Schluchtgrund...und das, was von Karchkun übrig ist




Ein riesiges Gebäude, welches versteckt und vor neugierigen Blicken geschützt in einer großen Schlucht der Red Mountains liegt. Hier finden Fabelwesen aller Art Unterschlupf... Das heißt, wenn sie von diesem Ort hier wissen...

Schluchtgrund...und das, was von Karchkun übrig ist

Beitragvon Kayle » Sa 26. Sep 2020, 14:00

Karchkun. Ein riesiges hotelähnliches Gebäude mit etlichen Einzelzimmern und Wohnungen, einem riesigen Gemeinschaftssaal, Wohnzimmer und sogar einem grottenähnlichen Schwimmbad, obwohl Wasser so etwas war, das der Gründer und Erbauer der riesigen Anlage hasste wie das Licht eines Engels.
Es sollte ein Zufluchtsort für alles sein, das kein stinkender Mensch war, die sich mit ihrer stinkenden Stadt alles unter den Nagel rissen. Und es gab eine Rutsche, die die verschiedenen Stockwerke miteinander verbanden. Es gab... Es gab...

Es gibt nichts mehr davon. Alles ist verschwunden. Da ist nur Asche und Staub...und der leblose Rest eines ehemaligen aus Holz errichteten riesigen Gebäudes, das sich großflächig auf dem Boden der Schlucht verteilt hat. Kein Stein liegt mehr auf dem Anderen, kein Grashalm steht noch und so gut wie kein Tier hat den Angriff überlebt. Nicht einmal eine Ameise oder Spinne. Als wäre alles leer gefegt worden...
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von Anzeige » Sa 26. Sep 2020, 14:00

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Re: Schluchtgrund...und das, was von Karchkun übrig ist

Beitragvon Kayle » Sa 26. Sep 2020, 14:09

Was zu Beginn noch recht spaßig gewesen war, war im Laufe der Nacht alls Andere als lustig geworden. Wir hatten es ja schon irgendwie gespürt, haben die mehr oder weniger Warnung von Josy bekommen und deswegen waren wir nach Karchkun zurück gekehrt… Um nach Sinéa und Morgan zu sehen…
Dann waren sie aufgetaucht. Diese Risse…und dann waren diese Monsterwesen daraus hervor gekommen und zwar so gut wie auf der gesamten Insel. Anfangs hatte ich noch gedacht, dass es kein Problem sein würde, auch wenn es zahlenmäßig exorbitant viele waren. Karchkun hatte seine Schilde und es gab Karch und etliche andere Schutzmechanismen, die ich eingebaut hatte.
Das Problem war nur, dass diese Wesen sich überhaupt nicht darum scherten, das da die Schilde waren. Sie glitten einfach durch sie hindurch. Als hätten sie keine Wirkung auf sie.
Da war uns klar, das wir nichts retten konnten. Nicht alles zumindest…
Damals, als ich diesen Ort erbaut hatte, hatte ich Karchkun ein Herz gegeben, eine physische Struktur, die sich unterhalb des riesigen Gebäudes befand und in der sich die Energie von Karchkun bündelte. Ich hatte es erschaffen, damit alles in Karchkun auch am Laufen gehalten wurde wenn ich einmal nicht da war. Und um einen Notfallplan zu haben, sollte es einmal dazu kommen das der dreckige Engel der Meinung war, uns wieder einmal angreifen zu wollen. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass es einmal seltsame Monster aus einer anderen Dimension sein würden, aber es spielte auch keine Rolle, denn sie sorgten letztendlich genauso dafür, das ich mich dazu entschloss, unseren Notfallplan zu benutzen.
Ich hatte Karchkun immer gut gefüttert, doch meine Wenigkeit war dennoch notwendig, um den Monstern die Nacht über standzuhalten und etwas entgegen zu setzen. Die Schatten schafften es nicht alleine und Karch auch nicht.
Es blieb nicht viel Zeit, doch es reichte, um Shenzy zumindest vorzuwarnen und ihr zu sagen, dass sie sich nicht der Schwärze nähern sollte.
Nachdem Sinéa und Morgan und alles, was noch gerettet werden konnte und sollte, in Sicherheit war, verschwand ich in dem Hohlraum unterhalb des Gebäudes, der keinen äußeren Zugang besaß und in dem sich die dunkle, schwebende und pulsierende Sphäre befand, in der sich sämtliche noch verbliebene Energie von Karchkun bündelte.
Ich ließ mich von ihr absorbieren und hoffte, dass die beiden Kleinen nicht sahen, was dann passierte. Ich wollte nicht, dass sie das Gefühl bekamen als würde alles zerstört werden…auch wenn dem so war. Es gab keinen anderen Weg.
In der Schlucht, die zuvor bereits einem Schlachtfeld glich, brach buchstäblich die Hölle los. Das riesige Gebäude platzte und brach auseinander als sich eine gewaltige schwarze Masse aus seinem Inneren empor hob, in die Höhe wand und begann, die Dimensionsmonster zurück zu drängen. Jeder noch übrig gebliebene Schatten wurde von der Schwärze absorbiert, jedes im Umkreis befindliche Lebewesen hauchte sein Leben aus, jede Pflanze verdorrte. Tod und Zerstörung machten sich im Umkreis um die Schlucht herum breit.

Als schließlich der nächste Morgen anbrach und die Monster so schnell verschwanden wie sie gekommen waren, war die Schlucht, in der sich Karchkun befunden hatte, nicht mehr wiederzuerkennen: Der Boden war übersät mit Holzsplittern und den Überresten des Gebäudes und ein gewaltiger Krater klaffte dort im Boden, wo sich einst das Gebäude befunden hatte. In der Mitte, fast wie auf einer überdimensional großen Murmelbahn platziert, befand sich eine schwarze Kugel mit einem Durchmesser von circa zwei mal zwei Metern. Die pechschwarze, spiegelglatte Oberfläche war eiskalt...
Kein Schatten war mehr zu sehen. Nichts zu hören. Nichts regte sich...
Es war alles verschwunden.
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Re: Schluchtgrund...und das, was von Karchkun übrig ist

Beitragvon Shenzy » So 20. Dez 2020, 17:27

Niemand hatte ahnen können, dass eine einzige Nacht ausreichen würde, um alles zu verändern. Sie waren aus der Stadt zurückgekehrt, wo das erste Chaos ausgebrochen war, nur um dann hier von den schwarzen Monstern angegriffen zu werden, die Karchkuns Barriere nicht hatte abhalten können. Und das war ziemlich beängstigend. Shenzy hatte in den vergangenen Jahren auf Echsinea schon einiges erlebt und auch schon einige Auseinandersetzungen mitgemacht - sogar vor allem mit Kayle. Aber auf seinen Schutz und die Sicherheit in Karchkun war immer Verlass gewesen. Jetzt war der Ort, der zu ihrem, zu Sinéas und Morgans Zuhause geworden war, von schwarzen Kreaturen ohne Augen und in allen möglichen Formen überrannt worden. Das Gebäude war zerstört worden - und die Schwärze ... und Kayle hatten sich schließlich bis auf das Kernstück zurückgezogen. Jedenfalls war es das, was Shenzy vermutete. Sie hatte zwar geahnt, dass es irgendein Herz geben musste, das Karchkun erhielt und von dem die Schatten kamen, doch wo es sich befand und wie es funktionierte oder ob es überhaupt eine Form hatte, hatte sie nicht gewusst.
Jetzt war nur noch eine schwarze Kugel mit einem Durchmesser einer Türhöhe übrig und darin befand sich Kayle. Zusammen mit Sinéa. Morgan war alt genug, dass Shenzy es sich zutraute, sie zu beschützen. Aber Sinéa nicht. Und niemand wusste, was es mit den Viechern auf sich hatte und ob sie wiederkommen würden. Und wenn ja, dann war die Gefahr zu groß, dass der Kleinen etwas passierte. Und wenn das geschah, würde sie sich das nie verzeihen können...
Sie stand vor der Kugel, doch die eisige Kälte, die davon ausging, hielt sie davon ab, die Hand auszustrecken. Außerdem hatte Kayle gesagt, sie sollte die Schwärze nicht berühren. Ihre Kehle war zugeschnürt und sie hatte blutige Verletzungen und an einigen Stellen zerrissene Kleidung, aber sie weinte nicht und ein erschöpfter, aber entschlossener Ausdruck lag in ihren Augen. "Wir werden auf euch warten...", sagte sie leise und redete sich dabei einfach ein, dass Kayle und Sinéa es hören oder wenigstens spüren konnten. Dann drückte sie Morgans Hand und schaute zu ihr hinunter. "Komm, mein Schatz..."

---> ???
..Shenzy..
~*Erinnye*~
Mutter von Sinéa und Morgan


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