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Es liegt auf der Wiese am Waldrand, umgeben von Feldern, und ist nur sehr klein. Auch von hier wurden die Menschen nach Kapua evakuiert, doch obwohl viele Häuser durch die Monster zerstört wurden und es keinen Strom gibt, finden manche Yokai hier Schutz und ein Dach über dem Kopf - wenn auch keine Sicherheit vor den Monstern.
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Re: Das verlassene Dorf

Di 28. Feb 2023, 09:02

"Wer weiß", war alles, was Jareth auf Ninuis Frage hin fallen ließ. Sie hatte jedoch tatsächlich recht mit dem Gedanken, dass er bei dem Anziehen der Schutzweste nicht unbedingt an die dunklen Wesen dachte... Doch das wollte er nun nicht erklären und er wollte ihr auch nicht unnötig Sorgen machen. Wer wusste schon, wie es im Dorf aussah und ob sie überhaupt auf etwas oder jemanden trafen... Was ihn anging war er lieber etwas zu gut als zu schlecht vorbereitet und da gehörte diese Schusssichere und stichfeste Weste einfach dazu.
Jareth überreichte der Sylphe schließlich noch die Munition für die Schusswaffe, die sie sich aussuchte und zeigte ihr auch noch einmal mit einigen Handgriffen, wie sich diese wechseln ließ, bevor auch er seine Suche nach nützlichen Dingen beendete und alles wieder verstaute, bis auf den Rucksack, den er sich über die Schultern warf. "Hier..." Der Weißhaarige zog einen kleinen ovalen und metallfarbenen Gegenstand aus der Hosentasche und reichte ihn Ninui. "Das ist ein Kommunikator. Falls wir uns aus irgendwelchen Gründen verlieren sollten. Er lässt sich einfach mit leichtem Druck auf die Oberfläche aktivieren." Er hatte noch einen zweiten in der Hand, den er mit einem kleinen dafür vorgesehenen Bügel an seinem rechten Ohr befestigte.
Mit einem letzten Rundumblick griff Jareth schließlich nach der Schnellschusspistole, die er für sich auserkoren hatte, überprüfte, ob diese geladen war und hing sie sich am Riemen um die rechte Schulter. "Dann mal los..."
Sie verließen den Raum und Dave, der sie scheinbar über die Kameras beobachtete, öffnete bereits die Laderampe als sie die Verladehalle betraten. Jareth hob die Hand und zeigte ihm einen Daumen nach oben als Dank...dann machte er sich mit Ninui auf den Weg nach draußen.
Ihnen wehte ein frischer Wind entgegen, der Jareth tief einatmen ließ. Dave war auf einem Flecken Wiesen unweit des Weges gelandet, der nach Norod Village führte, sodass sie sich einige Meter durch das kniehohe Gras kämpfen mussten, bevor sie ebenen Boden unter sich hatten und in Richtung des Dorfes wandern konnten. Es waren keine fünfhundert Meter bis dort hin und bereits jetzt ließ sich erahnen, dass die Monster auch hier gewütet hatten; einige dunkle Rauchfahnen stiegen von den Häusern empor und Jareth, der lange genug in dem kleinen Dorf gelebt hat, wusste, dass es nicht der Rauch war, der aus einem Kamin stieg. Viel zu dunkel...
Ihnen kam niemand entgegen und das änderte sich auch nicht als sie das Dorf schließlich betraten und sich umsahen. Einige Häuser waren stark zerstört, andere hatten Glück gehabt... "Ob die Einwohner alle in Richtung Stadt geflohen sind?", fragte Jareth sich laut, während sein Blick umher glitt. Es war todstill.
Schließlich wandte er sich in die Richtung, in der sich sein Haus befand. Es war eines der Letzten, das Richtung Wald lag, weswegen ihnen der Anblick bis zum Schluss erspart blieb. Als sie das Ende der Straße jedoch erreichten, die dort hin führten und die Gemäuer des letzten Hauses, das ihnen die Sicht versperrte, beiseite zog, tauchte es auf. Es war...nicht zerstört. Nicht ganz zumindest. Die dem Wald zugewandte Fassade an der linken Seite hatte gelitten, sodass es ein wenig wirkte, als wäre das kleine Haus aus Versehen von einem größeren Monster 'angerempelt' worden. Vielleicht war dem ja auch so.
Der Weißhaarige konnte nicht leugnen das ihm bei dem Anblick ein kleiner Stein vom Herzen fiel. Er hatte bereits mit dem Schlimmsten gerechnet und ja, es war auch nur ein Haus. Aber...

Di 28. Feb 2023, 09:02

Re: Das verlassene Dorf

Mi 1. Mär 2023, 23:07

Ja, wer wusste schon was oder wer da draußen auf uns lauerte… Der Gedanke hinterließ ein mulmiges Gefühl, aber trotzdem bereute ich meine Entscheidung nicht mitgekommen zu sein. Die dunklen Wesen tobten auch in der Stadt, also wäre ich auch nicht sicherer gewesen, wäre ich einfach bei Marian geblieben.
Jareth nahm mir die kleine schwarze Waffe aus der Hand und ließ mich wissen wie ich das Magazin wechselte. Ich nickte und überlegte ob ich den Magazinwechsel auch noch einmal versuchen sollte, entschied mich aber dagegen. Es hatte nicht so schwierig ausgesehen und im Zweifel hatte ich ja noch eine zweite Waffe in meinem Rucksack. Es kam mir irgendwie falsch vor in einem Raum inmitten von Waffen mit einer Waffe herumzufuchteln, nur um das Magazinfach zu öffnen. Eigentlich wollte ich mich mit dem Ding in meiner Hand gar nicht weiter großartig beschäftigen. Sobald er mir die Waffe zurückreichte und mich ermahnte auf die Sicherung zu achten, warf ich noch einmal einen Blick auf das kleine Schusseisen und die Sicherung, ehe ich es in meine Jackentasche steckte. Natürlich hatte Jareth die Waffe gesichert zurückgegeben, anderes hätte ich von ihm auch nicht erwartet.
Schließlich reichte er mir noch etwas, das nicht wie eine Waffe aussah. Vielleicht wie ein übergroßer silberner Käfer. „Okay..“ Ich hielt das Ding zwischen Daumen und Zeigefinger und hob es vor meine Augen, um es besser betrachten zu können. Der kleine Bügel fiel mir jedoch trotzdem erst auf, als Jareth einen zweiten Kommunkäfer aus seiner Hosentasche zog und einen kleinen, schmalen Bügel aus dem Ding zupfte. Etwas umständlich tat ich es ihm nach und löste den Bügel aus seiner Halterung, ehe ich es mir ans Ohr steckte.
Ich folgte Jareth aus dem kleinen Raum in den Größeren. Mittlerweile war die Luke geöffnet und kühle Morgenluft drang herein. Als wir das Flugding verlassen hatten, streckte ich das Gesicht in Richtung der Sonne. Ihre sonst warmen Strahlen hatten in der kühlen Morgenluft kaum Kraft, aber ich konnte sie dennoch spüren. Mit den Fingerspitzen strich ich durch das hohe Gras, durch das Jareth sich einen Weg suchte. Ich lief hinter ihm, die kleine Schneise nutzend, die er mit seinem Körper durch das Gras zog. „Hast du etwas von den Anderen gehört? Gab es in der Stadt in der Nacht auch wieder Angriffe?!“
Die Häuser tauchten schon bald in ihr Sichtfeld, aber es dauerte noch einige hundert Schritte, bevor sie die ersten Häuser des Dorfes erreichten. Bereits vom Weiten ließ sich erahnen, dass auch hier etwas nicht stimmte. Das Dorf war schon immer ruhiger als die Stadt gewesen und es hätte an einem normalen Tag auch nicht verwundert, dass die ersten Straßen menschenleer waren. Normal war aber auch hier leider gar nichts. Besorgt schaute ich zu einem Haus, dessen Fassade stark angegriffen war. Es sah so aus, als könnten jeden Moment die Ziegel aus der rissigen Wand brechen.
Als wir jedoch auch den Dorfplatz mit dem Gasthaus passierten und auch da niemanden antrafen, machte sich ein mulmiges Gefühl in mir breit. „Bis jetzt habe ich noch niemanden hier herumlaufen sehen.“ Meine Stimme war nicht mehr als ein Flüsterton, sicher war sicher.
Selbst als sie die letzte Straße des Dorfes, die zu Jareths Haus führte, einschlugen, war noch immer keine Menschenseele aufgetaucht. Unbewusst hielt ich die Luft an, als wir die letzte Kurve entlang schritten und schließlich Blick auf Jareths Haus bekamen. Ja, man konnte es noch sehen, denn es war noch da. Erleichtert stieß ich die Luft aus und legte einen Schritt zu, ehe ich doch wieder langsamer wurde. „Willst du erst drum herumlaufen? Oder wäre das übertrieben?“ Es war ja offensichtlich niemand hier, warum dann ausgerechnet sollten sich schießwütige Menschen oder ein Monster in Jareths Haus verstecken?

Re: Das verlassene Dorf

Mo 6. Mär 2023, 09:43

(Ein silberner Käfer...wie süß x3)

Glücklicherweise ging Jareth gerade vor Ninui durch das Gras, sodass diese den Schatten nicht sehen konnte, der durch seine Gesichtszüge glitt als sie fragte, ob er etwas von den Anderen gehört hatte. Tatsächlich hatten sie oder eher gesagt Dave Kontakt zu Fire gehabt, kurz bevor die Verbindung fürs Erste wieder abgebrochen war und sie seitdem nichts mehr von ihnen gehört hatten. Er wollte sie nicht beunruhigen und war sich auch sicher, dass es ihnen in der Stadt schon gut gehen würde...andererseits hatten sich wirklich viele Menschen dort angesammelt...
"Ja...einige der Monster sind auch dort wieder aufgetaucht", antwortete Jareth etwas zögernd und während sein Blick wachsam über die Wiese glitt, "ich bin mir aber sicher, dass es allen gut geht." Anlügen würde er Ninui nicht, doch mehr konnte er tatsächlich auch nicht dazu sagen... Er hoffte einfach, dass die provisorischen Barrikaden, die die Leute bereits in der Nacht davor angebracht hatten, auch diese Nacht geholfen hatten und das es weniger Monster gewesen waren.
Die Sylphe sprach das aus, was auch Jareth durch den Kopf ging als sie den Dorfplatz passiert hatten und sie nach wie vor alleine blieben. Er verlangsamte seine Schritte, blieb jedoch nicht stehen. "Vielleicht haben sie sich in Richtung Stadt geflüchtet", überlegte er mit gesenkter Stimme...und wollte selbst daran glauben und nicht daran, dass die Einwohner, mit denen er die letzten Jahre zusammen gelebt hatte, von den Nachtwesen...
Es blieb still während sie auf sein Haus zutraten und davor zum Stehen kamen. "Hm...ich werde mal drum herum laufen und sehen, ob stark es einsturzgefährdet ist." Der Schaden an der linken Seite sah nicht besonders Vertrauenerweckend aus, machte jedoch auch nicht direkt den Anschein, als würde es dazu führen, dass ihnen beim Betreten des Hauses das Dach über den Köpfen zusammen fallen würde. "Warte hier, bitte." Er setzte sich wieder in Bewegung und begann, das Haus mit langsamen Schritten und leichtem Abstand zu umrunden, wobei er sowohl die Umgebung als auch den ramponierten Dachfirst versuchte, im Auge zu behalten. Es hatte bereits Dachziegel geregnet, die auf dem Boden verteilt waren und durch das gerissene Loch auf Höhe des ersten Stocks, direkt unterm Dach meinte er, seinen Nachttisch zu sehen. Eventuell hatte also das kleine Schlafzimmer den meisten Schaden erlitten. Abgesehen von den ein oder anderen Rissen und etwas, das wie Kratzspuren aussah, machte die äußere Holzfassade einen intakten Eindruck, sodass er zügig die Runde um das Gebäude beendete und zurück zu Ninui trat.
"Sieht soweit gut aus. Ich denke wir können rein, aber wir sollten ein bisschen aufpassen, wo wir hin treten." Er wandte sich der Haustür zu und gab ein leises Brummen von sich. "Ich...habe den Haustürschlüssel vergessen", gestand er und schüttelte den Kopf über sich selbst. Jetzt, wo er so darüber nachachte, konnte er gar nicht genau sagen, wo er ihn zuletzt gehabt hatte. Wahrscheinlich lag er in seiner Hosentasche auf dem Schiff.
Er trat auf die Haustür zu und drückte die Klinke herunter. Natürlich war abgeschlossen...doch es gab ja noch einige Fenster, die mitunter auch schon Risse hatten, so auch das Fenster an der linken Hausseite, das der Weißhaarige in Augenschein nahm, nachdem er wieder ein Stück zurück getreten war. "Na gut...dann...müssen wir es so machen..." Er trat an das Fenster und zog den Riemen der Schusswaffe über den Kopf, damit er das Griffstück, also die Rückseite der Waffe, in Richtung Fenster ausrichten konnte. Mit einem kurzen Blick in Richtung Ninui ging er sicher, dass sie weit genug entfernt stand um keine Glassplitter abzubekommen...dann holte er aus und schlug das Fenster mit einem lauten Klirren ein wobei die meisten Glasscherben in das Innere der Küche regneten. Jareth griff durch das geschlagene Loch hinein und öffnete das Fenster, indem er den Griff an der Innenseite hinunter drückte und es nach außen aufzog, dann schob er die Schusswaffe zurück an seinen Rücken, um die Hände frei zu haben und wandte sich der Sylphe zu. "Dann wollen wir mal sehen, ob noch ein paar Plätzchen für dich da sind." Er schmunzelte und deutete ihr an, näher zu kommen und als Erste durch das Fenster zu klettern. Er würde ihr eine Räuberleiter machen, damit sie es einfacher hatte, falls sie Hilfe benötigte. Und ja, er hatte gerade versucht, einen Scherz zu machen.

Re: Das verlassene Dorf

Fr 17. Mär 2023, 14:30

Es wunderte mich nicht, dass die schwarzen Wesen in dieser Nacht auch die Stadt wieder heimgesucht hatten. Wenn sie bereits auf der Wiese auftauchten, warum sollten sie vor den Stadtmauern Halt machen? Wo sie drüber klettern konnten, ka-men auch die Wesen drüber. „Das dachte ich mir schon fast,“ gab ich daher leise von mir zu hören. Jareths weitere Worte beruhigten mich allerdings. Unter anderen Umständen hätte ich die feine Nuance in seiner Stimme eventuell gehört, die da-rauf hinwies, dass er sich nicht sicher war, ob es den Anderen wirklich gut ging. Aber auch seine wohlgesetzte Wortwahl entging mir. Marian und ihrem Vater und den Anderen würde schon nichts passiert sein, Jareth war sich sicher, dass es den anderen gut ging.
Mein Blick hing stattdessen an den Häusern, die wir passierten. Es war ein seltsa-mer Anblick. Im Gegensatz zu der Stadt war ich hier einige Male die Straßen rauf und runter gegangen und wusste genau, wie das Dorf vor den Angriffen ausgese-hen hatte. Den Hinweis, dass es den Dorfbewohnern in der Stadt vermutlich auch nicht besser erging, ersparte ich mir lieber. Es lag auf der Hand, nachdem was wir den Tag darauf erlebt und gesehen hatten.
Das Haus von Jareth wirkte hingegen nur…verlassen. Es wirkte auf mich ein biss-chen älter, als wäre man Jahrelang fort gewesen, durch die kleinen Risse an der Hauswand. Am liebsten wäre ich Jareth auch um das Haus gefolgt, denn ein Ge-fühl von Unbehagen breitete sich in mir aus, aber ich nickte tapfer. Es wäre ganz schön lächerlich mit herumzulaufen. Immerhin war ich hier um auf Jareth aufzu-passen und nicht um ihm ängstlich hinterher zu laufen.
Während ich wartete lief ich vor dem Hauseingang ein wenig auf und ab und be-trachtete nachdenklich das Haus und zu der kleinen Katzenklappe, die sich in der Haustür befand. Bis jetzt hatten sie von Miss Maggy nichts gehört. Hätte die kleine Katze nicht herausflitzen müssen, wo sie Jareths Stimme hörte? Andererseits…die Katze war schon immer sehr selbstständig gewesen.
Ich zuckte leicht zusammen, als Jareths Stimme auf der anderen Seite auftauchte, als er weggegangen war. Auf seine Worte hin klopfte ich etwas unnütz meine Ta-schen ab, als könnte ich so den Haustürschlüssel herbei zaubern. „Ich hab meinen auch in meiner anderen Tasche gelassen.“ Daran hatte ich ehrlich gesagt nicht ge-dacht, eigentlich war Jareth sonst für alles vorbereitet. Und wenn es so simple Din-ge war wie Haustürschlüssel.
Ich hob eine Augenbraue als er sich die Schusswaffe von den Schultern zog und mit dem Kopf aus der Schlinge rutschte. Er wollte doch nicht etwa… doch, er wollte.
Es klirrte kurz, als er sein eigenes Fenster zerschlug und die Scheiben rieselten zu Boden. Spätestens jetzt war ich mir sicher, dass meine Schuhwahl richtig getroffen war.
Als der Weißhaarige sich wieder zu mir umwandte und von Plätzchen sprach, wur-de mein Blick noch ein bisschen zweifelnder. „Proviant mitzunehmen ist bestimmt nicht verkehrt. Meinst du etwa, diese schwarzen Wesen fressen Plätzchen?“ Er half mir über den Fenstersims ins Innere zu klettern. Hinter dem Fenster befand sich nichts worauf ich treten konnte, also sprang ich mit einem Satz ins Innere. Hier drin wirkte alles noch wie vorher, aber trotzdem blickte ich mich vorsichtig um. „Keine schwarzen Wesen“ flüsterte ich, als ich Jareths Füße hinter mir auf dem Boden lan-den hörte. Trotzdem bewegte ich mich nur langsam durch das Innere des vertrauten Hauses. „Maggy?“ Vorsichtig kniete ich mich vor das Sofa und warf einen Blick da-runter.
„Ihr Halsband liegt hier“ Ich tauchte mit dem Kopf unter das Sofa und hielt an-schließend das Katzenhalsband in die Höhe.

Re: Das verlassene Dorf

Fr 24. Mär 2023, 12:23

Jareth hatte völlig vergessen, dass er Ninui vor geraumer Zeit einen Haustürschlüssel überlassen hatte, doch das half nun auch nicht wirklich, denn sie hatte auch nicht an ihren gedacht. Das war jedoch nicht weiter schlimm, wie sich ja eine eingeschlagene Fensterscheibe später herausstellte. "Wer weiß", erwiderte er und zeigte ein leichtes Lächeln. Die Vorstellung, das diese Wesen Kekse fraßen, war seltsam und er glaubte nicht wirklich, dass sie auf gewöhnliche Nahrung angewiesen waren. Wissen konnte er es letztendlich aber nicht. Es war nur eine etwas seltsame Vorstellung.
Der Einstieg durch das Fenster verlief reibungslos. Jareth kletterte hinter Ninui in das Innere hinein ohne sich an den scharfen Kanten, die noch im Fensterrahmen steckten, zu schneiden. Von innen öffnete er dann trotzdem das Fenster, damit der Ausstieg einfacher verlief.
Er folgte Ninui direkt und sah sich aufmerksam um. Es war ruhig und im Inneren des Hauses regte sich nichts. Die Küche und das offene Wohnzimmer, welches direkt in Blickrichtung lagen, machten sogar einen einigermaßen normalen Eindruck, wenn man von den ein oder anderen heruntergefallenen Gegenständen absah. Es wirkte nicht so als hätte sich eines dieser Wesen hier hinein verirrt, trotz ramponiertem Dach.
Leider kam ihnen auch keine schwarze Katze entgegen gelaufen, doch dafür entdeckte Ninui das Halsband des Tieres. Jareth runzelte die Stirn und trat näher, um das Halsband zu betrachten. Die Schnalle war nicht abgerissen..."vielleicht hat sie es einfach verloren", überlegte er laut. Ab und an war das vorgekommen...
Der Weißhaarige ließ den Blick einmal durch das Wohnzimmer schweifen. Etwas länger blieb er an der Decke hängen, wo sich die Schäden des oberen Stockwerks abzeichneten. Dann wandte er sich ab, um zunächst einen Blick in das kleine Badezimmer zu werfen. Dort gab es jedoch nichts zu entdecken. Die Kellertür war verschlossen, doch wahrscheinlich würde sich auch ein Blick dort hinein lohnen... "Ich werde oben nachsehen", verkündete er, damit Ninui wusste, wohin er ging und wandte sich der Treppe zu, die er vorsichtig nach oben nahm. Auch hier kam ihm keine Katze entgegen gelaufen. Die Schlafzimmertür stand halb offen, doch Jareth blieb zunächst im Türrahmen stehen als er die Tür aufgestoßen hatte. Der Raum hatte eindeutig am Meisten abbekommen; durch das Dach fiel das Tageslicht auf Trümmer, die sich großflächig in dem Raum verteilt hatten. Das Bett stand quer, der Nachtschrank hatte sich ebenfalls verteilt. Die Bodendielen waren stellenweise auseinander gerissen und gesplittert. Sie machten keinen besonders vertrauenerweckenden Eindruck, weswegen der Weißhaarige auch nicht unbedingt vor hatte, weiter einzutreten. Nicht, das sein Körpergewicht noch dafür sorgte, dass er einbrach.
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