Das verlassene Dorf




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Es liegt auf der Wiese am Waldrand, umgeben von Feldern, und ist nur sehr klein. Auch von hier wurden die Menschen nach Kapua evakuiert, doch obwohl viele Häuser durch die Monster zerstört wurden und es keinen Strom gibt, finden manche Yokai hier Schutz und ein Dach über dem Kopf - wenn auch keine Sicherheit vor den Monstern.

Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » So 13. Okt 2019, 17:23

Auch ich schloss nach einer Weile die Augen und entspannte mich weiter, bis ich wieder fast hätte einschlafen können. Es war gerade richtig angenehm so, in der Wärme und mit dem prasselnden Feuer und das alles... Vielleicht sollte ich mich wirklich mal eine Weile hinlegen. Die nächste Nacht würde auch nicht auf sich warten lassen...
Nach einer Weile begann das Feuer langsam wieder kleiner zu werden und auch nicht mehr so viel Wärme abzustrahlen. Kalt war es noch immer nicht, aber es wurde wohl Zeit, das Feuer wieder zu füttern.
Dart war es dann auch, der das irgendwann von sich aus ansprach. Zwischendurch hatte ich die Augen ab und an ein wenig geöffnet und schloss sie dann wieder. Jetzt öffnete ich sie und sah in die Flammen.
"Hmm... Wäre wohl demnächst nicht schlecht, wenn wir es noch eine Weile haben wollen", meinte ich leise, wie um die Stille nicht zu stören. Meine Mundwinkel zuckten leicht nach oben, für einen Moment. Ich drehte den Kopf und sah Dart diesmal wirklich an, aber auch ich rührte mich nicht von der Stelle. Nunja, ich war ja auch nicht diejenige, die sich auf die Suche nach Holz machen würde... Aber ich hatte auch nichts dagegen, dass Dart nicht sofort Anstalten machte aufzustehen. Zur Not konnte ich das Feuer auch am Leben halten, oder es wieder rufen, wenn es ausging. So weit würde es schon nicht kommen.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Mo 14. Okt 2019, 09:55

Von Farûna bekam ich zwar eine Zustimmung, aber da sie sich nicht regte und mir den Flügel nicht entzog, fühlte ich mich auch dank ihrer Formulierung nicht direkt dazu aufgefordert, mich sofort auf den Weg zu machen. Lust hatte ich auch nicht so ganz, mein Körper war ein wenig heruntergefahren und ich spürte so eine angenehme Schwere in den Gliedern, die möglicherweise dem Zustand gar nicht unähnlich war, bevor ein Lebewesen einschlief. Deshalb vergingen noch ein paar Minuten, in denen ich mich mit einem leisen Seufzen auf den Rücken drehte und die Hand tauschte, die mit Streicheln beschäftigt war. Doch irgendwann war es dann soweit und ich zog auch die zweite Hand langsam zurück und setzte mich auf.
Das Feuer hatte an Helligkeit abgenommen und stattdessen glomm nun einiges an Holzkohle im Ofen. Ich saß einen Moment lang so da und betrachtete nachdenklich die Hand, die gerade noch das Gefieder gestreichelt hatte, rieb den Daumen kurz über die Fingerspitzen und erhob mich dann. “Vielleicht hab ich Glück und ich find direkt am Haus was“, sagte ich und nahm dabei den Metallkorb an mich, weil ich einen anderen hier nicht sah.
Mein Weg führte mich danach wieder nach draußen und ich stellte fest, dass der Tag langsam fortschritt. Es war jedenfalls längst Nachmittag und das Licht veränderte sich zu leicht rötlich. Viel Lust auf eine weitere Nacht mit den Viechern hatte ich an sich nicht, aber natürlich war es in dem Sinne auch weiterhin praktisch, dass ich Ablenkung hatte. Wobei auch das Gefiederstreicheln eben ausgereicht hatte, um mich ein bisschen ruhigzustellen, obwohl es an sich gar keine Konzentration forderte, die mich hätte ablenken können. Nun, ich wollte mich nicht beschweren.
An der Rückseite des Hauses fand ich einen mit einer Plane abgedeckten offenen Verschlag, unter dem sich tatsächlich noch einiges an Feuerholz fand. An einer Seite waren die Scheite heruntergefallen oder vielleicht auch heruntergerissen worden, wenn ich mir die Spuren an der Plane so ansah. Ich packte den Metallkorb voll und legte noch ein bisschen was obendrauf. Zu schwer wurde mir das ja nicht so schnell und so hielt das ganze etwas länger.
“Willst du auch noch was essen?“, fragte ich Farûna, als ich wieder hereinkam und den Korb schräg vor ihr abstellte, sodass sie sich drum kümmern konnte, neues Holz in den Ofen zu legen.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Mo 14. Okt 2019, 19:09

Als Dart auch in den nächsten Momenten keine Anstalten machte, aufzustehen, wandte ich den Blick wieder nach vorne und nur mein eines Ohr blieb in Darts Richtung gedreht, als ich mitbekam wie er sich wieder etwas drehte und offenbar die Hand wechselte. Er hörte jedenfalls nicht damit auf, durch mein Gefieder zu fahren. Schon seltsam...
Ich war kurz davor, die Augen wieder zu schließen, öffnete sie aber doch wieder, als Dart sich nach kurzer Zeit schließlich aufsetzte. Ich sah zu ihm und hinab auf seine Hand, die er so betrachtete als wüsste er selbst nicht genau, warum er das eben gemacht hatte, aber ich sagte nichts. Auch auf seine Worte hin nickte ich einfach. Kurz darauf war er schon mit dem Korb verschwunden und ich hörte die Eingangstür.
Ich wandte mich wieder dem Feuer zu, das langsam wieder etwas Ermunterung brauchte, um nicht noch weiter auszugehen. Das Glühen verstärkte sich ein wenig und ich öffnete schonmal die Klappe, einerseits weil wir gleich Holz nachlegen würden, und andererseits um ein wenig näher beim einschlafenden Feuer zu sein, als ich mich leicht nach vorne zu ihm neigte. Es würde nicht ganz ausgehen, nicht so lange ich da war.
Bis Dart zurück kam dauerte es auch gar nicht lange, und als ich die Tür wieder hörte richtete ich den Oberkörper wieder auf und wandte mich ihm zu. Er war offensichtlich fündig geworden und stellte den Korb in meiner Nähe ab, mein Blick blieb aber wegen seiner Frage noch auf ihn gerichtet.
"Hm, wäre wohl gar nicht schlecht", meinte ich, denn ich spürte durchaus auch wieder etwas Hunger. Der Körper hatte sich einfach schon daran gewöhnt, so schrecklich wenig zu essen in den letzten Wochen... Aber ich wusste, dass ich wieder zu Kräften kommen musste, und jetzt konnte ich das ja auch endlich. Ich griff nach einem der Holzscheite und legte ihn in den Ofen.
"Vielleicht können wir diesmal sogar was Warmes machen", meinte ich und grinste leicht. Konnte nun wo Feuer da war ja nicht so schwer sein. Mir machte es zwar nicht so viel aus, kalt zu essen, aber warm wärmte es eben auch, und schmeckte tatsächlich auch besser, soweit ich wusste jedenfalls. Ich schob einen zweiten Holzscheit hinterher, während eine kleine Flamme bereits an dem ersten leckte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Di 15. Okt 2019, 17:16

Ich warf bei ihrer Überlegung dem Ofen einen Blick zu. Leider war es so ein Ding, das man sich hauptsächlich zur Zierde hingestellt hatte, sodass man obendrauf schon mal keinen Topf abstellen konnte. Aber vielleicht konnte man ja auch einfach so eine Dose öffnen und sie in die Glut stellen, solange nicht der ganze Ofen wieder vom Feuer erfüllt wurde. Wortlos verschwand ich noch einmal und holte die Tasche mit dem Essenszeug aus dem Schlafzimmer herüber, damit Farûna sich etwas aussuchen konnte. Auch den Dosenöffner hatte ich für den Fall der Fälle wieder dabei.
"Wir müssen die Dose dann nur irgendwie wieder aus dem Feuer kriegen. Einen Topf kann man oben drauf ja nicht abstellen." Aber mit einem Handtuch oder vielleicht der Feuerzange klappte das schon irgendwie. Ich stellte die Tasche neben der Füchsin ab, damit sie sich was herausholen konnte, worauf sie am ehsten gerade Lust hatte. Mir konnte sie ja nichts wegessen.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Di 15. Okt 2019, 18:34

Anstelle einer Antwort verschwand Dart dann nach einem Moment und kehrte kurz darauf mit der Tasche zurück, in der er das ganze Essen mitgebracht hatte. Mein Blick huschte von ihm, als er zurückkam, bei seinen Worten wieder zum Ofen. Natürlich hatte ich keine Ahnung vom Kochen, aber es machte schon irgendwie Sinn, das Essen so nah wie möglich am Feuer zu haben, und da hier eben alles in diesen Dosen war, hatte Dart mit seinem Einwand wohl recht.
"Kriegen wir schon hin. Denke ich. Ich hab sowas noch nie gemacht", meinte ich und warf Dart einen Blick zu. Konnte er sich natürlich denken, dass ich keine Ahnung von dem ganzen hatte. Aber so schwer konnte das ja nicht sein, oder? Man musste nur aufpassen, dass es nicht verbrannte.
Ich wandte mich halb vom Ofen ab, um mich der Tasche zuzuwenden. Viele von den Dingen auf den Bildern sagten mir nichts oder zumindest nicht viel, aber nach kurzem Suchen fand ich einen Eintopf, der so aussah als wären verschiedene Sachen darin, und das schien ganz in Ordnung. Ich wusste nicht worauf ich Hunger hatte, weil mein Magen mit dieser Verwandlung immer furchtbar durcheinander war und ich gar nicht wusste was ich essen sollte. Rohes Fleisch, was mir normalerweise wunderbar genügt hätte, hatte in dieser Gestalt irgendwie keinen Reiz mehr. Und da ich so vieles andere nicht kannte, und zudem mein Verstand meines wahren Ichs noch in mir war, fiel es mir etwas schwer zu sagen, was gut war. Nur Grünzeug würde ich wohl nicht anrühren. Ich war ja kein Kaninchen...
"Probier ich halt das hier mal", sagte ich und hielt ihm die Dose hin. Einiges da drin schien zwar auch Gemüse zu sein, aber das war bei dem Fleischgericht gestern auch gewesen, und so schlecht war das in der Mischung gar nicht. Und auch ein Fuchs sagte nicht Nein zu Beeren oder Früchten.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Di 15. Okt 2019, 19:39

Ich beobachtete Farûna dabei, wie sie in den Sachen kramte und sich nach einem Moment einen Eintopf aussuchte, in dem sich neben Kartoffeln und Gemüse auch Fleisch fand. War vermutlich ganz gut, wenn sie von allem etwas bekam. Vitamine fand man da drin zwar vermutlich nicht mehr viele, aber Hauptsache ihr Körper bekam Energie.
Dass sie mir offenbaren würde, so etwas noch nie gemacht zu haben, fand ich nun, da ich ja um ihre Geschichte wusste, gar nicht mehr weiter verwunderlich, aber ich war gerade auch nicht mehr so sicher, wie wir das am besten hinbekamen. Jedenfalls nahm ich erst mal die Dose entgegen und fummelte einige Sekunden lang an dem Papier außen an der Dose herum, weil uns das im Feuer ja eh nur abfackeln würde und ich nicht glaubte, dass es so schön war, wenn gleich das äußere der Dose brannte. Auch wenn das Metall schlimmeres ja verhinderte. Danach öffnete ich die Dose mit dem Dosenöffner und hielt das ganze dabei so, dass Farûna es sich noch mal ansehen konnte.
Mit dem Umrühren, damit es gleichmäßig heiß wurde und nicht anpappte, würde es wohl auch nicht so klappen, aber... Na, probierten wir es einfach mal aus. Ich hob die Dose und schob sie in den Ofen, sodass sie ganz am Rand stand und ich mir nicht gleich die Hand verbrannte - und die Dose selbst nicht im Feuer stand, sondern eher in der Glut und Asche vom vorigen Holz, das schon verbrannt war. "Ich hol mal ein Handtuch und so", sagte ich dann, damit wir was hatten, wie wir die Dose rausholen und gut festhalten konnten. Das versprach irgendwie sicherer zu sein als mit einer Feuerzange, wo man am Ende die heiße Dose noch fallen ließ und einer von uns sie über die Beine oder in den Schoß bekam.
Ich kam mit einem Handtuch und einem Untersetzer und außerdem noch einem frischen Löffel aus der Küche wieder und setzte mich dann zurück zu Farûna. Hieß jetzt nur noch warten.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Mi 16. Okt 2019, 14:12

Bevor Dart die Dose öffnete, kratzte er zuerst noch das bunte Papier außenherum ab, woran ich auch nicht gedacht hätte, was aber ja Sinn machte. Wir wollten ja nicht dass die Dose abfackelte. Wobei ich ganz sicher nicht pingelig war bei dem ganzen, aber war ja auch egal. Mit gespitzten Ohren beobachtete ich, wie Dart mit diesen Gerät die Dose bearbeitete. Sie drehte sich, und dabei schien wie von ganz allein der Deckel gelöst zu werden. Das sah ja fast schon zu einfach aus... Ich glaubte jedenfalls nicht, dass ich es auch so einfach hinbekommen würde.
Wie auch immer, hauptsache das Ding ging auf und ich kam an etwas zu Essen. Mein Hunger machte sich durchaus wieder bemerkbar, der Tag war ja auch ganz schön vorangeschritten. Außerdem wusste ich, dass ich zu Kräften kommen musste, vor allem wenn die Nacht nahte. Dart schob die Dose in den Ofen an dessen Rand und ich nickte bei seinen Worten noch einmal, auch wenn ich zuerst nicht so recht wusste was er mit einem Handtuch wollte. Nachdem ich einige Momente lang die tanzenden Flammen beobachtete, die sich in dem blanken Metall spiegelten, vermutete ich dass es wohl war, damit er sich nicht die Finger verbrannte. Oder ich, oder wer auch immer. Das Feuer selbst würde ich schon zurückhalten können, aber die Hitze natürlich nicht.
Ein paar Momente später kam Dart mit ein paar Dingen zurück und setzte sich zu mir. Der Duft von Essen hatte sich bereits unter den Feuergeruch gemischt, aber bis es warm war, mussten wir wohl noch ein wenig warten.
"Schmeckt dir dieses Menschenessen eigentlich nicht? Oder verträgst du es nicht?", fragte ich nach ein paar Augenblicken und sah zu Dart, teils um die Zeit zu überbrücken, teils aber auch einfach weil ich gerade darüber nachgedacht hatte und es mich interessierte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Mi 16. Okt 2019, 18:22

Ich legte das Handtuch zur Seite, behielt aber den Löffel in der Hand und musterte ihn einen Moment lang nachdenklich als wäre mir noch nie aufgefallen, was für ein komisches Werkzeug das eigentlich war. Ich hielt ihn zwischen Zeigefinger und Daumen recht weit am oberen Ende und ließ ihn ein bisschen wippen bei Farûnas Frage.
"Beides irgendwie, denke ich", antwortete ich ihr und warf ihr einen kurzen Seitenblick zu, ehe mein Augenmerk sich wieder ins Innere des Ofens hob. "Ich würde ein paar Sachen vertragen, Fleisch zum Beispiel, aber es gibt auch vieles, womit ich nicht so klarkomme. Und ich brauche es auch nicht und das meiste schmeckt mir nicht." Rohes Fleisch war in Ordnung. Aber alles, wo irgendwie Gewürze dran waren oder wobei es sich um zuckerhaltige Lebensmittel handelte - oder um fettige -, da ließ ich lieber die Finger von, wenn ich keine Magenkrämpfe bekommen oder sonstige Reaktionen drauf zeigen wollte.
"Mir kann auch nichts anderes Blut ersetzen. Nicht mal Tierblut wirklich." War zwar nicht unbedingt nötig, das Farûna zu sagen, aber vielleicht war es auch nur fair, wo sie immerhin schon als Blutspenderin fungiert hatte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Do 17. Okt 2019, 13:56

Mein Blick blieb auf Dart gerichtet und ich hatte die Ohren zu ihm gespitzt, während er antwortete. Es machte schon irgendwie Sinn, Fleisch war ja nicht soooo weit von Blut entfernt, wenn man es mal so betrachtete. Was ich nicht so ganz verstehen konnte war, dass Tierblut ihm nicht viel weiterhalf. Er hatte es ja heute Morgen schon angedeutet, als es darum gegangen war, aber irgendwie war ja alles Blut. Fand ich zumindest. Und ich fand auch nicht, dass sich Tier- oder Menschenblut groß voneinander unterschieden. Auch ich hatte schon beides im Maul gehabt.
"Hmm", machte ich dann auch, eher als Zeichen der Kenntnisnahme und dass ich darüber nachdachte, als dass ich damit etwas aussagen wollte. Dass es für ihn ein Unterschied war, musste wohl irgendwie mit seiner Natur zusammenhängen, wie auch immer. Wenn man so darüber nachdachte: ein Mensch konnte auch nicht den Geruch eines Kaninchens von dem eines Wolfs unterscheiden - ich schon, mit Leichtigkeit. Musste wohl so ähnlich sein.
Dart war eben auch ein Raubtier. Und so wie ich mir nicht vorstellen konnte, Grünzeug zu essen, konnte ich mir das auch bei Dart nicht so wirklich vorstellen. Die Vorstellung brachte mich sogar ein wenig zum Lächeln und ich sah wieder ins Feuer.
"Wie oft musst du eigentlich trinken?", fragte ich dann, als mein Lächeln bereits wieder verblasst war. Ich konnte mich nicht erinnern, ob er mir das schonmal gesagt hatte. Aber bisher war ich ja auch nie in sein 'Beuteschema' gefallen... oder war die einzige Nahrungsquelle weit und breit. Brr! Das klang für einen Fuchs wie mich schrecklich.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Do 17. Okt 2019, 17:31

Ich hätte Farûna ihre stumme Frage, warum ich nicht von Tierblut leben konnte, nicht beantworten können. Sicher ware ein Großteil der Bestandteile in menschlichem und tierischem Blut gleich, es müsste beides ähnlich nahrhaft - oder eher weniger nahrhaft für andere Wesen - sein. Ich konnte mich mit Tierblut auch irgendwie über Wasser halten, jedenfalls länger als wenn ich gar nichts trank. Aber es reichte nicht, der Durst schwand nie ganz und irgendwann ging es dann eben auch nicht mehr. Ich hatte das noch nie lang genug ausprobiert, aber ich wusste es instinktiv. Genauso wie ein Fleischfresser wusste, dass er mit Grünzeug nicht überleben würde, auch wenn das möglicherweise andere Gründe hatte.
"Alle paar Tage mal. Kommt darauf an, wie anstrengend die Dinge sind, die ich tue, oder ob ich verletzt werde oder nicht", antwortete ich auf Farûnas laut geäußerte Frage und warf ihr einen Seitenblick zu. Natürlich würde sie diese Nachricht nicht begeistern, aber immerhin sagte ich nicht "dreimal am Tag". Das würde sie allerdings auch nicht überleben.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 18. Okt 2019, 13:55

'Alle paar Tage' klang ja immerhin schon besser als 'jeden Tag', was ich bereits befürchtet hatte... Ob ich in zwei oder drei Tagen allerdings wieder erholt genug war, um das ganze wieder über mich ergehen zu lassen, da war ich mir nicht so sicher. Außerdem hatte ich wirklich keine Lust, alle paar Tage so am Ende zu sein wie jetzt. Und ob der Körper die Krankheit so schnell loswurde, wenn Dart mir dauernd Blut abzapfte, bezweifelte ich ja auch. Ich warf ihm einen Seitenblick zu. Nein, begeistert war ich ganz und gar nicht, aber ich hatte schon Schlimmeres befürchtet.
"Dann müssen wir dir wohl bald ein paar andere Freiwillige finden", meinte ich, wobei mein einer Mundwinkel leicht in die Höhe zuckte. Wobei diese anderen höchstwahrscheinlich natürlich nicht ganz so freiwillig bei der Sache waren, aber das konnte uns ja egal sein. Das Problem war nur, keiner von uns hatte bisher einen anderen Zweibeiner getroffen, seitdem das mit den Monstern angefangen hatte. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen dass alle tot waren, aber... die Menschen hier mussten jedenfalls entweder tot oder geflohen sein.
Daher hielt mein schiefes Lächeln auch nur kurz, denn mir war klar, worauf das ganze wohl hinauslaufen würde. Und ich freute mich nicht darüber.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Sa 19. Okt 2019, 11:29

Meine Mundwinkel zuckten leicht, aber so ganz amüsant war die Sache eigentlich nicht, daher bekam sie auch kein richtiges Lächeln, geschweigedenn ein freudiges. Mir tat Farûna zwar nicht leid, ich konnte jedoch auch gut darauf verzichten, ihr jedes Mal am Arm zu hängen. Sie hatte es ohnehin schon nicht wirklich freiwillig über sich ergehen lassen, sondern nur, weil sie keine Wahl hatte. Und guttun würde es ihr auch nicht, wenn ich immer ihr Blut trank. Ich konnte zwar auch ein wenig damit haushalten und es hinauszögern, doch ich hatte ja nicht unbedingt Einfluss darauf, ob in der nächsten Zeit irgendwas geschehen würde, das mich dazu zwang, meine Energie darauf zu verschwenden. Davon mal abgesehen kamen ja nachts immer diese Viecher raus, und die erledigte man lieber, bevor sie hier reinspazierten. Farûna war ja momentan auch noch keine große Hilfe dabei, sie umzulegen.
Ich fuhr mir mit der Hand über das Gesicht. "Wenn dieses Karchkun nicht ein paar Zweibeiner hat, die sich eignen, dann hast du ein Problem." Und auf kurz oder lang auch ich. Außerdem waren wir ja auch erst mal noch hier, bis es Farûna besser ging. Wenn wir jetzt in die Berge aufbrachen, würde das ihrer Gesundheit sicher nicht zuträglich sein. Natürlich könnte ich sie auch tragen, aber darauf hatte ich nicht unbedingt Lust und sie sicher auch nicht.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Sa 19. Okt 2019, 12:25

Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass Dart sentimental wurde oder irgendetwas Nettes oder Beruhigendes sagte. Er redete es nicht schön. Es war trotzdem ernüchternd, es so ausgesprochen zu hören, denn er brachte es ziemlich auf den Punkt. Mit einer kleinen Ergänzung: ich hatte nicht erst dann ein Problem, sondern jetzt. Jetzt, so lange wir hier saßen und die einzigen größeren Lebewesen weit und breit waren, mit Ausnahme der Ungeheuer. Bis wir Karchkun überhaupt erreicht hätten, würde ich schon um mein Leben kämpfen müssen.
Es war natürlich nicht so, als hätte ich nicht schon die letzten Wochen so gut wie jede Nacht in Lebensgefahr geschwebt. Ich hatte auch keine Angst. Aber es war auf gewisse Weite bitter, dass die größte Bedrohung nicht einmal wirklich die Viecher waren, mit denen ich mich die letzten Wochen schon herumgeschlagen und irgendwie klargekommen war, sondern Dart. Nicht von heute auf morgen, aber langfristig - wenn uns nichts anderes einfiel. Oder mir, denn ich war mir nicht sicher, wie wichtig es ihm war, eine andere Lösung zu finden.
Nun. Ich war nicht jemand, der allzu viele Gedanken in Furcht verschwendete. Wir mussten eben jemanden finden. Koste es was es wolle.
Jetzt allerdings stand der Abend bevor, und vorher wollte ich noch etwas in den Magen kriegen, und außerdem hoffentlich zumindest ein paar Stunden Schlaf. Ich würde alle Kraft brauchen, die ich sammeln konnte, bevor es losging.
Ich lehnte mich ein wenig nach vorne und versuchte, einen Blick in die Dose zu werfen. Brodeln tat jedenfalls nichts da drin, und ob der feine Dunst wirklich von dem Essen kam, oder Rauch aus dem Feuer, war schwer zu sagen. Ich seufzte leise und musste davon husten. Immerhin schien der Hustenreiz tatsächlich ein wenig besser zu sein, aber gut klang und fühlte es sich immer noch nicht an.
"Vielleicht sind in der Stadt noch Überlebende", überlegte ich dann leise. "Da gibt es sicher viele Verstecke. Oder warst du schon dort?" Sie lag zwar in der entgegengesetzten Richtung... aber sie war näher als Karchkun, und nicht so schwer zu erreichen. Bis nach Karchkun würde ich es nicht schaffen, nicht so, und erst recht nicht wenn Dart alle paar Tage mein Blut trank und mich weiter schwächte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » So 20. Okt 2019, 12:45

Farûna reckte etwas den Hals, um einen Blick in die Dose werfen zu können, was mich dazu veranlasste, den mitgebrachten Löffel und das Handtuch zu nehmen. Als sie seufzte und dann hustete, öffnete ich die Ofentür und hob die Dose mithilfe des Handtuchs heraus, sodass ich mit dem Löffel kurz drin herumrühren konnte. Sonst würde das Zeug sicher nur festpappen und verbrennen. Musste ja nicht sein.
"Um ehrlich zu sein, hat mich die Mauer ein wenig abgeschreckt." Ich warf der Füchsin einen Seitenblick zu und schob die Dose dann vorsichtig zurück ins Feuer. Ich hatte die Stadt nicht umrundet, um herauszufinden, ob es ein offenes Tor gab. Aber vielleicht war die Stadt dann tatsächlich erst mal die einzige Möglichkeit für Farûna, mich zu überleben. Ja, ich wäre sogar bereit, dann freiwillig von ihr abzulassen, wenn das ganze Drumrum nicht zu lästig war.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » So 20. Okt 2019, 13:38

Ich beobachtete Dart dabei, wie er mit dem Handtuch die Dose aus dem Ofen holte und darin herumrührte. War vermutlich eine gute Idee, an die ich auch nicht gedacht hätte. An so etwas dachte ich eben nicht. Mir dauerte das ganze hier ja fast schon zu lange, aber was sollte es. Dafür stand eine warme Mahlzeit in Aussicht, die schon langsam zu duften begann.
"Hmm, ja", machte ich leise als Antwort und sah Dart dann wieder an, als er die Dose zurück in den Ofen stellte. "Ich weiß nicht wie es da aussieht oder ob man da reinkommt..." Ich selbst hatte die Stadt natürlich immer gemieden, daher hatte ich nicht so ganz darüber nachgedacht. Ich wusste nur, dass Kayle, Dart, Elise und all die anderen schon immer mal wieder dort reingekommen waren. Aber wenn man mal so überlegte: Kayle kam überall rein, und Dart hatte auch einen Schlüssel gehabt, Shenzy konnte fliegen, Elise hatte ihre Illusionen und so... Das fiel jetzt jedenfalls alles weg. Falls die Menschen noch lebten und sich dort hinter ihrer Mauer verschanzt hatten, wäre es vielleicht gar nicht so einfach da reinzukommen. Blicken lassen konnte ich mich dort sowieso nicht. Aber natürlich hatte ich keine Ahnung, ob die Monster auch dort Chaos angerichtet hatten. Andererseits konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie sich von so einer Mauer aufhalten ließen, wenn diese Löcher überall auftauchten.
Es war schon ziemlich frustrierend - und verrückt. Dart konnte natürlich auch alleine in die Stadt und sich umsehen, denn eigentlich wollte ich dort auch nicht hin. Aber Dart war im Moment der einzige der mir helfen konnte... Und ich war eben die einzige die... nunja.
Wieder seufzte ich.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Mo 21. Okt 2019, 18:15

"Hätte mich auch gewundert, wenn du als große Menschenfreundin Ambitionen gehabt hättest, da mal vorbeizuschauen", frotzelte ich und warf Farûna einen etwas trockenen Blick zu, wenn man das so bezeichnen wollte. Dann formte sich allerdings ein schiefes leichtes Lächeln auf meinen Lippen. Dann hob ich an zu schweigen, weil ich etwas nachdenklich geworden war. Große Lust hatte ich nicht, mich über oder durch eine Mauer zu kämpfen, wenn da wirklich alles dicht war, aber es konnte natürlich auch sein, dass die Mauer nicht oder nicht mehr bewacht wurde, wenn auch innerhalb der Stadt Chaos ausgebrochen war. Vielleicht war ja sogar irgendein Eingang zerstört oder defekt oder ich käme sonstwie rein.
Aber wer wusste schon, ob Farûna sich in der Zeit, die ich dafür brauchte, nicht aus dem Staub machte. Na ja, nein, eigentlich glaubte ich das nicht - mal davon abgesehen, dass sie das gar nicht konnte, weil ich sie sicher mit meinem feinen Näschen wiederfinden würde. Außer vielleicht, ich steckte dann ein paar Wochen in der Stadt fest aus irgendwelchen Gründen.
"Mal sehen. Wenn mir keine Alternative kommt, kann ich immer noch hingehen." Ich seufzte leicht und musterte den Löffel in meiner Hand einen Moment lang als überlegte ich, das dranklebende Essenszeug zu probieren. Tat ich natürlich nicht.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Di 22. Okt 2019, 11:22

Ich warf Dart einen schiefen Blick zu bei seinem Kommentar und meine Ohren zuckten leicht. Eine Antwort ersparte ich mir aber, genauso wenig wie den Hinweis, dass ich sehr wohl schon dort gewesen war. Wider Willen. Aber was regte ich mich auf. Ich wollte nicht dorthin. Obwohl es, wenn die Menschen tatsächlich tot waren, auch nicht viel anders sein konnte als hier. Andererseits konnte ich mir nicht vorstellen, dass alle Menschen tot waren... Es waren einfach zu viele.
Wie dem auch sei. Mir konnte es erstmal egal sein, ich hatte meine eigenen Probleme, für die ich eine Lösung finden musste. Und dabei steckte ich fest. Dart konnte mir nicht helfen, obwohl er der einzige war, der es vielleicht wirklich gekonnt hätte, schließlich hing das alles mit ihm zusammen. Ich wusste nicht ob Kayle mir helfen konnte. Vielleicht fiel ihm etwas ein... Aber dazu musste ich ihn erstmal finden. War ja mal wieder typisch, dass er sich nicht blicken ließ. Dabei sollte er doch merken, dass ich in Schwierigkeiten steckte...
Düster vor mich hin starrend, drehte sich mein eines Ohr wieder in Darts Richtung, als er noch etwas hinzufügte, obwohl meine Ohren natürlich nicht in der Lage waren, seine Stimme zu hören. Es geschah eher automatisch.
"Hmhmm", machte ich, halb bestätigend und halb nichtssagend. Ja, er konnte tun was immer er wollte. Und was hieß, wenn er keine Alternative mehr hatte? Wenn ich tot war, und bei mir nichts mehr zu holen? Schöne Scheiße.
Und ich saß hier fest und blickte in jeder Richtung nur meinem Untergang entgegen.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Di 22. Okt 2019, 14:27

Na, ich hatte ja nicht gesagt, wenn ich keine Alternative mehr hatte, sondern nur, wenn keine mehr kam. Klar, vielleicht würde Farûna im Laufe dessen dann draufgehen – aber es war jetzt auch nicht so als plante ich das fest oder als wäre ich nicht bereit dazu, mir was anderes zu suchen. Wenn es sich irgendwie für mich anbot.
Aber sagen tat sie ja nichts dazu, sodass ich sie nicht halb-beschwichtigen konnte. Von mir kam nichts mehr und ich schloss zwischendurch für ein paar Sekunden die Augen, ehe ich dann irgendwann wieder nach dem Handtuch griff und die Dose aus dem Ofen holte. Mittlerweile dampfte das Essen da drin ganz schön und ich rührte noch mal um. Sollte so doch zumindest irgendwie von allen Seiten warm sein. Ich reichte Farûna die in das Handtuch eingeschlagene Dose. Dass sie das ganze auch am besten so ließ, war ihr sicher klar. Außer ich irrte mich doch und sie konnte heiße Gegenstände und Feuer anfassen, ohne sich zu verbrennen.
Ich konnte das nicht. Ich hatte zwar eine hohe Hitzetoleranz, aber verbrennen würde ich mich wohl trotzdem. “Guten Hunger.“ Ich fand immer noch nicht, dass es lecker wirkte, aber ich hatte da auch einfach einen etwas speziellen Geschmack…
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Di 22. Okt 2019, 15:06

Meine düsteren Gedanken verfolgten mich noch eine Weile weiter, und auch wenn die Wirklichkeit vielleicht gar nicht so düster war - ich war schon immer gut darin gewesen, das Negative zu sehen. Und war zudem noch nie besonders vom Glück gesegnet gewesen. Dart war zwar da, aber ich fühlte mich trotzdem, als säße ich in der Falle und mir liefe die Zeit davon. Außerdem: wie lange würde mein Körper diese ständigen Verwandlungen wohl noch mitmachen? Gab es dieses Mal auch etwas, das mit ihm nicht stimmte?
Dart blieb ebenfalls still, bis er sich irgendwann wieder dem Ofen zuwandte und die Dose herausholte. Das Feuer war inzwischen wieder zu einer stattlichen Größe angewachsen und verbreitete seine Wärme und den vertrauten Geruch, aber auch das Essen duftete ganz schön, als Dart noch einmal darin herumrührte. Jetzt sah es eindeutig warm aus.
Die Aussicht auf etwas zu Essen besserte meine Laune zumindest wieder ein wenig, und ich nahm die Dose samt Handtuch entgegen. Kurz zuckte sogar der Hauch eines Lächelns über mein Gesicht, als ich Dart bei seinen Worten ansah. Ich blickte in die Dose und sog den Geruch ein. "Riecht jedenfalls gut", sagte ich und tauchte vorsichtig einen Finger in den Eintopf, um mir die Soße abzulecken. Er war warm, aber nicht zu heiß, also genau richtig. Trotzdem war es wohl keine gute Idee, direkt aus der Dose zu schlürfen, denn diese zumindest war von dem Feuer sicherlich noch heiß. Eigentlich wäre das ein klarer Fall für Darts Löffel, aber nunja... ich war eben ich, und darum bitten würde ich bestimmt nicht. Also fischte ich mir zunächst nur ein Stück Gemüse aus der Suppe und aß das.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Di 22. Okt 2019, 18:54

Ich beäugte sie etwas scheel dabei, wie sie den Finger in den Eintopf oder was immer es war tunkte. Ich hätte Sorge gehabt, mich dabei zu verbrühen, aber sie schien sich da keine Gedanken drum zu machen. Ein unbestimmter Laut war von mir gekommen, der genug darüber aussagte, dass ich jetzt nicht so unbedingt sagen konnte, dass es gut roch. Sagen tat ich jedoch nichts. Einem Menschen mochte sich unter Umständen auch der Magen umdrehen, wenn er Blut roch. Farûna so als Fuchs wohl nicht, aber es war wohl klar, wie es gemeint war.
Als sie sich irgendein undefinierbares Gemüsestück mit den Fingern aus der Dose fischte, reichte ich ihr erst wortlos den Löffel und sah sie an. Dann sagte ich: "Das wird sonst nie was." Mit einem Löffel sollte sie sich mal nicht so anstellen. Das war das sicher am einfachsten zu handhabende Besteck, das es gab.
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