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Re: Der Strand

Verfasst: So 26. Feb 2023, 12:58
von Suque
"Ist gut", sagte er und wandte sich mit den Ästen unter dem Arm etwas umsichtiger von ihr ab, um nicht an den Bäumen anzuecken oder am Ende noch Ronja damit zu erschlagen. Er beeilte sich nicht, um seine Kräfte zu schonen und die Worte des Einhorns ein wenig zu beherzigen. Durch den Sand war es mit der zusätzlichen Last außerdem auch nicht so leicht und er ließ sich einen kurzen Moment Pause, nachdem er die Äste beim Dinghi abgeladen hatte. Als er wieder auf die Beine kam, strich er sich die Handflächen aneinander ab und kehrte anschließend zu Ronja zurück, die mit den weiteren beiden Ästen fertig war, sodass er auch ihren, etwas kleineren Haufen mitnehmen konnte.
Sie kehrten beide zum Boot zurück, wo er auch diesen Stapel ablud und die Äste dann ein wenig auseinanderschob, um besser einschätzen zu können, wie viel sie noch brauchten.
"Okay, ich denke, viel benötigen wir nicht mehr. Ich hole noch ein paar", sagte er und ließ sie noch einmal für ein paar Minuten allein. Es dauerte nicht lange, bis er zu ihr zurückkehrte, sodass sie zwar schon angefangen hatte, das Dinghi mit den Ästen auszukleiden, aber noch nicht sehr weit gekommen war.
Das Licht hatte weiter abgenommen. Am Horizont hing noch ein roter Streifen und der Himmel leuchtete dunkelblau. Die ersten Sterne konnte man bereits erkennen.
"Soll ich dir helfen oder mich um irgendetwas anderes kümmern?", fragte er sie und ließ sich neben seinem Rucksack in die Hocke gehen.

Verfasst: So 26. Feb 2023, 12:58
von Anzeige

Re: Der Strand

Verfasst: So 12. Mär 2023, 11:43
von Ronja
Sie kämpfte gerade mit einem etwas widerspenstigen Ast, der sich wegen seinem Wuchst nicht so einfach einpassen ließ, wie sie wollte, als sie Suque im Hintergrund zurückkommen hörte. Mit Hilfe von ein klein wenig Gewalt und hartem, geschärftem Stahl, fügte sich das Stück Holz doch noch ihrem Willen und fand seinen Platz neben den Anderen. Trotzdem war sie ziemlich froh, als sie Suques Stimme hinter sich hörte, der fragte ob er helfen könne, „Ja! Du könntest die Äste vorbereiten und auf die passende Länge bringen. Dann kann ich mich drauf konzentrieren, die Äste auszurichten und fest zu machen.“, antwortete sie etwas erleichtert.
Es war doch recht aufwendig die ganzen kleineren Ästchen zu entfernen und die richtige Länge abzuschätzen, wenn man nicht sehen konnte. Und sehr viel Zeit blieb ihnen vermutlich nicht, denn sie spürte deutlich wie es abzukühlen begann, was bedeutete, dass die Sonne, zumindest zum größten Teil, hinter dem Horizont verschwunden sein dürfte.

Jetzt nachdem sie nicht mehr mit der Klinge hantieren musste und sich auf die Arbeit im Dingi konzentrieren konnte, ging es deutlich schneller voran. Nachdem knapp über der Hälfte des Dingi mit einem Astboden bedeckt war, sicherte sie ihn zusätzlich an Verstrebungen und begann ein vom Rest separaten Teil, der den Rest bedecken würde. So konnte man an den Raum unter dem „Zwischenboden“ ohne den gesamten Teil anzuheben.
„Fast fertig! Das sollten die letzten sein. Wie sieht es aus, ist es schon ganz Dunkel?“ fragte sie Suque, als sie daran war die letzten Teile in die Unterlage einzufügen. Es war ihr vorher gar nicht aufgefallen und erst jetzt, als die konstante Geräuschkulisse vom Wald her leiser wurde, oder gar komplett verstummt war, bemerkte sie, dass sie da und auch so prominent gewesen war. „Was denkst du, brauchen wir einen Schutz nach Oben? Mit dem Vorsegel und dem Baum vom Hauptsegel könnte ich relativ schnell hier im hinteren Teil eine Art Schutzdach aufziehen. Denke ich.“ fügte sie noch an, ohne dabei ihre Arbeit zu unterbrechen.

Schließlich war die Unterlage ihrer Unterkunft für die nächsten Tage fertig und auch wenn nicht perfekt, so schien sie ausreichend stabil zu sein. Zumindest hielt es sie problemlos aus. Morgen könnten sie die Oberfläche vielleicht noch etwas mit der Klinge bearbeiten und störende Erhebungen entfernen oder glätten. Vorerst würde es eben so wie es war ausreichen müssen.

Re: Der Strand

Verfasst: Sa 18. Mär 2023, 11:59
von Suque
"Ja, natürlich. Kein Problem", sagte er, als Ronja ihn darum gebeten hatte, dass er die Äste auf die richtige Länge bringen könnte, damit sie sie einpassen und den Feinschliff übernehmen konnte. Er nahm nur noch kurz einen Schluck aus seiner Wasserflasche. Das Wasser ging langsam zur Neige, sie würden sich vielleicht auch noch darum kümmern müssen, neues aus einem Bach zu besorgen, damit sie es aufbereiten konnten.
"Soll ich gleich noch Wasser holen?", fragte er daher dann auch, als er sich wieder aufgerafft und zu Ronja und dem Aststapel begeben hatte, um die Äste auf die richtige Länge zu bringen. Das machte er immer mit einer Handvoll, ehe er sie wieder zu sich heranzog und auch die kleinen Zweige von den Seiten der Äste abtrennte. Anschließend legte er sie auf einen neuen Stapel zu Ronja, sodass sie sie bequem nehmen, anpassen und befestigen konnte.
Sie kamen gut voran. "Ja, mittlerweile ist die Sonne weg, es ist nur noch etwas Licht am Horizont." Es würde ziemlich dunkel werden. Hier fernab einer Stadt oder eines Dorfes, würde es stockfinster. Der Mond würde in drei Tagen quasi gar kein Licht spenden, auch war auch heute schon nicht allzu sehr auf ihn zu setzen. Für Ronja war das ja nun egal... Für ihn nicht. Er konnte gut sehen, aber er brauchte eine Lichtquelle dafür. "Ich sollte mir bald Licht machen...", fügte er leise hinzu. "Meinst du, wir können ein Feuer entzünden? Viel kälter wird es vermutlich nicht, aber wenn wir uns nicht mehr bewegen, könnte es ziemlich frisch sein." Sein Blick richtete sich bei ihrer Frage in den Himmel.
"Es sieht nicht so aus, als würde es Regen geben oder sich bald zuziehen. Es kann uns jedoch auch gegen Wind schützen und wäre daher nicht verkehrt."

Re: Der Strand

Verfasst: So 19. Mär 2023, 14:15
von Ronja
Suque überraschte sie ein wenig mit seiner Frage, ob er später noch Wasser holen solle. An Wasser hatte sie bisher keine wirklich große Gedanken verloren, sie wusste nicht einmal wie viel Wasser sie selbst überhaupt noch in ihrem Rucksack hatte. Viel dürfte es eigentlich nicht mehr sein. Oder?
„Hmmm, öh“ machte sie verlegen und ärgerte sich, weil sie wegen der Ablenkung eine Schlinge falsch legte. „Vermutlich wäre es besser, noch etwas zu holen. Oder? Wir wissen nicht, was während der Nacht passiert und vielleicht haben wir später auch nicht unbedingt die Zeit Vorräte aufzufüllen.“ überlegte sie laut, während sie den Strick neu legte. Außerdem sollte sie daran denken, bei nächster Gelegenheit auch etwas zu trinken. Vermutlich trank sie ohnehin weniger als sie sollte, auch wenn sie sich da nicht sicher war und ihr Körper auch keinen dringenden Durst vermeldete. Aber sie hatte gehört, dass man vor allem in solchen Situationen wie den ihren mehr trinken sollte und zwar bevor man Durst verspürte. Hatte sie zumindest in irgendeinem Buch oder so gelesen oder gehört.

Nachdem der letzte Ast eingefügt war, leistete sie sich den Luxus zu ihren Sachen zu gehen und die Wasserflasche hervor zu nesteln. Sobald sie die Flasche in der Hand hatte, spürte sie auch schon das trockene Gefühl des Durstes in ihrer Kehle. Ihr Kopf hatte es vermutlich bis jetzt schlicht und einfach unterdrückt.
„Reichen die Reste von Ästen für ein Feuer aus, oder müssen wir noch zusätzlich etwas aus dem Wald holen?“ stellte Ronja eine Gegenfrage als erste Antwort, nachdem ihr Begleiter ein Feuer vorschlug. Mit etwas Enttäuschung stellte sie fest, dass sie nach einigen Schlucken schon am Boden ihrer Flasche angekommen war. Sie schraubte den Verschluss wieder zu und steckte die Flasche zurück, „Naja, du bist der Outdoor Experte von uns Beiden. Wenn du denkst, ein Feuer wäre gut, dann sollten wir wohl in jedem Fall eines machen. Außerdem hab ich irgendwo gehört, dass ein Feuer Tiere und so was fern hält. Allerdings musst du mir sagen, ob da was dran ist oder nicht.“.

//Was also stand nun noch auf ihrer To-Do-Liste für heute Abend, bzw. Nacht?// Fragte sie sich, um ein wenig Ordnung in ihrem eigenen Kopf zu schaffen und eröffnete eine mentale Liste.
- Feuer
- Wasser
- Segeldach
Wie auf ein Kommando hörte sie ein leises und dezentes Geräusch, das offenbar von ihrer Körpermitte her stammte, // Okay, okay, immer mit der Ruhe. Wird auch noch notiert, zufrieden? Kein Grund gleich ausfällig zu werden.//
- Abendessen