2021, 20:41

Verständlicherweise dachte ich gar nicht mehr an Dart, sobald das ganze angefangen hatte und in meinem Kopf kein Platz mehr für weitere Gedanken war, außer dem einen, dass es nur aufhören sollte. Egal wie oft ich sie durchmachte, jedes Mal schien die Verwandlung noch schlimmer, noch unerträglicher zu sein als das letzte Mal - auch wenn das vermutlich nur Einbildung war. Und wie so oft fragte ich mich schließlich, als die Schmerzen langsam nachließen und die noch krampfenden Muskeln des zitternden Menschenkörpers sich langsam beruhigten, wie oft mein Körper - oder mein Geist - das ganze wohl noch mitmachen würde. Nach diesen Momenten, in denen ich am liebsten sterben würde, war die Erleichterung zwar unbeschreiblich, aber trotzdem getrübt von den Überlegungen, wie lange das so noch weiterging. Und was geschah, wenn sich daran nicht bald etwas änderte...
Meine zuckenden Ohren bemerkten Dart, bevor ich seine Anwesenheit bewusst wahrnahm. Ich keuchte immer noch voller Erschöpfung und hatte die Augen geschlossen, lag so zusammengekrümmt auf dem Boden wie ich war, nur jetzt endlich entspannter, nachdem es vorbei war. Es dauerte auch noch einige Momente, bis ich wieder soweit bei mir war, dass ich mehr als nur einen kurzen Gedanken an meine Umgebung verschwenden konnte: Ich bin nicht allein. Und die Monster können mir nichts anhaben.
Es war eine Mischung aus Erleichterung, weil ich nicht in diesem Zustand schon um mein Leben kämpfen musste, und einem Rest Scham, dass mich irgendjemand so sah. Doch wie ich schon so oft festgestellt hatte, hatte mein Stolz in den letzten Wochen deutlich gelitten. Ich war einfach erleichtert, dass es vorbei war. Für jetzt.
Schließlich blinzelte ich und drehte den Kopf ein wenig, sodass ich die Gestalt sah, die neben mir saß. Es war wirklich Dart. Mein noch etwas verschwommener Blick huschte nur kurz hinauf zu seinem Gesicht, denn das war gerade noch zu anstrengend. Ich atmete einmal tiefer aus und schloss die Augen wieder. Man, war ich müde...
"Du bist noch da...", sagte ich leise. Zum Lächeln hatte ich keine Kraft und mir war gerade auch nicht danach. Aber ich war trotzdem froh.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Mi 25. Aug 2021, 20:24

Ich machte nicht auf mich aufmerksam, während ich darauf wartete, dass Farûna sich wieder etwas beruhigte und hoffentlich auch ihre Schmerzen nachließen. Ich beobachtete sie auch nicht, während ihre angestrengten Atemzüge die Dunkelheit durchschnitten und auch über das Rascheln von Laub über uns und den übrigen Nachtgeräuschen gut zu hören waren. Für mich sowieso. Genauso wenig wie ich gewollt hätte, dass mich jemand bei so einer Verwandlung beobachtete, hätte ich gewollt, dass man mich anglotzte, während ich versuchte, mich wieder zu sammeln. Deshalb tat ich es selbst nicht.
Erst, als sie sich etwas regte und mich anschaute, glitt mein Blick zu ihr. Sie hatte recht. Ich war noch da. Ich hatte mich nicht zeitgleich mit ihr verwandelt - ode vielmehr die Plätze mit der Schlange getauscht, die ich noch nie in meinen Erinnerungen gesehen hatte und von deren Menschengestalt ich nur einige wirre Zettel zu lesen bekommen hatte. Ich nickte leicht, lächelte aber selbst auch nicht. "Ja", sagte ich dann und zog die Kleidung, die ich ihr mitgebracht hatte, etwas im Schoß zurecht. Einerseits, um sie zu ordnen, andererseits, um Farûna darauf aufmerksam zu machen, damit sie sich überlegen konnte, ob bzw. wann sie genug Kraft gesammelt hatte, um sich zu bewegen und sich was wärmeres anzuziehen als nur die Menschenhaut ohne Fell.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » So 29. Aug 2021, 17:03

Mir waren die Augen schon wieder zugefallen, aber ich atmete erleichtert aus. Gut... Ich merkte gar nicht, ob ich das Wort wirklich aussprach oder nur dachte, aber wahrscheinlich war nicht wirklich ein Ton von mir zu hören. Und es war ja auch egal. Ich war auch noch etwas zu benommen, aber jetzt erholte ich mich langsam und öffnete auch die Augen wieder. Meine Ohren drehten sich und fingen Geräusche von einem oder mehreren der Ungeheuer auf, aber ich konnte noch nicht abschätzen, wie nah es war. Nur dass es offensichtlich nicht in unmittelbarer Nähe war.
Dart hatte meine Kleidung mitgebracht, und mir war tatsächlich ziemlich kalt, aber ich streckte erstmal nur die Hand aus und zog den Wollpullover zu mir herüber und über mich, weil ich noch nicht wirklich die Kraft hatte aufzustehen. Ich musste aber, das wusste ich. Wer wusste schon, wie lange wir hier noch in Ruhe sitzen konnten.
Bevor ich mich aufsetzte, drehte ich aber den Kopf und sah mir die Bisswunde an meiner Schulter noch einmal an, die mit der Verwandlung an manchen Stellen wieder leicht zu bluten angefangen hatte, aber zum Glück nicht viel. Sie sah deutlich besser aus als am Anfang, aber immer noch sehr unschön. Wahrscheinlich wäre ein neuer Verband auch nicht schlecht. Wahrscheinlich wusste Dart nichts von dem Verbandszeug in der kleinen Tasche, und ob er sie mitgebracht hatte wusste ich gerade nicht, aber erstmal war es wichtiger, dass ich überhaupt auf die Beine kam. Und dabei war ich trotz allem froh, ihn in meiner Nähe zu haben. Denn wehren konnte ich mich so noch nicht groß.
Schließlich riss ich mich zusammen und sammelte meine Kräfte, um mich auf dem Boden abzustützen und mich aufzusetzen. In meinem Kopf drehte sich alles und ich schloss die Augen wieder, während ich langsam den Pulli über meine unverletzte Schulter legte, damit es nicht so kalt war. Half natürlich nicht viel. Ich fröstelte trotzdem.
"In der kleinen Bauchtasche ist Verbandszeug", sagte ich leise und warf einen Blick zu Dart. "Ich glaub ich könnte einen neuen gebrauchen." Vor allem damit der Stoff nicht auf der Wunde schabte.

(ich glaube zumindest dass sie es in die Tasche gepackt hatten... ansonsten halt ne andere^^')
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Dart » Sa 4. Sep 2021, 19:43

Ich drehte etwas den Kopf mit dem einen Ohr in die Richtung, aus der die Monster zu hören waren, während Farûna sich regte und aufsetzte. Mein Blick blieb dabei auf sie gerichtet. Ich reichte ihr den Wollpullover, als sie sich anschließend danach streckte. Ihrem Augenmerk folgte ich zu ihrer Bisswunde, von der frischer Geruch nach Blut zu mir herüberwehte. Es war für sie wirklich nicht gerade toll, dass die Verletzung nicht nur entzündet gewesen war, sondern ihre Verwandlungen sie auch immer wieder etwas aufrissen, wodurch sie noch mal länger brauchte, um richtig zu heilen.
Außerdem war nicht gesagt, dass ich immer so gelassen bleiben würde, wenn ihr Blutgeruch mir in die Nase kroch.
"Ich hol sie", sagte ich bei ihren Worten und erhob mich auch schon. Keinen Moment später war ich mit der kleinen Tasche wieder zurück, setzte mich nun etwas näher zu der zweibeinigen Füchsin und kramte in dem kleinen Täschchen nach einem neuen Verband und einer Kompresse. Wenn sie meine Hilfe haben wollte, würde ich ihr ohne nachzufragen den alten Verband abwickeln und mich darum kümmern, dass der neue ordentlich und straff auf die Wunde kam. Um letzteres auf jeden Fall, denn nicht mal ich könnte mir die eigene Schulter irgendwie besonders effektiv selbst verbinden.
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Re: Wiesenlandschaft

Beitragvon Farûna » Fr 10. Sep 2021, 17:31

Ich hatte kaum Zeit zu nicken, was mir gerade sowieso wieder leicht schwummerig werden ließ, ehe Dart schon mit der Verbandstasche zurückkam und das passende Zeug heraussuchte. Von dem alten Verband war nach meiner Verwandlung in meine normale Gestalt sowieso nichts mehr übrig geblieben, sodass ich mir gleich die Wundsalbe greifen und vorsichtig etwas auf die Wunde schmierte. Das machte ich dann doch lieber selbst, auch wenn ich bei dem Verband auf jeden Fall Hilfe brauchen würde. Obwohl es immer noch echt wehtat, merkte ich schon deutlich, dass es besser geworden war. Und ich konnte mich auch besser bewegen. Aber diese ständigen Verwandlungen waren für die Wundheilung natürlich alles andere als gut.
Ich schwieg währenddessen, auch als ich mit der Salbe fertig war und damit begann, mir einen neuen Verband zu wickeln, aber natürlich konnte ich das alleine nicht so richtig und Dart war auch glücklicherweise sofort dabei, um mir zu helfen, ohne dass ich ihn darum bitten musste. Es war unangenehm genug, ständig auf Hilfe angewiesen zu sein. Noch schlimmer war es aber, auch noch darum bitten zu müssen. Für mich jedenfalls. Daher war ich ganz froh, dass Dart es einfach tat. Und ich überließ ihm auch schnell alles, da er das sowieso viel besser hinbekam als ich und der Verband bei ihm deutlich fester saß - auch weil ich gar nicht wusste, wie man die Enden verknotete.
Jedenfalls hatte ich Zeit, mich so noch ein wenig zu fangen, und als Dart mit dem Verband fertig war, zog ich mir vorsichtig den Pulli über den Kopf und wühlte mich durch den Stoff hindurch. Auch das klappte inzwischen besser, aber bei meinen Flügeln brauchte ich trotzdem noch Hilfe. Auch die Hose war nicht ganz so einfach, da ich dafür ja irgendwann auch aufstehen musste. Letztendlich aber war ich fertig angezogen und auch wieder besser beisammen, sodass ich den Blick zu dem großen Baum hinauf hob. Der Lichtschein hinter dem Stamm verriet, dass das Feuer noch brannte - aber ich spürte es auch.
Jetzt, in dieser ungelenken Gestalt, war ich tatsächlich nicht mehr so sicher, ob das mit dem Baum klappen würde. Außerdem war ich echt müde...
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