Hafen




In der Felsenbucht gelegen. Inzwischen legen hier keine Schiffe von außerhalb mehr an, doch die wenigen Boote, die von der Massenflucht zurückgeblieben sind, sind größtenteils intakt - die Monster wagen sich nicht übers Wasser.

Hafen

Beitragvon Valentine » Di 15. Dez 2020, 23:41

In der Stadt ----->

Valentine betrachtete den hitzigen Tumult, ehe er den Rucksack auf den Boden abstellte und ihn öffnete.
Der kleinen Katze schien auch keine bessere Idee einzufallen, jedenfalls war der Rucksack noch nicht ganz geöffnet, als sie bereits drinsaß.
Er strich noch einmal über das samtige Fell, ehe er den Zipper wieder hochzog, wenn auch nicht vollständig. Aki sollte die Möglichkeit haben mit einem Auge nach draußen zu schielen und vor allem ein bisschen frische Luft schnappen zu können. Die Rucksackluft würde vermutlich schnell muffig riechen.
Vorsichtig hob er den Rucksack vom Boden auf und schulterte ihn, ehe er sich der menschlichen Warteschlange näherte.
Das Gangway war noch nicht eingezogen, noch gab es eine Chance auf das Deck zu kommen. Vereinzelnd durften noch Leute aus der wartenden Menge vortreten. Die diskutierende Frau gehörte scheinbar nicht dazu und mittlerweile hatten sich auch noch zwei weitere Personen eingeschaltet.
Sehr gut, ein wenig Ablenkung würde helfen beinahe unbemerkt auf das Schiff zu kommen.
Eigentlich hatte Valentine erhofft durch kleinere Tricks an Board zu kommen. Das Vorgaukeln einer ID-Karte und einem Ticket zum Beispiel. Hätte er gewusst, nach welchen Kriterien die letzten Passagiere an Board gehen durften, so hätte er vielleicht auch das Aussehen einer anderen Person geborgt, aber ohne Anhaltspunkte ging das schlecht. Er konnte kaum den Mann im leicht ramponierten Anzug nachmimen, der soeben die Gangway zum Schiff hinaufeilte, ohne dafür in der Schlange gestanden zu haben.
»Jetzt beruhigen Sie sich doch mal! Spätestens morgen kommt die Fähre nach Plan. Es können hier nicht alle drauf!« Der Wachmann bekam Unterstützung von einem weiteren uniformierten Mann.
Das war die Chance.
Valentine konzentrierte sich darauf die Wahrnehmung der Anwesenden von sich wegzulenken, sodass er für sie unsichtbar war. Kurz glaubte er einen verwirrten Blick von jemanden zu sehen, der seinen Mitreisenden am Arm stieß und ihm etwas zuflüsterte. Der Mitreisende zuckte jedoch nur müde mit den Schultern. Mehr bekam Valentine nicht mehr mit, denn er schob sich durch die Menge nach vorn. Das ein oder andere anrempeln konnte er dabei nicht vermeiden, auch wenn er sich wahrlich mühe gab. Schließlich schlüpfte er durch die Sperrung hindurch und betrat die Gangway.
Seine Schritte wurden hastiger, denn die Wahrnehmung so vieler Leute zu kontrollieren zerrte an seinen Kräften. Ihm entfuhr bereits ein leises Keuchen, aber er war fast bei dem Eingang, der ins Innere des großen Schiffes führte.
»Da! Der Kerl war eben noch hinter mir!« Eine Männerstimme erhob sich laut und brachte sogar die Debattierenden zum Schweigen. Valentine hingegen gefror beinahe das Blut in den Adern..Oh verdammt.
Er setzte zum Sprint an und rannte an verdutzten Männern in weißer Kapitänskleidung vorbei. Einen rempelte Valentine zur Seite, ehe er orientierungslos durch das Foyer des Schiffes stolperte.
Irgendwo musste es doch eine Versteckmöglichkeit geben, denn die brauchte er jetzt unbedingt.
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von Anzeige » Di 15. Dez 2020, 23:41

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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Do 17. Dez 2020, 15:50

Auch --->

Es war ein ganz komisches Geräusch, als Valle dieses komische Dings zuzog, sodass der Rucksack fast verschlossen war. Ich hatte sowas noch nie gesehen, aber jetzt gerade hatte ich auch nicht so viel dafür übrig, weil wir grad andere Probleme hatten als Verschlüsse von Rucksäcken, die komisch rochen. Ich war jedenfalls dankbar für das kleine Löchli, das Val mir ließ, sodass ich rauslugen und frische Luft atmen konnte. Auch wenn sie irgendwie fast genauso unangenehm roch wie das Innere vom Rucksack. Ölig und schmutzig.
Was jetzt passierte, konnte ich mir nicht so recht anschauen, sondern musste lauschen und drauf vertrauen, dass Valentine einen Plan hatte. Ich hielt im Sitzen alle Pfötchen beisammen, um nicht hin und her zu schwanken, und machte mich klein. Dann und wann knuffte mich etwas in die Seite, weil Val wen anrempelte – und dann blieb mein kleines Miezenherzchen stehen, denn wir wurden entdeckt! Jemand hatte etwas gerufen, und obwohl ich minikurz dachte, es ginge nicht um uns, wurde meine Hoffnung sofort kaputtgemacht, als Val einfach stehen blieb. Das Herz klopfte mir wild in der Brust, und dann fuhr ich zusammen, weil Val losstürmte. Ich krallte mich in den Rucksackboden, wurde aber trotzdem hin und her geschüttelt und machte mich steif, um mein Gleichgewicht besser halten zu können. Ich verlor ein wenig die Orientierung und hatte auch nix dafür über, aus dem Loch im Rucksack zu gucken, sodass ich nur merkte, das Val es nach drinnen irgendwo geschafft hatte.
„Versteck dich, schnell!“, zischte ich piepsig und hoffte, dass wir nicht wieder rausgeschmissen wurden.
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Di 29. Dez 2020, 23:26

Akis dumpfe Stimme musste ihm nicht zwei Mal sagen, dass er sich verstecken sollte. Valentines Blick huschte gehetzt durch das Foyer, während er schon auf die Treppe zulief, die in weitere Stockwerke führte.
Vom Foyer gingen ebenfalls ein Gang hinab, in dem sich unzählige Türen befanden. Die Gefahr gerade dort in die Hände von alarmiertem Personal zu stolpern, war da aber wahrscheinlich besonders hoch. Also rannte er die Treppe hinauf, wobei er hinter sich bereits gellende Rufe hörte und Füße, die ihm folgten.
Seine Finger umkrallten die Tragegriffe seines geschulterten Rucksacks, während er zwei Treppen auf einmal nahm und endlich das nächste Stockwerk erreichte. Überraschte und neugierige Augenpaare starrten ihn an, aber wenigstens war keiner so geistesgegenwärtig sich ihm in den Weg zu stellen.
Bei der nächsten Tür, worauf nur für Personal stand, rannte er entgegen jeglicher Logik, weshalb er ja eigentlich die unteren Türen gemieden hatte, hinein und knallte die Tür hinter sich zu. Vollkommene Dunkelheit empfing ihn, denn der Raum besaß kein Fenster. Natürlich nicht.
Er tastete sich an Regalen vorbei, in dem sich weicher Stoff oder Ähnliches befand. Valentine atmete tief durch und drückte sich bis zum Ende des doch eher kleinen Raumes. Immerhin war scheinbar keiner außer ihnen hier. Noch nicht. Die Dunkelheit in dem Raum half ihm dabei sich wieder zu besinnen, auch wenn sein Herz noch immer fest gegen seinen Brustkorb drückte. Es wäre ihm leichter gefallen sich der Umgebung anzupassen, wenn er gewusst hätte, wie sie aussah. So blieb nur Zeit für Improvisation und die Hoffnung, dass seine Tarnung zu dem restlichen Inventar des Raumes passte. Ansonsten hatten sie noch ein ganz anderes Problem..
Valentine gab ein leises „Tschtsch“ von sich und hoffte, dass es laut genug für Katzenohren waren, die gerade noch im Rucksack steckten.
Keine fünf Sekunden später ging die Tür auf und das Licht wurde angeschaltet. Valentine vergaß beinahe zu Atmen, während er reglos in der Ecke stand. Der Blick des Wachpersonals traf ihn und ihm stockte kurz das Herz. Dann huschte der Blick aber suchend weiter, während der Wachmann, gefolgt von Personal des Schiffes, den kleinen Raum betraten.
Ohne den Kopf zu drehen wandte Valentine kurz den Kopf. Er hatte scheinbar die Wäschekammer gefunden. Seine Tarnung als Besen war nicht perfekt, aber sie hätte auch schlimmer ausfallen können.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Di 5. Jan 2021, 18:44

(Ohne den Kopf zu drehen wandte Valentine kurz den Kopf - soso! xD)

Ich wurde in den nächsten Sekunden weiter munter durchgeschüttelt wie eine Rassel, und konnte nur mutmaßen, wohin es ging. Den Bewegungen nach hätt ich mal geschätzt, dass Valle eine Treppe hochrannte, aber er konnte genauso gut über eine Blumenwiese tanzen. Na ja, nee. Ich plumpste einige Male nach links und rechts und krallte mit in die Innenseite vom Rucksack, damit ich nicht ganz die Orientierung verlor. Oben und unten zu wissen war schon ganz schön wichtig! Besonders für ein Katz, das sein Schwänzle hier drin nicht zum Balancieren benutzen konnte!
Die wilde Jagd endete dann irgendwann, bestimmt schneller als es sich wegen dem Geschüttel anfühlte. Mein Herzchen pochte wild in meiner fellig-flauschigen Katzenbrust und meine Schwanzspitze zuckte aufgeregt und besorgt. Was Val machte, wusste ich immer noch nicht. Und weil der Rucksack aus dickem Stoff und dunkel war, wusste ich auch nicht, dass wir gerade eh komplett im Dunkeln standen. Sein Ge-tsch-e streichelte aber dennoch meine Öhrlis, und jede Miez, die da Aki heißt, weiß, was das bedeutet! Nicht etwa Miezmiezkommher, sondern Schnäuzchen zu und Schnurren einstellen! Also hielt ich Mucks-die-Maus-still und leise. Mir fror fast alles ein, als eine Tür aufging und die Geräusche mir sagten, dass hier wer gesucht wurde - höhö! Ich konnte nur still Val meine Wünsche ausrichten, dass er sich bitte gut versteckt hatte und gut getarnt war!
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » So 10. Jan 2021, 23:06

(ach verdammt XDD sollte irgendwas mit Augen werden. Ich sollte nicht so spät posten)

Der Wachmann trat weiter in den kleinen Raum und nahm fast vollständig den ganzen Platz für sich ein. Ein junger Mann, dessen Uniform ihn als Personal auswies, blickte zögernd durch die Tür und blieb dort stehen.
Der Wachmann trat zu den Wäschekörben und hob wahllos ein paar Kleidungsstücke hoch. Die Augen suchten den Raum ab und blieben erneut kurz an Valentine hängen. Hoffentlich kam der Mann nicht auf die Idee mit dem Besenstil in den Wäschekörben zu stochern, denn dann würde ihre Tarnung erneut auffallen.
Der Wachmann ging zu einem weiteren Wäschehaufen, hob auch dort Wäsche an und warf anschließend einen Blick unter das Regal. Schließlich wandte er Valentine wieder den Rücken zu.
»Und du bist dir sicher, dass der Kerl hier reingelaufen ist? Wo soll er denn sein?« Der jüngere Mann kaute auf der Unterlippe und schaute suchend durch den Raum, wobei er nicht einmal die Decke ausließ. »Ich glaube schon..Vielleicht war es aber auch eine Nebentür?« Aus der Stimme schwang Verunsicherung mit.
Jemand vom Personal hatte also gesehen, wie er hier reingelaufen war, das war nicht gut…Hoffentlich würde es noch eine Möglichkeit geben diesen Flur irgendwie zu verlassen.
Der Wachmann gab einen verärgerten Laut von sich und verließ den Raum. Das Licht ging aus und die Tür knallte zu. Dumpf hörte man, wie eine andere Tür direkt neben ihnen geöffnet wurde.
Valentine blieb noch ein paar Sekunden weiterhin reglos in der Ecke stehen und lauschte gebannt darauf, ob jemand zurückkam. Das Licht blieb allerdings aus. Leider waren die Stimmen durch die Tür bis auf unkenntliches Gemurmel verzerrt, sodass er nicht verstand was sie sprachen.
„Ich befürchte, wir haben uns ein bisschen Ärger eingebrockt. Der Flur wird bestimmt noch gut bewacht werden. Hoffentlich nehmen die jetzt nicht das ganze Boot auseinander und fahren trotzdem los..“ Er ließ die Illusion fallen und setzte Aki im Rucksack auf den Boden ab, ehe er sich ebenfalls seufzend auf den Boden glitt. Womöglich würden sie die Überfahrt hier verbringen müssen. Valentine hatte sich die Überfahrt schöner vorgestellt, wenn er ehrlich war.
„Kannst du verstehen, was die da draußen reden?!“ Katzenohren waren bekanntlich besser als die eines Menschen. Oder die eines Weltenwanderers.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Mo 11. Jan 2021, 21:31

("so spät" während deines Urlaubs um halb 11 xD Du Nachteule)

Mein kleines Katzenherzchen puckerte ganz dolle in meiner flauschfelligen Brust und mein Schwanz hatte sich aufgeplustert, die Öhrchen fest angelegt, während ich auf die Geräusche lauschte, die die beiden Typis machten, als sie reingekommen waren. Also, ich war sicher, dass es zwei waren. Sie suchten in diesem Räumchen hier nach Valle (und mir), und einmal war der eine Kerl uns auch ganz nah. Ich konnte ihn atmen hören und er roch nicht so angenehm, aber ich blieb still und stumm und irgendwann hatten Val und ich es fürs erste überstanden.
Mich, den kleinen Käsedieb und Wurststibitzer, beunruhigte es ebenso wie Val, was die Männer gesagt hatten, denn wenn einer gesehen hatte, wie Val hier reingelaufen war oder vielleicht in ein "Nachbarzimmer", dann war klar, dass dieser Bereich hier genaustens beobachtet wurde und wir in der Falle saßen. Jedenfalls kamen wir schwer ungesehen hier raus. Ich als meist ungeliebter Eindringling kannte das schon. Wenn man in einer Speisekammer festsaß und dort auch vermutet wurde, dann musste man am Ende meist ab durch die Mitte und hoffen, dass nicht mit einem Besen oder Schlimmerem auf einen draufgeschlagen wurde!
"Uffza!", machte ich, als Valle den Rucksack auf den Boden stellte und ich das unter meinen Pfötchen spüren konnte. Ich piepste das aber nur ganz leise, damit es keiner hörte. Bei seiner Frage spitzte ich die Lauscherlis. "Kann ich vielleicht, wenn ich näher bei der Tür bin", gab ich nach ein paar Sekunden zurück. "Ich glaub, sie diskutieren, ob sie noch woanders weitersuchen sollen."
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » So 24. Jan 2021, 23:30

(mein Hirn sagte spät.. :D)

Aki gab ein für Valentine unspezifisches Geräusch von sich, als der den Rucksack behutsam auf den Boden stellte und den Reißverschluss öffnete. Es streckte sich ihm sogleich ein Katzenkopf entgegen und Aki kam herausgesprungen.
Valentines Blick huschte besorgt zu der Tür. Er hätte auch selbst näher an die Tür herantreten und ein Ohr lauschend daran lehnen können. Im Augenblick traute er sich jedoch noch nicht seinen Platz zu verlassen, aus Sorge, dass auch jemand anderes ihn von der anderen Seite hören konnte, oder jemand noch einmal einen Blick in die Kammer warf. Dann wollte er lieber nicht direkt vor der Türschwelle stehen. Eine Katze mit lautlosen Samtpfoten hingegen…
Akis schwarze Ohren spitzen sich und Valentine vergaß beinahe das Atmen, weil er sie nicht stören wollte. Sein Atem war noch immer etwas stockend von der plötzlichen Flucht. Das Atem anhalten hatte sein Übriges getan.
„Glaubst du, oder weißt du?“ fragte er wispernd, die Augenbrauen dabei skeptisch zusammengezogen. In diesem Fall wäre es ihm lieber, dass Aki keine Glaubensfragen stellte.
Ja, er hatte sich die Überfahrt ganz anders vorgestellt. Mit einem weichen Bett und Zugang zu einem All-you-can-eat-Buffet.
Valentine ließ sich auf den Boden sinken und fuhr sich mit den Händen kurz erschöpft durch das Haar. „Ich glaube, sie sind wirklich weg,“ wobei ihm bewusst war, dass er jetzt selbst das ungeliebte Wort nutzte. „Ich befürchte nur, dass wir uns auf dem Schiff nicht frei bewegen können. Sie werden wissen wie ich aussehe und weil wir in keinem Buch geführt werden. Das hier ist wohl unsere Überfahrtkabine“ Er machte eine ausladende Geste mit den Händen und lächelte ein wenig schief.
Er ließ die Hände wieder sinken und warf einen Blick zu der Wand in seinem Rücken. Ein lautes Schiffshorn ertönte nämlich dumpf und die Wände begannen zu zittern. Die Motoren liefen, das Schiff würde wohl endlich auslaufen. Trotz ungebetener Gäste.
„Oder hältst du es für eine bessere Idee, eine andere Kabine zu finden? Es dürfte noch andere Serviceräume geben.“ Valentine erhob sich und schlich nun doch im Dunklen zur Tür. Er tastete nach der Türklinke, horchte..und drückte sie anschließend langsam hinab. Er erhaschte einen Blick nach draußen und schloss sie leise mit einem Seufzen. „Wir werden noch warten müssen. Die Gänge sind noch zu belebt.“
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Di 26. Jan 2021, 19:34

Meine Öhrchen waren glücklich, dass sie sich nicht mehr in einem doofen Rucksack verstecken mussten, und sogleich war ich ohne ein Geräusch herausgehüpft. Das konnten halt nur Miezen! Val wollte die gequälten Ohren aber gleich wieder in Anspruch nehmen, sodass ich für ihn lauschte. Menschenohren waren aber auch echt schlecht! Oder... Was immer Valentinchen denn nu war! Wir waren nah genug bei der Tür, dass ich Gemurmle hörte, ich tapste aber noch ein bisschen näher dran und hätte wohl auch das eine Ohr drangedrückt, wenn ich nicht Sorge gehabt hätte, die Tür gleich ins Gesicht zu kriegen, falls sie von draußen plötzlich wer aufschlagen sollte.
"Pss!", zischte ich, als er mich fragte, ob ich's wusste oder glaubte. Blödi! "Ja, glaub aber auch. Hab Schritte gemerkt, die sind weggegangen. Und Stimmen sind auch keine mehr", bestätigte ich dann aber nach ein paar Sekunden, als er plötzlich hellsehen konnte und glaubte, dass die Leutchen weg wären. Valle, der Schlingel. Erst mich vorschicken und dann orakeln!
Ich wollte mich grad nachdenklich auf meinen flauschigen Hintern setzen, machte aber stattdessen einen reflexartigen Sprung in die Höhe, weil ein tiefes Dröhnen zu hören war, das an mein zartes Gehör aber noch nie drangekommen war. Ein wenig panisch riss ich die Augen auf und mein Schwanz wurde ganz dick, aber Val blieb gelassen, sodass ich vermutete, dass das Geräusch normal war. Oah, die Menschen, ey... Noch lauter ging's ja nicht! Unter mir fing es an zu vibrieren, was wiederum wohl hieß, dass wir jetzt losfuhren. Wer hatte den Schmarrn mit dem Tuten denn erfunden...? Bestimmt ein Schwerhöriger. Selbst für Menschen musste das laut sein.
Mein Herzi klopfte immer noch, als Val schon weiterphilosophiert hatte und sogar die Tür etwas öffnete, um rauszugucken. "Na ja, bis die Menschen schlafen gehen, halt ich es hier schon noch aus, ich bin genügsam." Ich musste mich eigentlich eh längst ausruhen. Katzen schlafen nicht aus Spaß viel. "Dann ist die Luft bestimmt rein und wir können die Speisekammer plündern!"
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » So 7. Feb 2021, 22:44

Vales Augen leuchteten auf und er schnipste kurz, bevor er in Richtung von Aki deutete. „Das ist eine wunderbare Idee, meine Liebe. Perfekt..Wir warten einfach bis Abends und werden dann die Speisekammern plündern können. Ganz wunderbar.“ Auf die Idee war er tatsächlich noch nicht gekommen. Vielleicht mochte es daran liegen, dass er die Nacht auf dem harten Boden nicht so gut geschlafen hatte und der Tag bis jetzt ohnehin schon aufregend genug war. Es wurde wieder Zeit für ruhigere Zeiten. In der Küche würde sich später bestimmt noch einiges an zu Essen finden. Wenn es keine Reste vom Abend waren, dann hoffentlich die ersten Vorbereitungen für das Frühstück. Über etwas Warmes würde er sich allerdings auch wieder freuen. Nur auf das weiche Bett würde er wohl oder Übel erst einmal verzichten müssen.
Er streckte die langen Beine auf dem Boden aus und machte sich daran es so gemütlich wie möglich zu machen. Akis panische Reaktion, nachdem sich das Schiff in Bewegung gesetzt hatte, war ihm entgangen. Es war zu dunkel hier drin, um die nachtschwarze Katze ausfindig zu machen.
Valentine schloss die Augen, aber sein Verstand war zu wach um einzuschlafen.
Vielleich würde er in den nächsten Stunden kurz einnicken, aber an richtigen Schlaf war nicht zu denken.
Hin und wieder wurde es ein bisschen lauter auf dem Flur. Durch die Tür ertönten dumpfe Stimmen, aber sie kamen und gingen, ohne dass jemand den Kopf durch die Tür steckte. Das monotone Dröhnen des Schiffes war ein ständiger Begleiter in der Stille.
Irgendwann musste Valentine doch eingeschlafen sein. Er wanderte umher und es ergaben sich hunderte Möglichkeiten die Träume der anwesenden Gäste zu besuchen.
Statt sich seiner Neugierde hinzugeben wachte er auf und streckte seine müden Glieder. „Aki?!“ Er taste auf den Boden umher, bis er das weiche und warme Fell der Katze spürte.
„Aki, es wird Zeit für unseren Raubzug.“ Es musste Nacht geworden sein, ansonsten hätten sich nicht so viele Leute zum Schlafen gelegt.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Mi 10. Feb 2021, 15:05

Valentinchen sah es bestimmt nicht, aber ich warf mich ein bisschen in die Brust und schnippte mit dem Schwanz, als er meinte, dass mein Plan perfekt sei. Hah! So war ich halt! Na, war ja auch eigentlich das einzige und simpelste, was wir grad machen konnten. Die Tür war wieder zugegangen, aber es war noch ein restlicher Lichtstreifen unten da, sodass ich ein bisschen was sehen konnte. Ich beobachtete Valle dabei, wie er sich hinsetzte und seine Beine ausstreckte. Da es so aussah, als wollte er nicht einfach nur doof rumsitzen, sondern auch ein bisschen schlafen, stiefelte ich zu ihm und kletterte auf seinen Schoß. Es war zwar nicht kalt hier, aber ein Menschenschoß war definitiv kuschliger und wärmer, sodass ich mich gleich zu einer kleinen flauschigen Kugel zusammenrollte. Ich schnurrte sogar ein bisschen für uns zwei, aber Val schien sich nicht allzu viele Gedanken darum zu machen, mich auch mal zu kraulen.
Na ja, war schon okay. Wir konnten uns beide ausruhen. Mir ging es nach einem Weilchen schon wieder prächtig, aber ich blieb fast die ganze Zeit so liegen und begab mich erst irgendwann später ein bissi an die Seite, um mich zu putzen. Prinzesschen Siebenschläfer kam dann auch schon zu sich und seine Grabbelfingerchen stießen mich an der Seite an. „Ja? Hast du das so im Gefühl oder woher weißt du das?“ Auf dem Flur war es immer noch hell, aber ich wusste, dass Menschen hier ja künstliches Licht hatten, und das war auf dem Schiff im Gang bestimmt immer an, weil man ja sonst nix sehen konnte, so als blinder Blindmensch. Wegen Vals Worten war ich aber gleich Feuer und Flamme, denn mein kleines Bäuchlein konnte auch mal wieder was zum Mampfen gebrauchen, sodass ich schon an der Tür wartete.
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Mo 15. Feb 2021, 00:10

Kurz öffnete er die Augen, als Aki auf seinen Schoß kletterte und sich dort zusammenrollte. Er konnte von der dunklen Katze kaum die Schatten ausmachen, weshalb er die Augen wieder schloss und ihrem Schnurren lauschte.
Das Geräusch war einschläfernd, weshalb er irgendwann womöglich dem Schlaf verfiel, nachdem Aki irgendwann einmal mehr das Schnurren wieder angestimmt hatte – meist dann, sobald er sich doch einmal kurz bewegte um die Glieder zu strecken.

Valentine streckte sich erneut und gähnte herzhaft, während die kleine Katze mal wieder einer seiner Feststellungen hinterfragte. Dieses Mal war es die Zeit, die hier in dem Raum inmitten der Dunkelheit so zeitlos wirkte.
„Ja…Mein Gefühl sagt es mir. Und mein Magen.“ Es hätte ihn nicht verwundert, wenn sein Magen nun zustimmend laut geknurrt hätte. Nein, er wollte mit Aki jetzt kein Gespräch über seine Traumwandlerfähigkeiten anfangen. Nacht hin oder her, sie würden trotzdem leise sein müssen.
Vale stand auf und schulterte sich seinen Rucksack. Falls sie später in einem anderen Raum Unterschlupf finden sollten, wollte er lieber keine Sachen zurücklassen. Er öffnet leise die Tür und musste zunächst blinzeln. Das Licht in den Fluren war zu dieser Uhrzeit zwar gedämpft, aber seine Augen hatten nun Stundenlang keine einzige Lichtquelle mehr gesehen. Vale brauchte daher mehr als nur ein paar Sekunden, um sich an das Licht zu gewöhnen. Langsam schob er sich aus der Tür und ging den Flur wieder hinab zu den Treppen. Er konnte sich daran erinnern, dass dort die wichtigsten Räume ausgeschildert waren. Aki folgte ihm dabei wie ein kleiner Schatten.
Der Speisesaal befand sich eine Etage über ihnen. Ein großer Raum, der einen Großteil der gesamten Etage einnehmen musste, mit vielen Tischen und Stühlen. Die Tür war nicht verschlossen, aber in dem Raum brannte kein einziges Licht.
Valentine hielt die Tür auf und wartete bis Aki durchgeschlüpft war, ehe er sie leise schloss. Kurz horchte er in den Raum hinein, aber es war nichts zu hören. Sein Blick huschte an den Stühlen vorbei zu der großen Fensterfront. Mondschein tanzte auf den Wellen, die das Schiff vor sich hertrieb.
Sein Blick glitt weiter zu dem Buffetbereich. Direkt hinter dem Buffet gab es einen Tresen und dahinter eine kleine Klapptür. „Lauf mal in die Küche vor und schau nach, ob da auch wirklich keiner mehr ist.“ Flüsterte er Aki zu, ehe er in Richtung des Buffetbereichs schlich.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Mi 24. Feb 2021, 11:50

Sein Magen sagte es ihm also! Ich konnte den sogar ein Momentchen später schon knurren hören. Nicht so beeindruckend wie ich, aber laut genug, dass ich Val ohne weiteres glaubte und einfach mal davon ausging, dass das mit der Uhrzeit schon so seine Richtigkeit hatte. Außerdem war ich eh Feuer und Flamme für unseren tollen Plan, denn auch mein Bäuchlein wollte mal wieder was zu tun haben, sodass ich schon an der Tür parat stand, als er sie öffnete. Ich flutschte gleich hindurch in den Flur und schaute mich erst dann um. Luft war aber rein!
Val hatte zwar kein feines Näschen wie ich, dafür konnte er jedoch die komischen Schriftdinger von den Menschen lesen und ich nicht, sodass wir schnell einen großen Raum fanden, der entfeeeernt Ähnlichkeit mit einer Gaststube hatte. Und Gaststube bedeutete Essen! Außerdem war hier der Geruch nach was zu Futtern deutlich genug, dass ich der Duftspur zielstrebig Richtung einer Tür hinter einer Reihe aus irgendwelchen Thekendingern folgte, wo es sonst bestimmt das Essen gab. „Jups!“ Ich schaute mich etwas verstohlen zu Valle um, schnipste die Tür dann aber einfach mit einem kleinen Windstoß auf, weil sie zu groß und schwer für mich aussah. Ich musste aber schnell durchschlüpfen, damit sie mich nicht wieder umriss, als sie zurückkam. In dem runden Fenster oben in der Tür war kein Licht zu sehen gewesen und auch jetzt war hier alles dunkel und ich hörte nix, was ein Zweibeiner hätte sein können. Alles, was meine Öhrlis auffingen, war das nervige Dröhnen vom Schiff und ein leises Tropfen von einer Spüle oder wie die Dinger hießen.
„Hier is alles rein!“, rief ich, damit Val es hören konnte, weil ich die Tür nicht noch mal aufmachen wollte, und sprang dann hoch auf eine der Anrichten. Vielleicht fand ich hier oben ja schon mal was zu essen?
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Sa 13. Mär 2021, 21:55

Auf der Buffettheke standen abgedeckte Körbe, aber der Inhalt war eher ernüchternd. Diverse Marmeladen, ein bisschen Honig und Butter befand sich darin. Unter dem nächsten abgedeckten Stapel warteten Teller, aber wirklich Essbares war noch nicht aufgetischt worden. Valentine wandte sich daher ab und schlich auf die Tür zu , in der Aki verschwunden war. Auf der langen Theke stand bereits ein Müslispender. Ebenfalls nicht das, was er sich unbedingt vorstellte. Ohne entsprechende Milch wäre es eine sehr trockene Angelegenheit.
Er konnte Akis gedämpfte Stimme wahrnehmen, weshalb auch keine Sekunde später die Klapptür aufschwang und Vale sich in die Küche schob. Erneut musste er blinzeln, weil ihn hier erneut vollkommene Dunkelheit empfing. Auch er horchte kurz in die Dunkelheit, während seine Finger suchend über die Wand strichen, bis sie schließlich fündig wurden. Das Röhrenlicht brannte sich in seine Augen. War das gedämpfte Licht schon unangenehm nach stundenlanger Finsternis unangenehm gewesen, so war das grelle Licht wahre Folter. Er blinzelte kurz, bis sein Sichtfeld nicht mehr verschwamm. Flüchtig warf er einen Blick über die Schulter, aber das Licht würde nicht nach draußen in den Thekenbereich vordringen. Er entdeckte Aki auf einer Küchenanrichte sitzen. Er strich ihr lobend durch das Fell, ehe er anfing sich umzuschauen. Natürlich lag kein fertig vorbereitetes Essen einfach so den blank geputzten Stahlanrichten. Womöglich würden sie noch ein paar Essensreste vom Abendessen in den Mülltonnen finden, aber Valentine war noch nicht SO hungrig, dass er sich darauf hinabließ. Er fand den Kühlschrank und pfiff Aki leise zu, ehe er sie zu sich winkte. Die Wurst- und Käseplatten waren für das Frühstück bereits vorbereitet. In der Tür gab es ein großes Regal mit Eierschachteln. Nach dem Gewicht beim Anheben zu urteilen, waren sie auch noch gefüllt. „Welche Speise soll Madame Aki heute serviert werden? Wurst? Ein wenig frisches Ei?“ Er ließ die Tür offen stehen und öffnete eine weitere Schranktür, die der Ersten sehr ähnlich sah. Dahinter verbarg sich noch ein Kühlschrank, dieses Mal voll mit Gemüse und Obst.
Vale griff danach und lugte in ein silbernes tiefes Blech. Ein zufriedenes Seufzen entfuhr ihm. „Kartoffelauflauf. Endlich was anderes als Brot..“
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Mo 22. Mär 2021, 18:31

Leider war die, äh, riesige Küchenanrichte aus irgendeinem Metall, das sich unter meinen Pfötchen gar nicht schön anfühlte, blitzblank geputzt und es roch irgendwie ... komisch. So sauber und gleichzeitig nach etwas Künstlichem, was ich vorher noch nie gerochen hatte, weil ich Spüli und Co. natürlich nicht kannte. Mein Schwanz schnippte ein wenig enttäuscht hin und her, aber ich gab nicht gleich auf, sondern tingelte die Anrichte entlang und sprang auf eine andere hinüber, um mich weiter umzusehen.
Val war in der Zwischenzeit auch schon hereingeschneit und schien ähnlich ernüchtert zu sein wie ich. Jedenfalls anfangs. Ich hatte die Augen etwas zusammenkniepsen müssen, als er das blöde komische Licht anmachte, das nicht mit Feuer funktionierte, sprang dann aber von der Anrichte wieder runter und trabte hinter ihm her, nachdem er mich gelobt hatte, weshalb ich schon zur Stelle war und ihm um die Beine wuselte, als er nach mir pfiff. Aus dem Schrank, den er aufgemacht hatte, kam Licht und Kälte raus, wie in dem ... Super...dings...markt, wo wir gewesen waren, von den Regalen mit dem Glas davor. "Oah, Wurst und Ei natürlich!", piepste ich sogleich freudig und mit einem Schnurren unterlegt, als er mir verkündete, was es für mich schönes in dem Kälteschrank gab. Mein Magen fühlte sich gleich noch viel leerer und ungeduldiger an und ich konnte es echt gar nicht mehr abwarten, bis er mir was gab. Fast wär ich in den Schrank reingesprungen. "Und Kartoffelauflauf würd ich auch nehmen!" Kartoffeln waren gekocht okay, aber mit Käse drüber, mmmh! Da sagte ich nicht Nein zu. Der alte Berti hatte mir mal so einen Auflauf spendiert, deshalb wusste ich, was das war. Manches war in dieser Welt eben doch nicht so fremd, sondern genauso wie in meiner alten!
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Do 25. Mär 2021, 22:47

Warum fragte er sie überhaupt, ob sie Wurst oder Ei haben wollte, wenn sie alles bekommen konnte?!
Valentine zuckte mit den Schultern und machte sich daran zunächst auch den Inhalt des zweiten Kühlschranks zu inspizieren. Seinen Fund hatte er eigentlich mehr zu sich selbst kommentiert, als für die kleine Katze. Als sie auch noch Kartoffelauflauf forderte, schaute Vale irritiert zu ihr hinab.
„Bist du dir da sicher? Weißt du, was Kartoffelauflauf ist?“ Er konnte sich nicht vorstellen, dass eine Katze freiwillig Kartoffeln fraß. „Warte, ich habe da eine Idee.“ Er griff nach einer Flasche mit Milch und öffnete den zweiten Kühlschrank wieder, ehe er ein Ei aus dem Fach holte.
Es dauerte einen Moment, bis er die Schüsseln und einen Schneebesen fand, um Ei und Milch miteinander zu verrühren. Bevor er die Schüssel samt Inhalt Aki servierte, zupfte er noch zwei Wurstscheiben auseinander und dekorierte damit die Schüssel.
„Bitteschön meine Liebe. Einmal das Abendessen Speziale.“ Für sich selbst hatte er bereits einen Teller bereitgestellt, den er voll mit Kartoffelauflauf füllte. Valentine lehnte sich mit dem Rücken gegen die Anrichte und schloss die Augen beim ersten Bissen. Fantastisch…Wann hatte er das letzte Mal was Vernünftiges gegessen?! Das war eindeutig zu lang her, ansonsten hätte er den kalten Kartoffelauflauf nicht so himmlisch geschmeckt. „Ich hoffe, dass wir morgen einen neuen Versuch starten können und uns zwischen die normalen Passagiere schmuggeln können.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Fr 26. Mär 2021, 20:04

"Na klar weiß ich, was Kartoffelauflauf ist!", sagte ich fast schon ein wenig empört und stellte den Schwanz auf. Okay, vielleicht tat ich ein bisschen so, als wäre es total normal, dass ich das wusste, während ich ja bei anderen Sachen nicht so die Ahnung hatte, aber wenn ich was wusste, dann erklärte sich das doch schon von selbst, dass ich es tat! Neugierig spitzte ich die Öhrlis, als Val meinte, er hätte 'ne Idee. Ich begann zu schnurren, als ich die Milch erspähte, und beobachtete ihn dann ganz genau bei dem, was er machte. So wie's aussah, verrührte er ein Eititei mit Milch, und das fand ich nicht nur eine super, sondern auch eine köstliche Idee! Auch wenn er das mit so einem komischen Dings machte, das ich nicht kannte. Egal! Das Ergebnis zählte.
Oah, und dann kam da noch so was Plattes drüber, das nach Wurst roch, auch wenn ich es noch nie in so akkurate und so runde Scheiblein geschnitten gesehen hatte. Er drapierte sie mir in meine Milch-Eier-Suppe und ich machte mich gleich genüsslich schlabbernd und zufrieden darüber her. Dass es mir schmeckte, war also laut zu hören. Da vergaß ich sogar, dass er noch da war und sich ja auch erst mal noch was zu essen nehmen musste. Erst, als er was sagte, schaute ich kurz auf.
"Also ich bestimmt nicht. Als Katze wird man hier doch echt immer nur doof angeschaut." Ich seufzte leise und leckte mir mein Schlabbermäulchen. "Muss ich dann im Rucksack mit?"
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Do 8. Apr 2021, 19:05

Valentine überlegte, ob sich die Zusammensetzung eines Kartoffelauflaufs in den verschiedenen Welten grundlegend unterschied. Wahrscheinlich gab es verschiedene Rezepte, aber dafür brauchte es keine andere Welt. Grundlegend für einen Kartoffelauflauf war und blieb jedenfalls die Kartoffel. Er zweifelte jedoch trotzdem daran, dass Kartoffeln für die kleine Katze gesundheitlich zuträglich waren, weshalb er sich lieber dazu entschied ihr eigens ein Futter zusammen zu rühren. Mit der Milch war er vorsichtshalber ein wenig sparsamer. Mit einer Katze mit Bauchweh ließ es sich schwieriger auf dem großen Schiff verstecken.
Kauend blickte Valentine zu Aki herunter, die ihre Bedenken gegenüber dem normalen Passagierdasein mitteilte. Ein schiefes Grinsen breitete sich dabei auf seinen Lippen aus. „Was wollen die denn machen? Dich mitten ins Meer schmeißen? Das machen die ganz bestimmt nicht. Aber wenn es dir lieber ist, dann kannst du auch wieder im Rucksack reisen.“ Er konnte es sich nicht vorstellen, dass alle Passagiere ihre geliebten Haustiere in der chaotischen Stadt zurückgelassen hatten. Vielleicht trug nicht jeder sein gerettetes Haustier auf der Schulter, aber Aki war bestimmt nicht der einzige Vierbeiner auf dem Schiff.
Nachdem er die letzten Reste von seinem Teller gegessen hatte, stellte er ihn zufrieden auf dem Thresen ab. Er würde sich nicht die Mühe machen die Spuren des weit nach mitternächtlichen Snacks zu verwischen. Man würde es wahrscheinlich ohnehin bemerken, dass sich jemand Zugang zu der Küche verschafft hatte, selbst wenn er den Teller gewissenhaft reinigte und wieder zurück in den Schrank stellte.
Er öffnete erneut den Kühlschrank und nahm sich noch ein paar Früchte heraus, die er sich in den Rucksack steckte. Die schlechten Zeiten kamen bestimmt, da war ein bisschen Proviant vom Vorteil.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » Di 13. Apr 2021, 15:13

Angesichts der Köstlichkeit, die Val mir aufgetischt hatte, hatte ich seinen schnöden Kartoffelauflauf längst schon wieder vergessen und schlabberte weiter genüsslich und schnurrend das gute Zeug in mich hinein. Die Wurst schmeckte irgendwie ein bisschen komisch, ganz anders als ich es kannte, aber nicht schlecht! Sie wurde also anstandslos auch noch von mir verputzt. Ich machte nur eine kurze Pause und schleckte mir mein Zuckerschnäuzchen, als Val seine Überlegungen geäußert hatte und auf meine Bedenken meinte, dass sie mich ja schlecht ins Meer werfen konnten. So ungefähr jedenfalls. Recht hatte er! Sowas machte man nicht und jeder kannte doch Schiffskatzen, die die ganzen Kreuzer von Ratten und Mäusen frei hielten! Da hatt ich schon irgendwie ‚ne Daseinsberechtigung! Auch wenn dieses Schiff hier wirklich echt riesig und komisch war.
„Nein! Ich will nicht in den Rucksack zurück.“ Mein Schwanz schlenkerte etwas herum und ich leckte mir noch mal das Maul. „Dann lieber auf deine Schulter! Oder meinst du, Tiere müssen in den, äh, Kajüten…kabinendingern drin bleiben?“ Meine Ohren drehten sich und ich legte den Kopf ein bisschen schief. Hier konnte ja nicht jeder mit seinem Hund rumlaufen, oder? Und mit Katzen gab das auch ein Durcheinander! Aber Rucksack oder kleines Zimmerchen, eingesperrt sein wollte ich nicht. Ich hatte aber auch keine Ahnung, wie lange wir überhaupt unterwegs sein würden. Vielleicht waren wir morgen ja schon da?
Ich widmete mich wieder meiner Milcheiersuppe, als Val sich irgendwas aus dem kalten leuchtenden Schrank rausholte. Obst interessierte mich nicht!
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Re: Hafen

Beitragvon Valentine » Sa 24. Apr 2021, 23:02

Er konnte es ihr nicht verdenken, dass sie nicht zurück in den Rucksack gestopft werden wollte. Besonders geräumig war es darin nicht unbedingt und die Luft eher stickig. Ihm täten bestimmt noch alle Knochen weh, hätte er sich auf ähnlichem Platz über ein paar Stunden einrollen müssen.
„Ich denke, eine Katze auf der Schulter ist auch hier kein normales Bild. Im Essensräumen wird das nicht funktionieren, ob es auch in den Fluren verboten ist, weiß ich nicht.“ Valentine war noch nie auf einem Schiff mit einem tierischen Begleiter gereist, erst Recht nicht nach solch einem Chaos. Wobei…Selbst wenn er diese Erfahrung gemacht hätte, so hätte er nicht sagen können, ob die Erfahrung auch für diese Welt galt.
„Wir können es ausprobieren. In den Rucksack kannst du später immer noch.“ Es würde ihn zu viel Kraft kosten, Aki kontinuierlich vor den Blicken der anderen Gäste durch eine Illusion zu verstecken. Es ging schließlich nicht nur darum ein paar Augenpaare zu täuschen, sondern eher ein paar hundert. Eine solche Illusion musste perfekt sein und die Kraft wollte er sich lieber sparen.
Valentine schulterte den Rucksack. „Wir könnten schauen, ob es eine Möglichkeit gibt auf ein offenes Deck zu gehen. Vielleicht lässt sich ja irgendwo schon ein bisschen Land erblicken.“ Etwas frische Luft tat nach der Mahlzeit jedenfalls bestimmt ganz gut.
Er wandte sich zu den Türen, die wieder in den Essensaal führten und schritt dort hindurch. Erneut empfing ihn die Dunkelheit, gestört durch ein sanftes blaues Licht, was in regelmäßigen Abständen von der Decke schien.

Vale schlich sich durch den Saal zurück auf den Flur und ging von dort in eine unspezifische Richtung, bis sie wieder bei den Treppen angelangt waren. An der Wand waren silberne Tafeln aufgeführt, die jeweils verrieten, in welcher Etage man sich befand und welche Räume es hier zu erkunden gab. Für die Terrasse würden sie noch ein Deck höher müssen.
Nur einmal kamen ihnen jemand entgegen. Valentine hatte die Schritte schon zuvor gehört und griff nach Aki, um sie sich fix auf die Schulter zu setzen. Der Mann, der ihnen entgegenkam, schien ein normaler Passagier zu sein. Er schenkte ihnen nicht besonders viel Interesse. Eine willkommene Abwechselung, wo man in den letzten Stunden doch eher immer von irgendjemanden gejagt wurde.
Die Türen zur Terrasse waren zum Glück nicht abgeschlossen. Die kalte Meeresluft strömte auf sie ein, sobald er nach draußen trat. Der Wind zerrte an seinem Schal und an den Haaren. Valentine sog die salzige Meeresluft tief ein, ehe er den Blick kurz über den Horizont schweifen ließ.
Der Himmel war größtenteils noch dunkel, aber im Osten zeigten sich bereits erste graue Streifen, die den Beginn des Tages in den nächsten Stunden ankündigten.
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Re: Hafen

Beitragvon Aki » So 9. Mai 2021, 20:46

"Dann musst du mich halt wie ein liebes Kätzchen auf dem Arm halten!", sagte ich zu ihm und schleckte mir genüsslich das Maul sauber, nachdem ich meine Eiermilch jetzt aufgeschlabbert hatte. Anschließend leckte ich mir noch mein Pfötchen und putzte mir damit über das Gesicht. Begeistert war ich zwar nicht davon, wie ein braves Kätzchen in Babymanier auf dem Arm gehalten zu werden, aber das war halt mehr Festhalten als auf der Schulter, wo man Val sonst vielleicht sagen würde, dass er mich ja gar nicht unter Kontrolle hatte, wenn ich mich erschreckte oder so. Pah, blöde Menschen, wollten uns immer festhalten und uns vorschreiben, was wir durften! Na ja, egal. Darüber konnten wir nachdenken, wenn es so weit war, dann.
Val hatte mit dem Essen seine Energie offenbar wieder, denn er wollte jetzt wieder los und sich mal umschauen. Gegen frische Luft hatte ich auch nix einzuwenden. Im Gegenteil, in der Küche war's okay, aber ansonsten muffte es auf diesem Schiff ganz gewaltig. Irgendwie nach Metall und so... So ölig irgendwie, aber anders als ich es kannte. Nicht nach Essensöl, eher nach Dreck. Deshalb hüpfte ich munter hinter ihm drein und schlängelte mich auf dem Weg in den Saal durch die Tür an ihm vorbei und dann immer ihm nach, weil er die Schilder lesen konnte und wusste, wo wir hin mussten.
Ich gab einen erschrockenen, etwas abgehackten Laut von mir, als er mich plötzlich einfach vom Boden grabschte, weil uns wer entgegenkam, strampelte aber nicht und balancierte mich nur auf seiner Schulter wieder aus. Der Mann, der an uns vorbei kam, schien sich nicht so für uns zu interessieren. Vielleicht hatte er mich auch nicht wahrgenommen, weil er voll müde war oder so. Weil, Katzen auf Menschenschultern weckten immer Interesse, das wusste ich aus Erfahrung! Ich reckte mein Näschen in den Wind und hieß mit Ohren und Schnurrhaaren und stolz gerecktem Schwanz meinen Freund den Wind willkommen. Er schmeckte hier ziemlich salzig, wie ich es auch schon ein bisschen kannte, aber es roch auch hier zwischendrin immer nach dem, was vom Schiff kam. Es machte die Luft irgendwie dreckig, so wie die Autos, die wir gesehen hatten. Ich wusste aber nicht wie... Da, wo ich herkam, waren die Schiffe nur mit dem Wind oder mit Rudern gefahren oder in der Luft geflogen...
"Oh, es wird bald Tag!", sagte ich, als ich den Lichtstreifen am Horizont erspähte. Ich stützte mich vorn auf Vals Schlüsselbein und reckte den Hals. "Können wir weiter nach vorne gehen? Vielleicht sehen wir Land."
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