Das verlassene Dorf




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Es liegt auf der Wiese am Waldrand, umgeben von Feldern, und ist nur sehr klein. Auch von hier wurden die Menschen nach Kapua evakuiert, doch obwohl viele Häuser durch die Monster zerstört wurden und es keinen Strom gibt, finden manche Yokai hier Schutz und ein Dach über dem Kopf - wenn auch keine Sicherheit vor den Monstern.

Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Mi 18. Sep 2019, 20:18

Wie verdammt lang konnten diese Nächte sein...
Es waren nicht nur die Monster. Es war auch das Warten. Die ständige Alarmbereitschaft. Und zunehmend auch diese verdammte Kälte!
Die Nächte in der Wildnis in diesem nackten Menschenkörper waren furchtbar. Zwar war mir dieses Mal glücklicherweise - haha... - mein Feuer geblieben, aber das die ganze Nacht brennen zu lassen kostete mich einiges an Kraft. Und es war leider nicht einmal so, dass ich nur eine Nacht in diesem Körper steckte... Das hatte ich leider bald feststellen müssen.
Auch die ständigen Verwandlungen zehrten an meinen Kräften. So dankbar ich auch für jede Stunde in meinem roten Fuchspelz war, so wie es jetzt stand, konnte es nicht bleiben. Ich konnte nicht auf Hilfe warten - oder darauf dass ich wieder normal wurde, denn einmal saß ich zweieinhalb Tage in Menschengestalt fest und der Hunger war in dieser Zeit quälend geworden, denn natürlich konnte ich in diesem Körper weder jagen, noch fand ich etwas zu Essen in der Wildnis.
Mir war nichts anderes übrig geblieben, als mich auf den Weg in Richtung Dorf zu machen. Natürlich war ich wieder krank geworden. Es war Herbst und dieser verfluchte Menschenkörper hielt sowieso nichts aus. Und dann waren da noch diese schwarzen Ungeheuer...
Ich fand schnell heraus, dass sie sich mit Feuer vertreiben ließen. Dadurch war ich eigentlich halbwegs sicher vor ihnen, aber besser machte das meine Situation auch nicht. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis ich endlich das Dorf zwischen den Bäumen sehen konnte.
Und so hatte ich es noch nie gesehen. Viele Häuser waren teilweise zerstört. Alle verlassen. Kein einziger Mensch war zu sehen, als ich mich wankend an einer Hausecke festhielt - auf zwei wackligen Beinen, denn nach Wochen in der Wildnis und blutig geschürften Knien musste ich einsehen, dass diese Art der Fortbewegung für diesen Körper einfach besser war. Bis ich aber wirklich auf ihnen laufen konnte, verging noch einmal einige Zeit. Dieser Körper war so furchtbar ungeschickt.
Nahrung hatte ich gefunden, auch Decken und andere Stoffe, in die ich mich einhüllte. Aber Wasser gab es nicht. Das musste ich mir bei einem Bach in der Nähe holen. Vor allem musste ich dringend zu Kräften kommen...
Es war verrückt. Ich kam ins Dorf, um mich zu erholen. Ich! Und dazu war keine Menschenseele hier. Alles war verrückt geworden, seitdem diese Ungeheuer aufgetaucht waren.

Drei Tage war ich jetzt schon hier, streifte durch die Häuser und suchte mir Essen zusammen, was gar nicht so einfach war. Vieles war bereits verdorben, mit manchem konnte ich nichts anfangen - diese dummen Dosen bekam ich einfach nicht auf! - und so einiges kannte ich gar nicht. Während dieser drei Tage war ich nur einmal für einen halben Tag ich selbst gewesen und hatte mir da mit Mühe und Not ein Kaninchen gefangen. Dummerweise vertrug der menschliche Magen so etwas gar nicht gut...
Jetzt saß ich in einem der leeren Häuser, auf einem Bett und in eine Decke gewickelt, und lauschte. Vorhin war das Grollen eines dieser Ungeheuer zu hören gewesen... Durchs Fenster hindurch hatte ich einen großen, dunklen Schatten gesehen, aber ob er mich bemerkt hatte, konnte ich nicht sagen. Vielleicht lauerte es auch und suchte einen Weg hier rein... Das Viech war jedenfalls eins der größeren Exemplare, und mit denen legte ich mich nicht gerne an, wenn ich nicht musste. Ich sparte mir meine Kräfte lieber für den Notfall auf...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Mi 18. Sep 2019, 20:52

Es hatte ein paar Tage gedauert. Sich zurechtzufinden - und vor allem irgendein System hinter dem ganzen zu erkennen. Wenn man es als System bezeichnen wollte.
Das Dorf, in dem vor nicht allzu langer Zeit noch Menschen, und ein paar nicht ganz so menschliche Zweibeiner vielleicht, gelebt haben mussten, war kürzlich und offensichtlich überhastet verlassen worden. Zurückgelassen. Man hatte nicht alles noch ordentlich aufgeräumt und Strom, Heizung und Wasser abgestellt, dafür war dem Anschein nach keine Zeit gewesen. Was wiederum darauf hinwies, dass diese seltsamen Kreaturen, die bei Nacht hier und dort ohne große Vorwarnung einfach aus dem Nichts auftauchten, noch kein etabliertes Phänomen waren. D
Denn dann hätten sich die dummen, lästigen Menschen, diese Krone der Schöpfung, längst irgendeinen Plan ausgedacht, wie sie trotzdem hier weitermachen konnten.
Es war nicht das erste Mal, dass der augenscheinlich junge Mann mit den roten Haaren und den roten Augen das Dorf betrat. Beim ersten Mal hatte er sich bei Tageslicht umgesehen und festgestellt, dass es zwar ein paar Tierchen aufzuschrecken waren, dass aber eben keine Nahrungsquelle zurückgeblieben war. Mal abgesehen von Lebensmitteln. Aber davon war ja nicht die Rede.
Beim zweiten Mal hatte er sich ein wenig mit den Inneneinrichtungen von ein paar der Häuser vertraut gemacht und nach nützlichen Gegenständen gesucht. Gefunden hatte er nichts, oder wenigstens hatte er bisher noch nichts mitgenommen, weil er es außerhalb der Ortschaft auch einfach nicht brauchte. Oder allgemein. Die Viecher ließen sich mit den beiden Waffen, die er bei sich trug, gut erledigen. Oder er ging ihnen einfach aus dem Weg, wenn sie zu groß oder zu lästig waren. Er fror nicht und er schlief nicht, also trug er auch keine Decken oder einen Mantel - und auch keine Schuhe, obwohl er kurz überlegt hatte, als es einmal ziemlich geregnet hatte und der Boden aufgeweicht war.
Der Ort eignete sich abgesehen davon aber auch ganz gut, um es zwischendurch etwas gemütlicher zu haben oder die Haut doch mal zu waschen.

An diesem Abend, oder vielleicht bezeichnete man die Tageszeit auch schon als Nacht, gab es einen neuen Grund, weshalb er aufgetaucht war. Und das war der Geruch. Er hatte ihn angelockt. Der Durst war nicht sehr stark, denn nachdem er das Dorf verlassen vorgefunden hatte, hatte er wohl oder übel mit ein paar Tieren vorlieb nehmen müssen. Doch Tierblut beseitigte den Durst nie ganz.
Und das, wonach es hier nun roch... Das war kein Tier. Zumindest nicht ganz. Es roch menschlich genug. Irgendein lebendiges Wesen, das sich - vielleicht genau wie er - hierher verirrt hatte.
Aber vermutlich wollte erst das schwarze Ding beseitigt werden, das sich an demselben Haus herumtrieb, das auch sein Interesse geweckt hatte. Vielleicht überlegte es gerade, ob es einen anderen Weg hinein gab als die Haustür oder die Wand einfach zu zerstören...?
Der Rothaarige hob einen kleinen Stein auf, der am Bordstein lag und vielleicht sogar aus dem Pflaster gebrochen war, und wog ihn kurz in der linken Hand. Das Ding hatte ihn scheinbar noch nicht bemerkt, und sich einfach anzuschleichen und es von hinten anzugreifen, war doch ein wenig gemein, nicht wahr?
Die Finger schlossen sich einen Wimpernschlag lang um den Stein, und ein weiteres Blinzeln später hatte er bereits ausgeholt und ihn der Kreatur mit ziemlicher Wucht gegen die Schulter geschleudert. Sie erinnerte ein wenig an einen viel zu groß geratenen gedrungenen Hund. Und klang auch ein wenig so, als sie herumfuhr und laut knurrte.
Ein leichtes Grinsen zauberte sich auf das Gesicht des Mannes, nicht breit genug, um die spitzen Zähne zu zeigen. "Aber hallo, meine Schönheit", sagte er leise.
Vielleicht war erwähnenswert, dass er eine lange schwarze Klinge in der rechten Hand hielt, die noch nur ruhig an seiner Seite ruhte, als das Ding sich duckte und dann auf ihn lossprang...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Do 19. Sep 2019, 13:43

Ich hatte eine menschliche Hand über Mund und Nase gelegt, um meinen eigenen Atem zu dämpfen, während ich reglos auf die Geräusche des Wesens lauschte. Meine Fuchsohren hatten sich in Richtung des Fensters gedreht, durch das die Geräusche nur gedämpft hindurch drangen.
Auch für so etwas war das Dorf gar nicht so schlecht, jetzt wo es leer stand jedenfalls. Im Wald war es sehr viel schwieriger gewesen, den Ungeheuern zu entgehen. Hier hingegen gab es tatsächlich auch die Möglichkeit, sich zu verstecken, was tatsächlich manchmal auch funktionierte - und nachdem ich mich zuvor eine gefühlte Ewigkeit durch die Wildnis geschlagen hatte, war diese Option sehr viel verlockender, als der offene Kampf. Ich hatte mich noch längst nicht von dem Weg erholt, war bei weitem nicht bei Kräften, und schlug mich immer noch mit der heftigen Erkältung - oder was immer es war - herum, die der anfällige Menschenkörper sich da draußen geholt hatte.
Gerade als es immer schwieriger wurde, ein Husten noch zu unterdrücken, zuckten meine Ohren bei einem etwas lauteren Knurren zum Fenster hin. Einen Moment lang hielt ich die Luft an und befürchtete schon, gleich würde irgendetwas passieren. Aber das tat es nicht. Nicht für mich jedenfalls, denn es klang so, als machte das Wesen ein paar donnernde Sätze von mir weg...
Jetzt konnte ich das Husten nicht mehr verhindern, das durch die Decke und meine Hand gedämpft war, aber das Ungeheuer schien mir auch keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Ich konnte ja nicht ahnen, dass es sich bereits eine andere Beute ausgesucht hatte, auf die es gerade zusprang...
Aber ich konnte es mir denken, vor allem bei den Geräuschen, die kurz darauf folgten, und die mich dazu brachten, mich ans Fenster heran zu lehnen und hinaus zu sehen. Die Dunkelheit und das trübe Glas schluckten das meiste, und das Wesen musste nach links gesprungen sein, denn ich konnte es nicht mehr sehen. Dafür hätte ich das Fenster öffnen müssen, aber das tat ich nicht.
Stattdessen zog ich mich wieder zurück und wartete. Vielleicht würde das Monster mich vergessen, wenn es andere Beute gemacht hatte. Oder...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Do 19. Sep 2019, 17:38

Die äußerliche Form des Dings täuschte ein wenig. Während es Ähnlichkeit mit einer zu groß geratenen Bulldogge hatte, war es nämlich dennoch ziemlich schnell. Und zielgenau, obwohl es gar keine Augen besaß, wie ausnahmslos alle der Viecher, denen er in den Tagen hier begegnet war, die er nun schon auf dieser Oberfläche, vermutlich einer Insel, verbrachte. Es machte einen Satz, als es sich weit genug genähert hatte, der es einige Meter weit nach vorn katapultierte, und ließ das beeindruckende Maul genau dort zuschnappen, wo sich gerade noch Hals und Schulter des rothaarigen Mannes befunden hatten.
Aber die Kreatur war nicht die einzige, die schnell war, und sie war auch nicht schnell genug, um mit ihm mithalten zu können. Er war ihr ausgewichen und verpasste ihr dabei mit der Klinge einen kräftigen Hieb in die Seite, wo sie durch die schwarze Haut schnitt und eine tiefe, fast armlange Wunde hinterließ. Das Wesen gab einen Laut von sich, der vielleicht so etwas wie Schmerzen ausdrücken könnte. Auch wenn er sich an sich gar nicht so sicher war, ob die Dinger überhaupt so etwas wie Schmerz empfanden. Sie verbluteten ja nicht mal, und ein Stich in die Brust hatte bisher auch nie geholfen.
De Zähne klappten laut aufeinander, die Kreatur stoppte und fuhr dann herum. Dämlich war sie nicht, denn obwohl sie offen zeigte, wie aggressiv sie war, stürzte sie sich nicht erneut auf ihn, nicht sofort jedenfalls - was dasselbe Ergebnis gebracht hätte wie zuvor. Stattdessen grollte sie erneut und duckte sich. Und dann näherte sie sich langsamer, mit wütend gefletschten Zähnen und über den Asphalt ratschenden Krallen.
Er neigte den Kopf zur Seite und wich, nun nur noch leicht lächelnd, im gleichen Maße zurück, wie sie sich näherte, und nach ein paar Metern wurde er ebenso im gleichen Maße schneller, bis es dem Wesen zu blöd wurde und es sich nun doch mit einem weiteren Knurren auf ihn stürzte. Er wich ihm erneut aus und setzte ihm nach, um die Sache nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Immerhin gab es einen anderen Grund, warum er hier war, und es wäre nicht sinnvoll, den Durst bis dahin zu verschlimmern, weil das Vieh ihn doch erwischte.
Die Zweibeinerin wurde deshalb nur noch einige Augenblicke lang Zeugin von wütendem Geknurre, dem ein oder anderen Rumpeln, weil die Kreatur etwas umwarf oder mit der Pranke zerschlug, und vielleicht hörte sie auch Geräusche von Metall, ehe es wieder still wurde. Und diesmal auch wirklich sehr still...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 20. Sep 2019, 13:54

...oder aber die vermeintliche Beute erwies sich als doch nicht so leicht zu erlegen. Die Geräusche, die trotz des geschlossenen Fensters zu hören waren, sprachen für einen Kampf, und während das Kreischen und Knurren des Ungeheuers gut zu hören war, erklang von dessen Widersacher nichts. Ein, zwei Mal meinte ich, noch etwas anderes zu hören, das eher metallisch klang, aber ob das nur ein Nebengeräusch des Kampfes war, oder tatsächlich mit dem zweiten Wesen zu tun hatte, ließ sich nicht sagen.
Das ganze dauerte auch überraschenderweise gar nicht mehr lange, dann verebbte das Knurren des Monsters und mit einem letzten Schnaufen herrschte plötzlich Stille. Totenstille...
Ein wenig überrascht war ich schon und verharrte noch einige weitere Momente, ohne mich zu rühren. Ich war noch auf niemanden gestoßen, der eins dieser Ungeheuer hatte töten können. Ich selbst hatte es auch nicht geschafft - was daran lag, dass die Kreaturen eher flohen, sobald sie etwas zu sehr mit meinem Feuer in Kontakt gekommen waren. Was für ein Wesen war stark genug, es mit diesem Ungeheuer aufzunehmen und es zu besiegen?
Und was würde es anstellen, wenn es mich sah?
Natürlich musste ich es herausfinden, denn das hier könnte das erste lebende Wesen seit Wochen sein, das mir abgesehen von Waldtieren begegnete. Dennoch war ich sehr vorsichtig, als ich mich nach einigen weiteren Momenten des Lauschens vom Bett schob und aufstand. Das Gehen auf zwei Beinen klappte soweit ganz gut, zumal ich meine Flügel und meinen Schwanz als Gleichgewichtshilfen nehmen konnte. Die Decke ließ ich auf dem Bett zurück und trug somit nur noch einen hellblauen Bademantel, den ich mit der offenen Seite nach hinten trug, um meine Flügel freizuhaben. Es war das einzige, das ich hatte anziehen können, ohne dass es meine Flügel störte... Das und die zwei Paar Socken, die meine Schritte auf dem schmutzigen Fußboden dämpften, als ich aus dem Zimmer und auf den Flur hinaus trat, der geradeaus zur nur angelehnten Eingangstür führte. Wenn irgend möglich, wollte ich zunächst noch von dem fremden Wesen unentdeckt bleiben, daher verhielt ich mich so leise es der ungeschickte Körper erlaubte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Fr 20. Sep 2019, 18:50

Der nach außen hin wie maximal 25 oder 26 Jahre alt wirkende junge Mann huschte an dem reglos am Boden liegenden schwarzen Wesen vorbei zurück in Richtung des Hauses, in dem sich der zweibeinige Geruch befand. Und da der eigene Körper ihm perfekt gehorchte, verursachte er dabei kein hörbares Geräusch. Das hieß, man musste recht gute Ohren haben und näher herankommen, wenn man ihn hören wollte. Man konnte seinen Schatten nur kurz an einem der Fenster vorbeigleiten sehen, wenn man in die richtige Richtung blickte, doch er bewegte sich recht zielstrebig zur Vorderseite des Hauses hin.
Nicht unbedingt, weil er bereits wusste, dass die Tür nicht geschlossen war, sondern eher, weil es nun einmal die Eingangstür war, durch die man normalerweise ein Haus betrat. Er hatte keinen Grund, sich auf heimlicherem Weg hineinzuschleichen, da er sich selbst vertraute und keine Konfrontation scheute. Außerdem war der Geruch drinnen für ihn der allererste seit... Langer Zeit, der ein lebendiges anderes zweibeiniges intelligentes Wesen versprach. Sich anzupirschen und es sofort zu überfallen wäre der Plan gewesen, wäre er ausgehungert gewesen.
Doch aktuell war es nicht notwendig.
Dass die Tür nur angelehnt war, war schnell festgestellt, die linke Hand daher gehoben, und mit den Fingerspitzen drückte er sie auf und trat ein. Dass er sie hinter sich ganz ins Schloss schob, war zwar nur ein kleines Detail, es geschah jedoch nicht grundlos. Auch wenn die Tür nicht abzuschließen war. Auch die Klinge ruhte nicht ganz grundlos weiterhin in seiner rechten Hand.
Die roten Augen glitten dorthin, wo sich die andere Person befand, selbst für den Fall, dass sie in einem benachbarten Raum schon verschwunden war, sodass er sie an sich nicht sehen konnte. Aber er roch sie ja. "Du kannst dich nicht vor mir verstecken. Komm raus", sagte er in die Stille hinein. Nun, um genauzusein blieb es dabei ebenso still, denn die fremde Person konnte seine Stimme nur in ihrem Kopf hören.
Aber vielleicht reichte das ja schon aus, damit sie erkannte, wer zu ihr sprach. Zumindest hatte diese "Stimme" Wiedererkennungswert, auch wenn sie an sich keinen richtigen "Klang" in dem Sinne hatte, dass sie sich wie seine eigene Stimme anhörte. Aber es war nicht das erste Mal, dass die Fremde diese gedachte Stimme in ihrem Kopf vernahm...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 20. Sep 2019, 19:30

Meine Ohren zuckten und ich hielt inne, als das Geräusch der Tür zumindest für mein feines Gehör deutlich wahrnehmbar war, denn abgesehen davon hatte ich keine Schritte gehört. Ich machte den halben Schritt, den ich hinaus in den Flur getreten war, wieder zurück, wobei ich mich am Türrahmen innen im Schlafzimmer festhielt, denn Rückwärts war dann doch noch eine kleine Herausforderung für diesen Körper. Meine Ohren blieben aufmerksam gespitzt, als ich dieses Mal das sachte Auftreten von Füßen auf dem Boden zu hören meinte. Und dann die sich schließende Tür. Wer auch immer es war, er war äußerst leise, selbst für mein feines Gehör.
Natürlich hatte ich keine Angst. Aber diese Person hatte vermutlich gerade ein großes Monster getötet. Und auch jetzt verhielt sie sich eher wie ein Jäger, als wie jemand der nach Überlebenden suchte - genau das war es, was mich misstrauisch sein ließ. Zudem war mir leider nur allzu bewusst, dass ich ein erbärmliches Bild abgeben musste...
Während der nächsten drei Herzschläge blieb es still, doch dann erklang eine Stimme... wenn man das so sagen konnte... die mich sofort aufhorchen ließ.
Es war keine Stimme in dem Sinne, jedenfalls keine die für meine Ohren hörbar gewesen wäre. Aber viel wichtiger war, es war nicht das erste Mal, dass ich Worte auf diese Weise hörte - und auch nicht das erste Mal, dass ich diese Stimme hörte.
Ein Lächeln schlich sich für einen Moment auf mein Gesicht. Hab ich auch nicht vor, antwortete ich lediglich in Gedanken, als ich aus dem Zimmer und um die Ecke herum trat, um damit dem Monstertöter entgegen zu blicken. Klar... Ihm traute ich sowas sofort zu. Und ehrlich gesagt war ich... erleichtert und auch froh, ihn zu sehen.
"Hey", sagte ich leise und musterte Dart einen Moment lang. Er sah... anders aus. Ein wenig zumindest. Aber nun... Mit einem ziemlich schiefen, bitteren Lächeln auf meinem Gesicht musste ich zugeben, dass auch ich anders aussah. "Du warst das also", sagte ich und nickte in die Richtung, in der das Knurren zuletzt hörbar gewesen war.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Fr 20. Sep 2019, 19:51

Er hielt ganz still, nachdem er gesprochen hatte, doch er musste auch gar nicht lange weiter lauschen oder abwarten, bis sich etwas tat. Die Person befand sich in dem Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite des Flurs und schob sich nun um die Ecke, sodass er sie in der Dunkelheit gut ausmachen konnte.
Er hob den Kopf. Es löste kurz irgendetwas aus, die junge Frau mit den Fuchsohren zu sehen, aber nichts, was er hätte greifen oder beschreiben können. Sie war ihm fremd. Ihr Geruch war fremd. Sie trug dem Anschein nach nur Socken und einen Bademantel, und den auch noch falsch herum, aber das mochte an etwas auf ihrem Rücken liegen, das eventuell Flügel waren. Richtig sehen konnte er es nicht, ihr Körper war im Weg. Der schwache Geruch von Fuchsfell klebte an ihr.
Auch ihre Stimme war fremd. Doch ihm entging das schiefe Lächeln und ihre Wortwahl nicht. Seine linke Augenbraue hob sich leicht und der Kopf neigte sich gleichzeitig eine Spur zur Seite. "Ja." Er musterte sie noch einen Moment lang, dann wurden seine Augen etwas schmal. "Du klingst nicht sehr überrascht." Tatsächlich wirkte sie überhaupt so, als sei es etwas relativ Normales hier auf ihn zu treffen. Eine wildfremde Person. Und sie schien auch nicht beunruhigt zu sein. Oder misstrauisch.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 20. Sep 2019, 20:08

Es war zu dunkel hier drin, um Einzelheiten in seinem Gesichtsausdruck auszumachen, aber ich sah dass er den Kopf leicht zur Seite neigte. Mir fiel allerdings auf, dass Dart wieder nur mit der Stimme in meinem Kopf sprach. Meine Ohren zuckten einmal kurz, als versuchten sie, die Laute aufzufangen, wo keine waren.
Ich schüttelte sachte den Kopf bei seinen Worten. Überrascht war ich tatsächlich nicht. "Sollte ich das?" Meine Frage klang nicht wirklich ernst gemeint. Ehrlich gesagt konnte ich es mir bei Dart sogar sehr gut vorstellen, wie er sich mit diesen Viechern anlegte. Und war das nicht... ein Schwert oder sowas, das er da in der Hand hielt?
Ein Husten schüttelte den Menschenkörper durch und ich zog die Schultern ein bisschen ein. Man man man... Fröstelnd zog ich mir den Bademantel wieder etwas mehr über die Schultern nach hinten. Mein Blick hatte sich ein wenig gesenkt.
"Du wirkst... auch nicht besonders überrascht", fügte ich etwas leiser und eine Spur zögerlich hinzu. Er hatte noch nichts dazu gesagt, dass ich schon wieder in diesem Körper feststeckte. Und das nachdem er es selbst gewesen war, der mir zurück zu meinem eigenen Körper geholfen hatte. Hatte er es etwa geahnt? Oder etwas gespürt oder so?
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Fr 20. Sep 2019, 20:21

Er antwortete nicht auf die Frage der Frau, doch bei ihrer eigenen Feststellung zeigte sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen und er hob den Kopf wieder an. Das Lächeln berührte seine Augen nicht und er wandte auch den Blick nicht von ihr ab. Der wurde nur vom Blinzeln unterbrochen.
Das Husten und das leichte Zittern des Körpers fiel ihm durchaus auf, aber danach fragen tat er nicht. Nicht jetzt jedenfalls. "Ich rieche dich eine Meile gegen den Wind", nun ja, das war so eine halbe Lüge, "wieso sollte ich überrascht sein, dich hier zu finden." Es war aber schon eher eine Feststellung als eine Frage, und er trat langsam zwei Schritte näher. Das Schwert blieb gesenkt, die Schritte leise. "Ich sagte doch, du kannst dich nicht vor mir verstecken."
Dass die Frau eventuell auf etwas anderes angespielt hatte mit ihrer Feststellung, darauf kam er nicht. Ihm war dieser Ort, die Wiese, der Wald, die übrigen Gegenden, in denen er in den letzten wenigen Tagen hier schon gewesen war, all das war ihm fremd. Er erinnerte sich nur an einen anderen Ort und an ein anderes Leben davor. Deshalb kam ihm auch nicht der Gedanke, dass er die Fuchsfrau schon einmal getroffen haben könnte. Und nur keine Erinnerung daran hatte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 20. Sep 2019, 20:35

Ich stieß einen leisen Laut aus, der vielleicht ein halbes Schnauben hätte sein können, aber kaum mehr als ein Ausstoßen von Luft war. Natürlich... Und Dart war noch nie jemand gewesen, der einem gewisse Dinge sofort unter die Nase rieb oder vor den Kopf stieß. Aber mal ehrlich... Hätte er mich vor drei Wochen schon gefunden, hätte ich noch einen sehr viel größeren Aufstand gemacht.
"Hab ich auch nicht vor", antwortete ich diesmal hörbar und hob den Blick wieder zu ihm, den einen Mundwinkel wieder zu einem leichten, schiefen Lächeln gehoben. Seine Schritte waren beinahe lautlos, als er langsam auf mich zu kam. Zwar fand ich seine Worte ein wenig seltsam, aber nun... vielleicht übersah ich in der Dunkelheit auch einfach das sachte Grinsen, das ich mir dabei auf seinem Gesicht gut vorstellen könnte, wenn er seine Worte mit der nur halben Ernsthaftigkeit sagte, die ich bei ihm so gewohnt war.
"Besser du als diese Viecher da draußen", sagte ich und kam nun ebenfalls auf ihn zu, warf dabei einen Blick an ihm vorbei zu der nun verschlossenen Eingangstür hin. "Auf die kann ich gerade ganz gut verzichten..."
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Fr 20. Sep 2019, 20:58

Das Verhalten der Frau war tatsächlich ein wenig seltsam, wenn man darauf abstellte, dass sie ihn überhaupt nicht kannte. Angst hatte sie offensichtlich nicht. Aber das schien auch nicht daran zu liegen, dass sie heilfroh war, eine andere Person zu treffen, die eins der schwarzen Viecher draußen erledigt hatte. Klar, man könnte selbiges über sein Verhalten behaupten - aber er war ja auch immerhin derjenige, der das Vieh erledigt hatte und immer noch ein Schwert in der Hand hielt.
Es sei denn natürlich, die Frau war genauso drauf wie er.
Könntest du eh nicht..., war diesmal er derjenige, der die Erwiderung auf ihre Worte nur dachte und schmunzelte leise, "hn".
Sein Blick glitt noch einmal über das Gesicht und den Körper der Frau und blieb kurz an dem hängen, was sich nach einem Moment als ein Fuchsschwanz herausstellte, der da hinter ihr hervorlugte. Es war außerdem ungewohnt, jemanden sich so ohne Scheu nähern zu sehen. Nicht nur, weil es so lange her war, dass er wirklich jemanden getroffen hatte...
Aber aus genau dem Grund, dass es ihm irgendwie komisch erschien, dass jemand das freiwillig tat, hob er mit einer fließenden Geste des Arms das Chokutou etwas an, sodass die Spitze sich ein wenig gesenkt auf sie richtete und die Waffe sich zwischen ihnen befand. "Du kannst mir doch sicher was über sie erzählen, oder? Was sind sie und warum sind sie nachts hier?"
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Fr 20. Sep 2019, 21:18

Ich war gerade zwei Schritte weit gekommen, als ich in meiner Bewegung schon wieder inne hielt, diesmal tatsächlich überrascht... denn es war die wie beiläufige Geste, mit der Dart das Schwert ein Stück hob, die mich stehen bleiben ließ. Sofort erfasste mich instinktiv eine gewisse Alarmbereitschaft, die sich normalerweise, obwohl ich wusste dass Dart ebenso ein Raubtier war wie ich, in Grenzen hielt. Es gab bestimmte Situationen, wo dieses Gefühl stärker hervorkam, aber meistens war ich in seiner Nähe tatsächlich relativ entspannt. Hier jedoch schlug mein Instinkt Alarm. Und das selbst in dieser Gestalt.
Mein Blick hob sich sofort in sein Gesicht, aufmerksam und überrascht. Viel mehr über das Schwert, das sich jetzt zwischen uns befand, als über seine Fragen, auch wenn die genauso seltsam waren. "Nein", sagte ich in einem Ton, als wäre das selbstverständlich. Man hörte mir an, dass ich mich wunderte. "Es fing einfach irgendwann an, und jetzt kommen sie fast jede Nacht." Ich runzelte leicht die Stirn, denn viel wichtiger als diese Viecher war jetzt das Schwert und Darts seltsames Verhalten. "Was soll das? Was machst du da?", fügte ich daher fast nahtlos an und meinte damit natürlich seine Geste mit dem Schwert. Nun, aber auch irgendwie seine Fragen. Was spielte es denn jetzt für eine Rolle, wo die Viecher herkamen? Und wie kam er auf die Idee, dass ich etwas darüber wissen könnte?
Ich hatte noch immer keine Angst, aber ich war jetzt vorsichtig und etwas misstrauisch. Irgendetwas stimmte nicht... Ich machte auch keine Anstalten mehr, näher zu kommen.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Fr 20. Sep 2019, 21:48

Sie tat das, was er mit seiner Geste von ihr erwartete, und blieb wieder stehen. Ihr war außerdem anzusehen, dass sie damit nicht so ganz einverstanden war und vorsichtiger wurde. Und dann war da noch ihr Tonfall, als sie seine Fragen beantwortete. Als wäre es selbstverständlich für ihn, dass sie nichts weiter darüber sagen konnte.
"Wonach sieht's denn aus?", erwiderte er ungerührt auf ihre Frage und verengte erst nach einem weiteren Moment die Augen erneut etwas. Sie hatte sich gar nicht weiter darüber gewundert, dass seine Stimme nur in ihrem Kopf erklang. Er hatte zwar keinen Kontakt mehr zu einer fremden Person gehabt, seit er seine Stimme verloren haben musste, aber er war sich ziemlich sicher, dass es nicht plötzlich normal war, Stimmen nicht zu hören, sondern nur telepathisch wahrzunehmen.
Das ganze Verhalten der zweibeinigen Füchsin machte keinen richtigen Sinn, außer sie verfolgte irgendein Ziel - aber dann wiederum schien sie tatsächlich verwirrt darüber zu sein, dass er sie mit der Klinge auf Abstand hielt. Wobei er nun langsam zwei weitere Schritte auf sie zu machte.
"Wer bist du?" Er blinzelte.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Sa 21. Sep 2019, 11:58

Schweigend, und jetzt vor allem wachsam, erwiderte ich den Blick meines Gegenübers. Auf seine Frage antwortete ich nicht, denn für mich sah es ganz danach aus, als stimmte etwas ganz und gar nicht. Was genau das war, konnte ich aber noch nicht so recht sagen. Aber meine Ohren zuckten leicht zur Seite und auch kurz nach hinten, als Dart noch zwei Schritte näher kam, ohne das Schwert sinken zu lassen.
Normalerweise wäre ich stehen geblieben, denn mich trennten immer noch zwei oder drei Schritte von der Schwertspitze. Aber in diesem Fall, mit diesem seltsamen Verhalten, und während ich in diesem hilflosen Körper steckte, wich ich doch einen Schritt zurück, ohne mein Gegenüber aus den Augen zu lassen. Meine rechte Hand hatte ich dabei an die Wand neben mir gelegt, um mich daran abzustützen. Nur einen weiteren Schritt zurück, und ich hätte den Türrahmen des Schlafzimmers neben mir, aber was nützte mir das schon? Er hatte recht. Verstecken konnte ich mich nicht. Und ich hatte es nicht vor.
Die nächste Frage jedoch beseitigte alle Zweifel und ließ meine Gesichtszüge vielleicht auch eine Spur fassungslos werden, wenn man das so nennen konnte. Nein... Das ist nicht dein Ernst, oder?!
Ich stieß die Luft zu einem tiefen, lautlosen Seufzen aus. Darf doch nicht wahr sein...
"Du erinnerst dich nicht..." Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Es war ernüchternd. Aber es erklärte alles. Sein seltsames Verhalten. Die Fragen. Dass er noch nichts zu dieser Gestalt gesagt hatte... "Du hast mich vergessen..."
Das Misstrauen wich vielleicht ein wenig aus meinem Blick, denn jetzt verstand ich. Ich... bedauerte es eher. Verdammt... Er kannte mich wirklich gar nicht mehr? Es musste so sein, denn hätte er nur diesen Menschenkörper nicht gekannt, hätte er es trotzdem irgendwie verknüpfen können... und das war wirklich ziemlich bitter.
"Wir kennen uns... Dart. Ich bin Farûna", antwortete ich deutlich verspätet auf seine Frage und blickte ihn aufmerksam an. Weißt du denn wirklich gar nichts mehr?
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Sa 21. Sep 2019, 12:44

Als die Frau einen Schritt zurückmachte und sich an der Wand abstützte, den Türrahmen hinter sich hatte, näherte auch er sich erst einmal nicht mehr weiter, weil er erreicht hatte, was er wollte. Das Schwert allerdings blieb immer noch halb gehoben und der Arm hielt dabei ganz still, sodass auch die Klingenspitze sich nicht wirklich regte.
Aber obwohl er an sich ohnehin schon ziemlich stillhielt, konnte man doch gut sehen, dass er in seiner Haltung so halb festfror bei dem, was die Frau schließlich sagte.
Du erinnerst dich nicht... Du hast mich vergessen...
Ein Flackern ging durch seine Augen, die sich dabei eine Spur weiteten.
Und sie log auch nicht. Immerhin musste sie ihn wirklich schon mal getroffen haben, wenn sie seinen Namen kannte...

Es blieb ein paar Sekunden lang still, als sie das gesagt und sich vorgestellt hatte. Nicht nur, weil die Information, dass ich diese Frau dort kannte, so unerwartet kam und mich auch ein wenig auf dem falschen Fuß erwischte, sondern auch, weil ich darauf wartete, dass ihr Name irgendetwas auslöste. Etwas Vertrautes, nur irgendetwas, das mir sagte, dass es wirklich stimmte.
Und ja, da war auch irgendetwas, aber das war eine Empfindung, die ich immer noch nicht greifen konnte. Und sie war auch nicht unbedingt so wie wenn man jemanden wiedererkannte und nur nicht drauf kam, woher man ihn kannte. Sondern eher so ein Gefühl als wäre etwas an ihr ... ähnlich.
"Farûna", wiederholte ich schließlich, etwas zögernd. Und ebenso zögernd ließ ich den Arm und mit ihm das Chokutou wieder sinken. Es behagte mir überhaupt nicht, dass sie mich kannte und somit mehr über mich wissen musste als ich über sie, aber so, wie sie mich, ja, begrüßt hatte und wie sie danach sogar auf mich zugekommen war, musste sie jemand sein - oder gewesen sein -, der mit mir klarkam und dem ich nicht wenigstens einmal am Tag den Hals umdrehen wollte.
"Nein... Ich erinnere mich nicht an dich."
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Sa 21. Sep 2019, 13:01

Obwohl wir eine ähnliche Situation tatsächlich schon einmal durchgemacht hatten - wie verrückt war das denn! - war ich mir absolut nicht sicher, wie Dart auf meine Worte reagieren würde. Wie würde ich reagieren, wenn mir plötzlich jemand sagte, er würde mich kennen? Stellte ich mir nicht besonders angenehm vor. Daher versuchte ich trotz der Dunkelheit jede von seinen Regungen wahrzunehmen, meine Ohren waren nach vorne gespitzt und ich blieb aufmerksam.
Und es schien tatsächlich so, als lösten meine Worte etwas in ihm aus. Zwar rührte er sich nicht, und es blieb auch still zwischen uns, da ich die Stille nicht brechen wollte, aber ich meinte zu spüren, wie es in seinem Kopf arbeitete. Als er schließlich nur meinen Namen wiederholte, nickte ich leicht. Doch es lag kein Erkennen darin. Trotzdem ließ er das Schwert sinken, was mich lautlos ausatmen ließ. Ich kannte Dart gut genug, um vorsichtig zu sein, jetzt wo er in mir eine Fremde sah. Aber ich kannte ihn eben auch. Als er das Unvermeidliche aussprach, seufzte ich wieder leise - und musste daraufhin noch ein paar Mal heftig husten.
Als ich mich wieder gefangen hatte, schwieg ich noch ein paar Augenblicke lang, da ich nicht wusste was ich sagen sollte. Ich konnte ihm ja schlecht einfach alles erzählen was so passiert war, und dann war alles wieder normal, nicht wahr? Irgendetwas musste passiert sein. Hing es vielleicht sogar damit zusammen, dass das was er mit mir gemacht hatte nicht mehr richtig wirkte?
"Woran erinnerst du dich?", fragte ich dann leise, und merkte erst nachdem ich es ausgesprochen hatte, dass das wohl eine ziemlich dumme Frage war, wenn man sie von einer vermeintlich Fremden hörte. Aber wo sollte ich sonst anfangen? 'Erinnerst du dich an dies und das und jenes? Ach, wusstest du das schon?' - Haha...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Sa 21. Sep 2019, 13:25

Ich tat ein paar langsame tiefe Atemzüge, um ruhig zu bleiben und nicht anzufangen, mich in einem Strudel aus Fragen zu verlieren. Woher ... kannte ich sie? Oder woher sollte ich sie kennen? Ich erinnerte mich nicht daran, jemals hiergewesen zu sein. Auf der Insel, im Wald, auf der Wiese. Nicht an die große Mauer, die mich bisher davon abgehalten hatte, auch der dahinter liegenden Stadt mal einen Besuch abzustatten. Nicht an die Viecher, nicht an... An nichts, was irgendetwas mit den Orten hier zu tun hatte.
Ich kannte meine alte "Heimat". Diese Frau, die mich zu dem gemacht hatte, wer ich war, die mich benutzt hatte... Und ich erinnerte mich an mein Gefängnis. So lebhaft, dass der Hass in mir aufstieg, solange ich nur einen guten Gedanken daran verschwendete.
Aber nicht daran, jemals dort weggekommen zu sein.
Und dann wiederum - das war mir aufgefallen - konnte ich mit all diesen Sachen um mich herum etwas anfangen. Ich wusste, was ein Bademantel war, eine Dusche, Kühlschrank, Backofen, elektrisches Licht. Obwohl ich mich nicht daran erinnern konnte, es vorher je schon mal gesehen oder gar benutzt zu haben.
Innerlich wand ich mich ein wenig, als Farûna wissen wollte, woran ich mich denn erinnerte. Das waren Dinge, die ich Wildfremden eigentlich nicht einfach so erzählen wollte. Es ging sie nichts an, egal wie sehr ich die Erinnerungen verabscheute. Aber ... sie war eben keine Wildfremde, auch wenn ich das nicht wusste.
Ich entspannte mich langsam ein wenig und schob das Gedankenchaos etwas zur Seite. "Können wir uns erst einen bequemeren Ort suchen?" Mein Blick löste sich von Farûna und wanderte einmal durch den Flur, dann zu dem Durchgang hinter ihr. Dem Geruch nach zu urteilen, lag ein Schlafzimmer dahinter. Und ihr Gehuste klang nicht so gut. Ich fragte mich, warum sie wohl nur in einem Bademantel rumlief, wenn sie krank war. Menschen brauchten es doch schön warm und mussten viel trinken, wenn sie erkältet waren. Warm war es hier drin wahrscheinlich auch nicht, auch wenn ich das nicht ganz beurteilen konnte, da ich nicht fror.
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Farûna » Sa 21. Sep 2019, 13:43

Ich wusste wahrscheinlich genauso wenig wie Dart, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Letztes Mal, an diesem anderen Ort, war es ja nicht so wichtig gewesen, denn da hatten wir ein Ziel gehabt und... irgendwie hatte sich dann schon alles von selbst wieder gelöst. Aber hier schien das anders. Es war eine stinknormale Nacht, so normal sie eben jetzt werden konnten... Wir waren auf der gleichen Insel, auf der ich schon mein ganzes Leben verbracht hatte, wir befanden uns in einem stinknormalen Haus, in dem stinknormalen alltäglichen Kampf ums Überleben, und Dart erinnerte sich trotzdem nicht. Gut, dass das nicht das erste Mal war, wusste ich ja... Aber trotzdem. Wie ging man bitteschön damit um?
Nach ein paar Momenten antwortete Dart stattdessen mit einer Gegenfrage, und ich nickte daraufhin, im Grunde auch ganz froh über seinen Vorschlag. Es war nämlich tatsächlich verdammt kalt, und das Stehen auf zwei Beinen war auch nicht gerade so einfach für mich. Vor allem da ich noch lange nicht bei Kräften war.
"Ich glaube, da ist ein Wohnzimmer oder so", sagte ich und deutete auf die erste Tür des Flurs, nahe der Eingangstür. Die Sofas waren zwar auch schon ein wenig verdreckt, aber wen störte das schon. Soweit ich mich noch erinnerte, als ich vor ein paar Stunden durch das Haus gestreift war, waren die Fenster zumindest noch dicht. "Aber das Bett hier ist auch nicht schlecht", fügte ich gleich darauf hinzu und wandte mich jetzt halb herum, um zurück ins Schlafzimmer zu gehen. Neben dem Bett gab es natürlich noch einen Schreibtisch mit Stuhl, also genug Sitzgelegenheiten. War mir eigentlich egal, wo wir hingingen. Ich wollte jedenfalls die Decke holen, in die ich mich zuvor eingewickelt hatte, und wenn Dart wollte, konnte er ja mit mir kommen, ansonsten würde ich ihm gleich ins Wohnzimmer folgen. Bevor ich ins Schlafzimmer trat, warf ich ihm auch noch einen Blick zu, um zu sehen was er vorhatte. Vielleicht fiel ihm ja auch noch ein besserer Ort ein...
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Re: Das verlassene Dorf

Beitragvon Dart » Sa 21. Sep 2019, 14:11

Ja, Wohnzimmer, Schlafzimmer, war mir völlig egal. Hauptsache irgendein Ort, an dem ich mich hinsetzen und dabei nicht unbedingt mit dem Boden vorlieb nehmen musste. Da ich nicht wusste, dass Farûna nur eine Decke geholt hätte, und ein Bett oder ein Stuhl genauso gut waren wie ein Sofa, folgte ich ihr einfach. Ich ließ den Blick kurz durch den Raum gleiten, den ich trotz der Dunkelheit gut ausmachen konnte.
Dieses Haus hatte ich bisher noch nicht betreten. Ich hatte zwei, drei andere von innen gesehen und durchsucht, aber das war es auch. Deshalb widmete ich mich dem Schrank und begutachtete kurz die Kleidung darin, zog dann am Schreibtisch die Schubladen nacheinander auf, begab mich im Anschluss aber doch zum Bett und setzte mich auf eine freie Stelle. Nicht zu dicht zu Farûna, aber auch nicht ewig weit weg und zu ihr gedreht. Die Knöchel kreuzte ich vor mir und legte mir das Schwert über die Oberschenkel. Mit den Fingerkuppen zupfte ich kurz etwas an der Schneide herum.
"Ich erinnere mich nur an einen Ort, an dem ich gefangen war", antwortete ich endlich auf ihre Frage von vorhin und fasste Farûna dabei wieder ins Auge. "Und davor nur an... Mein Leben woanders als hier. Ich erkenne nichts davon hier wieder."
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