Strand Umgebung im Westen der Insel




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Kilometerweit zieht er sich um beinahe die gesamte Insel. Palmen wachsen hier oft, an manchen Stellen gibt es Felsen oder große Sanddünen. Viele Bewohner Seestadts genießen den Strand in ihrer Nähe.

Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » Mo 9. Sep 2019, 12:38

Es war bereits um die Mittagszeit, als sich die Wyvern von ihrem Aufenthalt am Vulkan erhoben hatte um weiter zu ziehen, lange an ein und demselben Ort zu verweilen war noch nie ihr Ding gewesen. Der warme Boden vibrierte leicht unter ihrem Pranken, man konnte das Leben darin spüren, die Lava Flüsse die sich unterirdisch bewegten und neue Wege suchten. Ungern verließ sie den Ort, doch sie wollte weiter ziehen und sich in der Welt die sich ihr bot um zu sehen. Es gab viele noch nicht entdeckte Orte und Landschaften. Die Wyvern richtete sich auf ihre Hinterbeine und stieß sich einmal kraftvoll ab, dabei hinterließen ihre Pranken tiefe Krallen spuren in der trockenen Warmen Erde darunter. Sobald sie sich in der Luft befand schlug sie mit ihren Flügeln und zog sich so in einer eleganten Bewegung nach oben. Wie eine Spirale schwang sich Scatha immer höher hinauf bis der Geruch des Schwefels, die Wärme und die Umgebung unter ihr langsam verblasste und eine weite offene Gegend sich vor ihr auftat. Meilen weites Wasser umgab die Insel auf welcher sich der Vulkan befand.

Das offene Meer. Ein Teil der Landschaft welches Scatha zögern ließ es zu überqueren, da man nicht wusste wann es die nächste Landegelegenheit gab. Im Wasser zu landen wäre eine Option, allerdings mochte sie das schwimmen auf Dauer sowieso nicht. Kurz kniff sie die Augen zusammen und öffnete sie entschlossen wieder. Es gab Zeiten, da musste man sich einfach an Sachen versuchen. So beschloss der Wyvern erst mal Richtung Süden zu fliegen. So lenkte Scatha also ihren Kurs Richtung Süden und begann das große Meer zu überqueren. Im Stillen hoffte sie das sich irgendwo auf ihrer Reise eine Insel befand bei welcher sie landen konnte um Kraft zu schöpfen. Sie war kein Kurzstrecken Flieger, in der Tat war sie es gewohnt für mehrere Stunden wenn auch einen Tag lang durchzufliegen.
Die Zeit verging in Stunden, am besten konnte sie das durch die Sonne einschätzen die sich mehr un mehr dem Meere spiegel näherte. Das Licht hatte sich verändert und nahm an gelb, bis orangroten Farben zu. Wie ein großes Feuer das vom Himmel herab ins Meer stürtze. Mittlerweile war der Vulkan schon lange außer Sichtweite und auch vor ihr Taten sich nur die Unendlichen Weiten des Meeres auf. Wolkenschwaden die sich unter ihr zu bilden begannen nahmen ihr leicht die Sicht auf das was eventuell in der Ferne lag, daher neigte sich ihr Körper etwas nach vorne um einen sanften Sinkflug anzulegen. Sie durchquerte die Wolkenschwaden bis sie unter diesen fliegen konnte und eine bessere Sicht hatte. Weit vorne konnte sie dann doch tatsächlich etwas braun leuchtendes entdecken. Eine Insel? Oder vielleicht auch eine Sandbank. Jedenfalls war es irgendetwas zum Landen. „Gut, das hätten wir schon mal, fehlt nur noch eine Nahrungsquelle“ dabei glitt ihr Blick hinab auf das blaugrüne Wasser. Ein Fisch oder etwas dergleichen vielleicht? Auch wenn der Geschmack widerlich war, war es nun doch die einzige Option die sich ihr hier bot, also musste sich sich dieses eine Mal überwinden. Aber ein Fisch alleine war nicht gut genug, vielleicht fand sie ja etwas größeres.
Als hätte etwas ihren Gedanken gehört bildete sich unter ihr eine große dunkle Fläche die Rasch von einer Seite zur anderen schwankte. Ein Fischschwarm, eindeutig zu erkennen an ihren Bewegungen. Aber etwas schien durch zu schwimmen und sich hier und da ein Maul voll zu holen. Scatha sank etwas tiefer um ein genaueres Bild von dem zu bekommen was im Wasser vor sich ging. Sie konnte etwas sehen, ein scharfkantiger Umriss mit Flossen. Die Vermutung lag nahe bei einem Hai der auf Fischjagd war. „Mhh Haie schmecken anders als Fische hab ich mal gehört“ überlegte sie für sich selbst und brach ihren Flug ab um in Kreisen wie ein Raubvogel über das Wasser zu ziehen. Sie müsste nur geduldig warten bis der Hai etwas an die Oberfläche kam. Nachdenklich beobachtete sie seine Bewegungen. Haie reagierten auf Platschende Geräusche, für sie ein Zeichen das sich eine Beute hektisch bewegte. Hierfür sank Scatha noch ein wenig mehr ab und lies ihren Schweif in das Wasser klatschen. Der Aufprall sorgte dafür das der Fischschwarm sich aufgeregt bewegte und teilte. Auch die Bewegungen des Hais hatten sich verändert und steuerten auf die Stelle zu an welcher Scathas Schwanz noch eben hinein geklascht war. Schnell musste der Wyvern jetzt handeln, sie vollzog eine Scharfe kurve und drehte gerade so um als der Hai mit seiner Rückenflosse aus dem Meer brach. Den Moment nutze Scatha und überwand den Abstand mit einem kräftigen Flügelschlag. Die Krallen an ihren Hinterfüßen hatte sie vorgestreckt, bereit das Tier zu fangen. Tief schnitten die scharfen Krallen in die Glatte Haut des Hais als sie es mühelos packte und aus dem Meer zog. Blut quoll aus dessen Wunden und es zappelte wild in ihren Fängen. Problems los hielt Scatha das Tier in ihren klauen fest und flog weiter auf den braunen Fleck zu, der sich nun weitete und einen Strand preisgab. Der Hai in ihren Klauen hörte in immer größere werdenden Abständen auf sich zu wehren, bis nur noch ein zucken seines Körpers die letzten Lebenszeichen von ihm gaben.

Als die Sonne schon fast untergegangen war und der Himmel sich in ein tiefes dunkles Blau verwandelte, erreichte Scatha den Strand. Bevor sie jedoch landete, warf sie erst den inzwischen toten Hai ab, zog eine lange Kurve, um anschließend eine Saubere Landung hinzulegen. Dabei wirbelte sie losen Sand auf und hinterließ viel aufgewühlten Sand. Sich vom Sand frei schüttelnd trat sie nun auf ihre Beute zu. Dabei verzog sie kurz die Schnauze bei dem Gedanken daran einen Fisch essen zu müssen. Aber ob es hier auf der neuen Insel überhaupt Leben gab, war ihr noch unbekannt. Scatha beugte sich über den Kadaver und hielt ihn mit den Klauen welche sich an ihren Flügeln befanden fest um den glatten Körper mit ihren Fängen zu bearbeiten. Sie riss ein recht großes Stück Fischfleisch heraus und begann ihre Mahlzeit langsam zu verzehren, denn so schlecht schmeckte der Hai gar nicht mal.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » Di 10. Sep 2019, 18:09

Liennas und Norahs Hütte in Kaua ----->

Wie immer zur Abenddämmerung erwachte ich und fand Norah zuhause vor, während sie am Essen war. Wir unterhielten uns ein wenig über ihren Tag und meine letzte Nacht, doch meinen Besuch bei dem Jäger verschwieg ich.
Es schien langsam so etwas wie ein Alltag bei uns einzukehren, auch wenn wir natürlich noch immer Außenseiter im Dorf waren. Ich sowieso, denn ich ließ mich niemals blicken. Norah hingegen erzählte mir von ein paar Kontakten die sie geknüpft hatte und die ihr dies oder jenes gezeigt hatten. Sie schien sich zu freuen. Wieder einmal stellte ich fest, dass dieser Ort ihr gut tat.
Da sie heute viel herumgelaufen war, ging Norah früh schlafen, und ich machte mich auf den Weg in die Wildnis. Die Dunkelheit war vollständig hereingebrochen, aber für meine Augen war das kein Problem.
Ich schritt durch den Wald, bis ich zwischen den Bäumen beim Strand herauskam, und rief dort meine Schwingen, um mich in die Luft zu schwingen. In wenigen Momenten war ich weit über dem Boden und sah zurück auf die Häuser Kauas, die von hier oben aus betrachtet alle in Dunkelheit lagen.
Dann jedoch fiel mir etwas anderes auf, etwas das sich weiter nördlich am Strand befand, beinahe am nordwestlichsten Ende der Insel. Es war so groß, dass ich es zunächst für ein Boot oder ähnliches hielt, doch irgendwie passten die Konturen nicht. Sofort waren meine Gedanken zurück bei unseren Verfolgern, auch wenn es mehr als unwahrscheinlich war, dass sie uns hier aufspürten, und wenn, dass ich ihnen auf diese Weise über den Weg laufen sollte. So unvorsichtig war er nicht... Aber dennoch hatten die Jahre der Flucht und des Versteckens ihre Spuren hinterlassen und ich konnte diesen ersten Impulsgedanken nicht verhindern.
Noch immer weit oben in der Luft flog ich näher heran, um herauszufinden was es damit auf sich hatte. Als ich der großen, dunklen Masse näher kam, sah ich dass sie sich bewegte. Wie ein sehr großes Tier...
Der Flügelschlag meiner schattenartigen Schwingen war leise wie der einer Fledermaus, aber dennoch hielt ich einen gehörigen Abstand zu dem Tier, als ich einen Bogen darumherum flog, noch immer in sicherer Höhe. Da schlängelte sich etwas Langes, Dünnes - ein Schwanz?
Und dann erkannte ich was es sein musste und staunte. Ich hatte in meinem langen Leben schon einiges gesehen, aber noch nie einen Drachen. Und das hier sah mir sehr nach einem aus. Was aber auch bedeutete, dass ich sehr vorsichtig sein musste.
Nur wenige Momente waren vergangen, seitdem ich gemerkt hatte, dass es sich bei der Gestalt um ein Tier handelte, doch sobald ich sah was es wirklich war, vollendete ich meinen Bogen um die Echse und sank dabei tiefer, um die nahen Bäume als Sichtschutz zu haben. Ob der Drache mich bereits bemerkt hatte, konnte ich nicht sagen. Ich wusste nicht, ob er in der Dunkelheit vielleicht genauso gut sehen konnte wie ich, oder gar andere Sinne besaß, aber ich legte es nicht auf eine Konfrontation an.
Ich landete an einer lichten Stelle zwischen einigen Bäumen und ließ meine Flügel verschwinden. Und dann lauschte ich. Sowohl auf Geräusche, als auch auf den Herzschlag des Drachen, den ich aufgrund seiner Größe trotz der Entfernung wahrnehmen konnte. Meine Kleidung war dunkel, doch meine Haut war verräterisch hell in der Nacht, darum blieb ich bei einer Palme stehen und wagte nur einen kurzen Blick in Richtung des Tieres, das ich zwischen den locker zusammenstehenden Baumgruppen gerade so erkennen konnte. Lieber verließ ich mich auf meine anderen Sinne.
Natürlich hätte ich von hier verschwinden können, doch erstens hätte mich der Drache in der Luft höchstwahrscheinlich leichter einholen können, falls er mich bemerkt hatte. Und zweitens musste ich zugeben, dass mich tatsächlich ein Hauch von Neugier trieb. Wann hatte man schon die Gelegenheit, einen echten Drachen zu sehen? Selbst in einem unsterblichen Leben kam es nicht unbedingt oft vor.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » Do 12. Sep 2019, 13:49

Tief gruben sich die Krallen ihrer Gewaltigen Schwingen in die Glatte Haut des Haifischs und halfen ihr so dabei, möglichst große Fleisch Stücke vom Körper zu reißen. In wenigen Happen schlang sie das Fleisch runter, spürte bei jedem Biss wie sich ihr Magen zu füllen begann. Seid Tagen hatte sie keine so Nahrhafte Futterquelle gefunden. Der Vulkan war vielleicht ein angenehmer Ort von wärme doch die Nahrungsquellen waren Mager und es gab entweder nur kleine Eidechsen oder Wärme liebende Schlangen besiedelt. Für einen so großen Wyvern wie sie waren dies mehr oder weniger kleine ungenießbare Snacks, denn viel Fleisch war an diesen kleinen Reptilien auch nicht dran. Der Hai dagegen war ein Festmal auch wenn sie den Geschmack nach Fisch nicht leiden konnte.
Gerade wollte sie noch einen großen Bissen aus dem Hai heraus reißen, da vernahmen ihre Ohren ein Geräusch. In ihrer Bewegung hielt sie inne während sich ihre Ohren in eine Richtung drehten aus welcher das Geräusch zu kommen schien. Ein Geräusch so leise das es kaum wahrnehmbar war, für einen gelernten Jäger aber laut genug. Das Flattern hörte sich an wie das eines kleinen Tieres, vielleicht auch nur ein Vogel der seine Nächtlichen Runden zog. Sich erstmals mit dem Gedanken abfinden riss der Wyvern ein weiteres Stück Fleisch aus dem Toten Hai Körper heraus. So einem kleinen Wesen Beachtung zu schenken, während sie doch so einen großen Kadaver vor sich hatte, war beinahe so Sinnlos, wie der Gedanke daran dieses kleine Geschöpf zu jagen. Bald schon blieb nichts mehr von dem Hai übrig, Das Fleisch war bis zu den Rippen herab gefressen. Teilweise war sogar von den Knochen des Tieres nichts mehr übrig geblieben.
Gesättigt setzte sich der Wyvern auf seine Hinterbeine und begann noch die letzten Fleisch fetzten zischen ihren Klauen heraus zu nagen. Da hörte sie erneut das Geräusch der Flatterten Flügel und anschließend ein knirschen von loser Erde oder Sand. Irgendwas war also doch hier, ein kleiner Vogel würde sich niemals auf dem Erdboden niederlassen, also war etwas anderes auf der Lauer, nur was. Prüfend sog Scatha die Luft durch ihre Nasen ein. Ein Fremder und doch bekannter Geruch lag in der Luft. Die Augen dabei schließend versuchte sie zu erahnen nach was es roch. /Irgendwie nach Mensch.../ Der Menschliche Gestank war unverkennbar und doch roch er irgendwie anders. Wieder die Augen öffnend erhob sich Scatha von ihren Hinterbeinen und stütze sich mit ihren Flügeln am Boden ab. Ein Jäger vielleicht? Jemand der es auf ihre Schuppige Haut abgesehen hatte? Es war nicht unbekannt das sich Drachen haut gut verkaufen lies auch weil sie die gewissen Fähigkeit hatten gegen Feuer unempfindlich zu sein. Leicht hoben sich die Lefzen der Wyvern und zeigten im hellen Mondlicht eine Reihe von schimmernd scharfen Zähnen. Falls es sich tatsächlich um einen Jäger handelte würde Scatha nicht zögern zu töten. Doch sie musste diese Sache geschickt angehen um sich an die Person die sich im Dunkel verbarg heran zu schleichen. Noch wusste sie nicht wo sich diese befand doch dank ihres gut ausgeprägten Sinne konnte sie schneller als ein anderes Raubtier orten wo sich ihre Beute oder Bedrohungen befanden.

Eine Weile der Stille verflog während Scatha auf den toten Hai oder was davon übrig war hinab blickte. Dabei konzentrierte sie sich jedoch mehr auf ihre Sinne. Der Geruch blieb in ihrer Nase, wurde nicht stärker und nicht schwächer. Also war etwas oder jemand da der sie von einem sicherem Platz aus beobachtete. Ihre Ohren zuckten bei jedem noch so kleinen Geräusch auch wenn es nur ein vorsichtiges Einatmen war oder das sanfte schaben von Kleidung an einem Baum. Es dauerte nicht lange bis Scatha genau wusste wo sich die Person befand. Ihr Kopf wandte sich in dessen Richtung, die leuchtend Grünen Augen fixierten die kleine Gestalt die sich zu verbergen versuchte, doch die helle Haut verriet es. Selbst wenn ihr Opfer nun Bescheid wusste das es entdeckt worden war so war die Chance zu entkommen Sinnlos. Scatha hatte sich diesen Geruch sehr gut eingeprägt und würde ihn überall wieder finden. „Komm raus, Feigling“ dröhnte ihr tiefes und herausforderndes knurren über den Sandstrand hinweg zu den Palmen wo sich die Person zu verstecken versuchte. Für einen Jäger der es mit einem Drachen aufnehmen wollen würde war sie doch recht klein, aber man sollte seine Gegner niemals unterschätzen.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » Sa 14. Sep 2019, 09:45

Reglos lauschte ich aus meinem Versteck heraus allen Geräuschen, die von dem Drachen kamen. Sein Herzschlag verschnellerte sich schon nach wenigen Augenblicken und kurz darauf hörte ich die dumpfen Geräusche einer Bewegung. Er hatte mich bemerkt...
Dennoch geschah in den nächsten Augenblicken nichts, und auch ich rührte mich nicht von der Stelle und hielt geduldig inne. Nicht einmal ein Atemzug kam von mir, da ich in meinem untoten Zustand nicht atmen musste. Hier zwischen den Bäumen herrschte auch kaum Wind, aber da ich nicht wusste, wie gut die Sinne dieses Exemplars von Drachen waren, ließ ich es nicht darauf ankommen. Die Entfernung war groß genug, dass, falls er sich zu einem plötzlichen Angriff entscheiden sollte, ich noch Zeit hatte meine Flügel zu rufen und auszuweichen. Dennoch glaubte ich, dass ich auf dem Boden mehr Chancen hatte als in der Luft, allein aufgrund der Größe des Drachens, der mich daher in der Luft vermutlich schneller einholen konnte.
Vermutlich. Derzeit ließen sich für mich nur Vermutungen aufstellen. Denn Drachen waren so vielfältig, dass man sich nie sicher sein konnte.
Die grollende Stimme des Drachen klang über den Strand hinweg und verriet mir damit, dass es sich um ein sprechendes Exemplar handelte. Dass es eine Intelligenz besaß, die über den tierischen Instinkt hinausging, war sehr wahrscheinlich gewesen, doch auch dies war nun bestätigt. Und noch etwas: er fühlte sich bedroht. Wäre das nicht der Fall, hätte er sich entweder nichts aus meiner Anwesenheit gemacht, oder wäre gleich zum Angriff übergegangen. Oder aber, er wusste nicht wo genau ich mich befand und versuchte dies nun herauszufinden.
Ich wusste, dass ich vorsichtig sein musste. Über Drachen gab es vieles zu sagen. Viele Geschichten widersprachen sich auch, was mit der Vielfalt an Drachen zusammenhing, doch einige grundsätzliche Dinge schienen bei den meisten dieser Wesen zuzutreffen. Nun, dann wollten wir doch mal mein angelesenes Wissen auf die Probe stellen.
Angst? Ich hatte keine wirkliche Angst. Doch würde mein Herz noch schlagen, hätte es vor Aufregung und Nervenkitzel einige schnellere Sprünge getan.
"Ist es denn recht, dass sich ein Kind von einem großen Drachen Feigling nennen lassen muss, wenn es sich vor ihm versteckt?", fragte ich ohne mich aus meinem Versteck zu rühren, und auch wenn ich deutlich sprach, konnte ich nur vermuten, dass meine Kinderstimme die Entfernung bis zu dem Drachen überbrücken konnte. Mit Drachen musste man vorsichtig sprechen und seine Worte gut wählen, das war eins der Dinge, die ich gelesen hatte. Viele Drachen liebten außerdem Rätsel, und vielleicht war meine rhetorische Frage hier daher angebrachter als eine direkte Antwort. Außerdem wollte ich sehen, wie der Drache mit den Informationen umging, die ich ihm gerade gegeben hatte. Ich kam seiner Aufforderung jedenfalls nicht nach, sondern rührte mich weiterhin nicht.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » Do 17. Okt 2019, 14:23

Angespannt hoben sich ihre Lefzen an als ihr eine leise Stimme antwortete. Geirrt hatte sie sich also nicht, tatsächlich verbarg sich dort jemand im Schutz der Bäume und beobachtete sie. Ihre Ohren zuckten etwas bei dem noch recht jungen klang der Stimme. -Ein Kind?- fragte sie sich selbst und wandte sich von dem Fisch Greten ab. Ihre kräftigen Hinterbeine zerdrückten Die Knochen wie zarte Äste und ließen diese beinahe im Sand verschwinden. Sie kam dem Waldstück ein wenig näher und konnte die Gestalt darin sehen. „Nun, offensichtlich traust du dich nicht aus deinem Versteck heraus“ erwiderte der Wyvern und hob ihren Flügel an um sich mit den Zähnen die letzten Fischreste aus den Krallen zu nagen. Eine Art Pflege welcher sie sich immer widmete sobald sie ihre Mahlzeit beendet hatte.
Nachdem das getan war hob sie erneut ihren Blick zu dem Fleck von wo die Stimme gekommen war. Dichte Rauchschwaden kamen dabei aus ihrem Maul und hüllten ihren dunkelroten Körper in einer dichten Rauchwolke ein. Wenige Sekunden Später verschwand diese wieder und somit auch der Wyvern der plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Einen Moment herrschte Stille, erst dann taten sich erneut Wölkchen auf. Diesmal hinter dem Versteck des Mädchens und eine große rote Schnauze schob sich zwischen den Schatten der Bäume ins Mondlicht. „Hier versteckst du dich also“ raunte der Drachen. Seine grünen Augen schimmerten wie Kristalle im Licht während sie auf eine Reaktion des hellhäutigen Mädchens wartete.

(Greten..ich bin grad zu doof zu finden wie man das schreibt, i am sorry xD)
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » Sa 19. Okt 2019, 11:48

(Hauptsache man versteht was gemeint ist XD)

Wieder war eine Bewegung in der Stille der Nacht zu hören, ein Knacksen und Krachen, und das Knirschen von Sand. Schritte, die sich näherten.
Mein einer Mundwinkel zuckte leicht in die Höhe bei der Antwort des Drachen. Das war... nicht ganz was ich erwartet oder vielleicht auch erhofft hatte, aber es war eine Information. Der Drache machte sich entweder nichts aus dem was ich ihm verraten hatte, oder er hatte noch nicht besonders viel Erfahrung und hatte es vielleicht nicht bemerkt. Wie dem auch sei: unterschätzen sollte ich ihn besser nicht.
Meine roten Augen huschten über die Umgebung, die vor mir lag. Die lose beisammen stehenden Bäume, zwischendurch immer wieder Sandstücke. Der Strand war hinter mir, wie der Drache auch. Bis der Wald dichter wurde, war es noch ein Stück. Die Luft hatte ich als Ort, an dem ich mich dem Drachen gegenüber sehen wollte, ausgeschlossen, und meine bevorzugte Wahl wäre ein dichter Wald gewesen, in dem die Bewegungsfreiheit des Drachen eingeschränkt war, aber bis dahin musste ich erst einmal kommen. Die andere Möglichkeit, an die ich dachte, war vielleicht nicht ganz so gut... aber möglicherweise das beste was ich hatte. Und dabei half, dass ich nicht mehr am Leben war.
Während dieser Augenblicke meiner Überlegungen, hatte sich der Drache nicht viel von der Stelle bewegt, aber ich bemerkte bald, wie Rauch aufzog und sich zwischen den Bäumen bis zu mir hin schob. Meine Augen, die problemlos die Dunkelheit der Nacht durchdringen konnten, hatten bei dem dichter werdenden Rauch keine Chance, der sich immer weiter vorschob und auch mich und meinen Baum einhüllte. Aber ich brauchte meine Augen auch nicht, um den Drachen zu lokalisieren. Sein Herzschlag verriet, wie er sich in Bewegung setzte und sich mir näherte, und da ich annahm, dass auch seine Augen den Rauch nicht durchdringen konnten und er daher andere Sinne nutzen musste, löste ich mich von dem Baum, und als der Drache näher kam, wandte ich mich diesem zu, trat aber ebenfalls um den Baum herum und achtete so darauf, dass dieser zwischen uns stand. Nicht dass ein einzelner Baum einen besonderen Schutz bieten würde.
Ich hielt den Blick aufmerksam auf die Stelle gerichtet, wo der Herzschlag des Drachen zu hören war, und achtete darauf, mindestens fünf Schritte Abstand zu ihm zu wahren. Und dann sah ich den dunkelroten gehörnten Kopf, der sich aus dem Rauch heraus schob. Äußerlich wirkte ich ruhig - aber wachsam. Ich sah dem Drachen nicht direkt in die Augen, denn auch das sollte man nicht tun, hatte ich gelesen.
"Tue ich das?", erwiderte ich. Ich hielt die Hände leicht zu beiden Seiten meines Körpers und geöffnet, sodass der Drache sehen konnte das sie leer waren. Auch trug ich keine Waffen bei mir, sondern nur ein dunkles Kleid, das mir bis über die Knie reichte. Meine schulterlangen Haare waren offen und ich war barfuß. Nur ein schutzloses Kind. Augenscheinlich.
Mir kribbelte ein Kommentar im Hinterkopf, doch ich hielt es nicht für klug, den Drachen zu reizen. Daher sprach ich ihn nicht aus. Denn nicht ich war es, die sich im Rauch versteckte, sondern er. Vielleicht war es nicht verkehrt, ihm zu zeigen, dass ich unbewaffnet und von kleiner Gestalt war.
"Ich bin keine Bedrohung für einen großen Drachen", sagte ich langsam und deutlich.

(ich hoffe das passt so^^)
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » So 27. Okt 2019, 12:05

(passt gut^^ ich hoffe meins passt auch ^^)

Leicht kniff die rot geschuppte Rießen-Echse ihre Augen zusammen als sich das Abbild eines kleinen Mädchens vor ihr auftat. Sie war geschickt mit der Situation umgegangen bei welcher sich Scatha an sie heran geschlichen hatte. Fast so als konnte sie durch den Nebel sehen und ihre Postion immer genau ausmachen. Scatha selbst bewegte sich Blind durch ihren Nebel aber sie besaß mehr als nur ihre Augen um ihren Weg zu finden. Der Nebel der noch den Rest ihres Körpers bedeckte verschwand nach und nach. Es hatte keinen Sinn sich weiter im verborgenen zu halten nachdem sie beide sich nun endlich gegenüber standen. Das dunkelhaarige Mädchen schien sich vor ihr überhaupt nicht zu fürchtete. Groß störte es den Wyvern nicht denn Angst machte Menschen dumm, und verlieh sie dazu Dumme Dinge zu tun die ihnen im Nachhinein das leben kostete. Außerdem hatte Scatha schon seid langem keinen Kontakt mehr zu Menschen gehabt. Zugegeben hatte sie mehrere Jahre den Kontakt zu Menschen gemieden aufgrund dessen was sie den Drachen angetan hatten, doch in den letzten Jahren hatte sich der Hass zwischen Mensch und Fabelwesen wieder gelegt. Vielleicht hatten sie erkannt das man seltene Geschöpfe schätze und nicht für deren Gier tötete und als Rüstung oder Schmuck trug. Natürlich konnte Scatha sich dabei auch irren und dem großteils entkommen sein, vielleicht erging es anderen Wesen dort draußen nach wie vor schlecht.
Ein halb durchsichtiges Augenlid schob sich über ihre grünen Augen als sie blinzelte und den Kopf hinab auf das Mädchen senkte. Sie zeigte ihr die leeren Handflächen als wolle sie damit zeigen das keine Gefahr von ihr ausging. Die lange schnauze des Drachens kräuselte sich misstrauisch und sie schob ihren Kopf etwas näher an sie heran bis nur noch wenige Zentimeter den Abstand zwischen ihr und dem Mädchen sie trennte. Sie wollte sich selbst überzeugen ob das Mädchen wirklich keine Gefahr war. Mit einem Atemzug sog Scatha die Luft durch die Nase ein, um nach dem bekannten metallischem Geruch zu schnuppern der auf der zierlichen Gestalt liegen konnte. Aber da war nichts, nichts was nach einer Waffe oder etwas anderem gefährlichem roch. Sie sprach die Wahrheit.
Die Drachenschnauze zog sich wieder zurück und auch nahm der Wyvern einen größeren Abstand ein indem er sich zwischen den Bäumen hindurch wand um auf eine etwas offeneres Gelände zu treffen. „Ich nehme an ich bin nicht der erste Drache der dir über den Weg läuft?“ fragte sie nun deutlich entspannter da von der kleinen keine Gefahr auszugehen schien. Dabei ließ sich Scatha in den kühlen Sand sinken und legte ihre Flügel die ihre Vorderbeine darstellten an ihren Körper. Ihre grünen Seelenspiegel lagen nach wie vor auf dem kleinem Mädchen das zwischen den Bäumen stand. „Wie ist dein Namen?“ wollte der Wyvern als nächstes wissen.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » So 27. Okt 2019, 15:46

Es war zugegebenermaßen eine äußerst delikate Situation, in der ich mich hier befand, denn sie konnte schnell ins Auge gehen, wenn ich nicht vorsichtig war oder der Drache beschloss, genug von diesem Spiel zu haben. Ich hielt den Blick auf die Schnauze des Drachen gerichtet und mied seine Augen. Der Rauch verflüchtigte sich jedoch in den nächsten Momenten, sodass ich mehr und mehr der Gestalt des Drachens zu sehen bekam. Es war durchaus eine gewisse Portion Neugier, die mich den Drachen mustern ließ, registrierte die vielen Stacheln und den langen Schwanz, und die Tatsache dass die Vorderbeine in Form von Flügeln vorhanden waren. Ein Wyvern nannte man so einen Drachen, erinnerte ich mich.
Dann schob der Drache den Kopf nach vorne, was mich dazu veranlasste, zwei Schritte rückwärts zu gehen, um den Abstand zwischen uns beiden zu wahren, oder zumindest nicht durch den Drachen so weit verkleinern zu lassen. Seine Bewegungen schienen nicht aggressiv, und offenbar wollte er nur seine Nase benutzen um an mir zu riechen, aber ich wollte es nicht darauf ankommen lassen. Die Flucht ergreifen wollte ich aber natürlich auch nicht, und so blieb ich nach ein paar Schritten angespannt stehen und beobachtete aufmerksam das Tun des Drachen.
Es dauerte nur einen Moment, dann war der Drache offenbar zufriedengestellt und zog den Kopf wieder zurück. Selbst seine Bewegungen, mit denen er ein paar Schritte seitlich ging, wirkten jetzt ruhiger, doch ich achtete weiterhin darauf, einen respektvollen Abstand zu wahren, auch wenn jetzt kein Baum mehr zwischen uns lag. Ich ließ die Hände langsam sinken.
Die Frage des Drachen brachte mich zu einem leichten Lächeln. Offenbar schien ich mich gar nicht schlecht zu schlagen, wenn man das aus seinen Worten schließen konnte. "Oh doch, das seid Ihr tatsächlich", antwortete ich, absichtlich noch immer sehr höflich, auch wenn der Drache es nicht tat. Warum sollte er auch? Augenscheinlich war ich nur ein Kind. Einem Drachen hingegen begegnete man besser mit Respekt, wenn einem das eigene Leben lieb war. "Aber ich habe viel über Euereins gelesen", fügte ich hinzu. "Mich würde interessieren, was davon der Wahrheit entspricht."
Er schien jedenfalls nichts dagegen zu haben, sich mit mir zu unterhalten, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher war, ob dies nicht einen größeren Hintergrund hatte. Der Drache hatte sich jedenfalls in den Sand gelegt, möglicherweise um mir weiszumachen, dass er mich nicht angreifen wollte. Genauso unschuldig, aber möglicherweise auch hintergründig, konnte die Frage nach meinem Namen sein.
"Emilia", antwortete ich, ganz so als wäre es mein wirklicher Name. Da ich diesen niemals einem Fremden einfach so verriet, war ich geübt darin und musste nicht nachdenken. Ich wählte außerdem absichtlich nicht den gleichen Namen, unter dem ich in Kaua bekannt war.
Was zählte schon der menschliche Name, wenn man zwei Jahrhunderte hinter sich hatte? Vielleicht hätte ich meinen wirklichen Namen längst selbst vergessen, wenn er nicht durch gewisse Ereignisse wieder ans Licht gekommen wäre.
Außerdem war es nicht klug, einem Drachen seinen wahren Namen zu nennen. Man wusste nie, was er damit anstellen konnte.
"Wie darf ich Euch nennen?", gab ich schließlich die Frage höflich zurück, nachdem ich kurz überlegt und beschlossen hatte, den Vorstoß zu wagen.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » Mo 28. Okt 2019, 16:08

Aufmerksam wie ein Wildtier das nach einem Geräusch in der ferne lauerte hob Scatha ihren Kopf an und somit auch ihre Ohren die sich zu den Seiten ihrer Wangen verklappten. Sie war also noch nie einem Drachen begegnet wusste aber wie sie sich zu verhalten hatte? Die darauf folgenden Worte gaben Scatha die nötige Antwort dazu die sie braucht. „gelesen also“ leicht neigte sich der kantige Kopf des Drachens zur Seite. „Das würde mich auch interessieren“ gab sie zur Antwort. Menschen bauten immerhin auf Theorien aus. Niemand konnte wirklich sagen was ein Drache tat, was er sich achte oder wie er handelte. Menschen spekulierten gerne auf den Tatsachen was sie sahen. So wie sie einen Drachen als äußerst Aggressiv beschrieb nur weil er über ein Dorf oder eine Stadt herfiel. Hierbei konnte dies aber viele andere Gründe haben. Vielleicht hatten selbstsüchtige Menschen diese Wesen bestohlen. Ihre Kücken getötet oder Schätze geklaut. Drachen handelten nicht ohne Grund aggressiv. Eine größere Welle die am Ufer des Strandes zusammen brach und ein schäumendes Geräusch von sich gab, holte Scatha zurück in die Wirklichkeit. Ihre Gedanken schweiften gerne ab wenn sie über das tun der Menschen nach dachte.
Ihre Augen die ins Leere gesehen hatten richteten sich wieder zurück auf die dürre Gestalt die nach wie vor ihren Abstand hielt. Dies war dem roten Drachen auch recht. War sie ein Kuscheldrache? Nein. So wie die Situation im Moment war, verlief alles gut.

Der Drache begann also das Gespräch weiter zu führen indem sie sich nach den Namen des Mädchens erkundigte. Es überraschte sie das diese ohne zu zögern ihr diesen verriet. Hatte sie keine Angst einem Fremden ihren Namen zu sagen? Gut Scatha mochte zwar nur ein Drache sein und nicht viel damit anfangen können aber andere waren zu Dingen fähig die man sich nicht vorstellen konnte. Ein wenig kräuselte sich ihre Schnauze. Entweder war Emilia, wie sie sich nannte, unvorsichtig und hatte noch kein Ahnung von dieser Welt oder es war nicht ihr richtiger Name und die wusste genau was sie tat.
Scatha konnte sich noch Stunden den Kopf darüber zerbrechen wenn sie wollte aber um es sich selbst zu gestehen interessierte sie es nicht ob es nun ihr echter Name war oder nicht. Viel mehr wollte sie die andere bei einem Namen nenne können ohne sie „kleines Menschlein“ oder einfach nur „Mensch“ nennen zu müssen.

Wenige Momente später kam die Gegenfrage bezüglich ihres Namens. Emilia hatte dabei ihre Worte immer noch sorgfältig und höflich gewählt. Scatha wusste das viele Drachen solch einen Respekt genossen. Sie hingegen war anders. Ein Wyvern. Wyvern wurden selten mit Respekt behandelt. Man kannte sie nur unter den Biestern der Drachen die ohne zu zögern angriffen, während die Majestätischen Vierbeiner mit ihren mächtigen Schwingen als stolze anmutige Tiere galten. Unter ihnen bezeichnete man Scathas Art gerne als die Ratten der Drachen.
„Man kennt mich unter dem Namen Scatha“ den Namen hatte sie weder von ihren Eltern bekommen noch sich selbst gegeben. Menschen die sie vermehrt zu Gesicht bekamen bei der Suche nach Schätzen oder Wertvollen Gegenstand gaben ihr diesen Namen. Wie sie darauf kamen war nach wie vor ein Rätsel. Der Name über den Wyvern Scatha sprach sich im Lande herum. Mittlerweile hatte Scatha sich daran gewöhnt und trug den Namen nun als den ihren. Immerhin war es besser als Echse genannt zu werden oder noch schlimmer als Salamander.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » Di 29. Okt 2019, 10:49

Beinahe friedlich wirkte jetzt diese seltsame Zusammenkunft in der Nacht, untermalt vom Rauschen der Wellen und dem sanften Rascheln der Bäume im leichten Wind. Stoff für eine Geschichte. Da trafen sich einst ein Kind und ein Drache am Strand einer wunderschönen Insel...
Dabei war nichts so wie es schien. Der Drache gab sich für den Moment friedlich, doch ich gab mich nicht der Illusion hin, dies könnte sich nicht sehr schnell ändern. Ich war auch kein Kind, und fragte mich schon seit geraumer Zeit, ob mein Gegenüber das bereits erkannt hatte. Entweder, das war nicht der Fall, oder er ließ es sich zumindest nicht anmerken.
Die Art wie der Drache meine Frage beantwortete klang danach, als wäre auch das nicht sein wahrer Name, doch das überraschte mich nicht. Je nachdem was man las war der wahre Name eines Drachen entweder geheim, oder es wurde überhaupt nichts dergleichen beschrieben und es waren die Menschen, die einem Drachen einen Namen gaben, bei dem sie ihn nennen konnten. Es spielte auch keine Rolle, nicht um des Namens Willen jedenfalls. Was mich eher interessierte war der Drache selbst und seine Natur. Jetzt wo ich schonmal die Gelegenheit bekommen hatte, mit einem zu sprechen, ohne dass ich aufgefressen wurde. Natürlich konnte es sein, dass der Drache das noch immer vorhatte und sich seinerseits ebenfalls zunächst etwas von diesem Gespräch versprach, aber wenn ich ein bisschen Glück hatte, könnte ich ihn bei Bedarf mit meinen Fähigkeiten überraschen, falls es brennzlig wurde.
Ich nickte langsam zur Kenntnisnahme, man hätte es auch als stummen Dank interpretieren können, sofern Drachen überhaupt mit den Gesten der Menschen vertraut waren.
"Seid Ihr auf dieser Insel denn bekannt?", nahm ich ihre Antwort meinerseits auf und wagte eine erneute Frage. Bisher hatte der Drache sich jedenfalls nicht darüber beschwert, dass ich Fragen stellte. "Ich habe noch nichts davon gehört", fügte ich als Erklärung hinzu.
Bis jetzt schien Scatha jedenfalls, nach anfänglichem Misstrauen, für einen Drachen, und dazu für ein Wyvern, recht umgänglich zu sein. Ich hätte zu gern gewusst, was sie über mich und unser Gespräch dachte, aber danach fragen würde ich sie nicht. Das musste ich wohl zwischen den Zeilen herausfinden. Und zugegebenermaßen entsprach das auch eher meinen Vorlieben. Ein gewisses Interesse sollte der Drache wohl zeigen, so jedenfalls deutete ich seinen Kommentar zu meinem angelesenen Wissen.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Scatha » Do 7. Nov 2019, 16:06

Stille trat zwischen die beiden nachdem sie sich gegenseitig vorgestellt hatten. Nachdenklich hatte Scatha spekuliert ob dies ihr wahrer Name war und aufgrund der Stille entstanden war, nahm Scatha ebenso an, dass Emilia sich womöglich Gedanken über ihren Namen machte. Während sie also schwieg und nur langsam nickte, wandte der Wyvern seinen Kopf von ihr ab um sich nochmals einen Überblick von ihrer Umgebung zu verschaffen. Auf dieser Seite der Insel gab es den dichten Wall an Bäumen der den Rand des Sandstrandes säumte und bis in die Unendlichkeit weit nach links un rechts verlief. Sand bedeckte den Strand soweit das Auge sehen konnte und bis er tief in den bläulich, dunklen Wellen zu verschwinden schien. Eigentlich ein recht schöner Ort wenn man sich einen Ort zum entspannen suchte. Allerdings schien diese Insel aber auch bewohnt zu sein. Das Emilia eine gestrandete sein glaubte der Drachen nicht.
Wieder wandte sie den Kopf als das Mädchen erneut zu sprechen begann. Nach wie vor auf eine höfliche Art, was dem Drachen schon vorher aufgefallen war und ihn etwas irritierte. Sich aber darüber den Kopf zu zerbrechen würde wieder auf die Drachen hinweisen denen man stehts ihren Respekt gab. Dennoch schwieg Scatha darüber und hob nur leicht den Kopf an um die Gestalt im Wald in ihrem Blickwinkel einfangen zu können.
„Nein“
Gab sie zurück und zuckte mit ihren Ohren als hätte sie dort etwas gebissen. Sie konnte sich nicht daran erinnern hier schon mal gewesen zu sein. Eigentlich hatte sie nur nach Land gesucht um ihre Beute zu verschlingen. Im Wasser wäre das sehr ungünstig gewesen und sie hätte ihren Magen wohl mehr mit Salzwasser als Fleisch gefüllt. „Ich komme von weit her..“ ergänzte sie und wandte den Kopf etwas zur Seite um einen Blick auf das Wasser zu werfen. Man konnte noch den aufgewühlten Sand sehen er sich zu größeren Hügeln an getürmt hatte. Auch lag der Hai nach wie vor dort, wurde aber langsam von der kommenden Flut überschwemmt, vielleicht auch zurück ins Meer hinaus getragen. Dort hin wo die Menschen ihn nicht mehr sehen konnten. Oder er blieb einfach liegen bis auch die Knochen verrotteten. Ihr Blick glitt zurück zu Emilia. Innerlich fragte sie sich warum diese nach wie vor im Schutz der Bäume blieb. „Immer noch angst?“ fragte sie daher aus dem Nichts heraus. Ein Kind ihres Alters wäre sofort auf einen Drachen zu gelaufen. Sie kannten die Gefahr nicht und die meisten Drachen waren Kindern gegenüber viel friedlicher als Erwachsenen. Sie allerdings war anders. Hielt sich im Schutz der Bäume auf, immer genug Abstand zwischen sich und Scatha.
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Re: Strand Umgebung im Westen der Insel

Beitragvon Lienna » Di 12. Nov 2019, 18:43

Die Antwort des Drachen fiel knapp aus, und auch wenn ich nicht geübt darin war, die Emotionen eines Drachen zu deuten, fragte ich mich ob mehr dahinter steckte. Meine Geduld jedenfalls machte sich bezahlt, denn Scatha fügte noch etwas hinzu, was allerdings ebenso wenig aufschlussreich war. Nun, aber das machte nichts. Sie antwortete mir, und das war schon mehr als worauf ich hoffen konnte.
"Dann seid Ihr über das Meer geflogen", schlussfolgerte ich, mit nur einem ganz leicht fragenden Unterton. Was sonst sollte es sein? Nun, zum Beispiel dass sie auf einem Schiff gereist war, entweder absichtlich, oder als Gefangene. Möglichkeiten gab es viele. "War es denn Absicht, dass Ihr diese Insel als Ziel hattet?", fügte ich der Neugierde halber hinzu, und umschiffte damit soweit wie möglich die direkte Frage, ob sie sich verflogen hatte. Das würde bei einem stolzen Drachen sicherlich nicht gut ankommen, wobei ich noch nicht sicher war, wie stolz dieses Exemplar hier tatsächlich war. Der erste Eindruck war für mich eher, dass sie unerfahren und misstrauisch war.
Ich mochte auf den Drachen zwar den gleichen Eindruck erwecken, aber das war gut so. Ich gestattete mir sogar ein leichtes Lächeln, als der Drache nochmals auf meine vermeintliche Angst zu sprechen kam. "Ihr seid noch immer ein großer Drache und es gibt etliche Geschichten von Euereins, die Kinder oder Jungfrauen fressen", erklärte ich, ohne ihre Aussage zu bestätigen oder abzustreiten. Ich hätte noch mehr hinzufügen können, doch das hätte den Drachen nur gereizt. Es war erst wenige Minuten her, da hatte er deutlich mehr Angst vor mir gehabt als ich vor ihm, wie mir schien.
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